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26.01.2026 11:46

DFG-Forschungsförderung: Wie das Immunsystem den Herzinfarkt beeinflusst

Martin Rolshoven Ressort Presse - Stabsstelle des Rektorats
Universität Duisburg-Essen

    PD Dr. Lars Michel von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen erhält ab April 2026 eine dreijährige Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft für ein Forschungsprojekt zu Immuncheckpoints beim akuten Herzinfarkt. Ziel ist es, immunbedingte Prozesse im geschädigten Herzmuskel genauer zu entschlüsseln und neue diagnostische sowie therapeutische Ansatzpunkte aufzuzeigen. Die Förderung stärkt zugleich die Nachwuchsförderung und die interdisziplinäre Zusammenarbeit am Standort Essen.

    Ein akuter Myokardinfarkt, umgangssprachlich Herzinfarkt genannt, entsteht durch einen plötzlichen Verschluss eines Herzkranzgefäßes. Zwar hat sich die Akutbehandlung in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, etwa durch das rasche Wiederöffnen der Gefäße (Reperfusion) und moderne Medikamente. Dennoch leiden viele Betroffene langfristig unter Folgeschäden am Herzen oder sterben vorzeitig.

    Das Forschungsteam um PD Dr. Lars Michel will besser verstehen, welche Rolle Immuncheckpoints bei einem Herzinfarkt spielen. Untersucht wird, wie diese Kontrollmechanismen des Immunsystems reguliert werden, wo genau sie in einem geschädigten Herzmuskel vorkommen und welchen Einfluss sie auf die Heilung oder weitere Schädigung eines Herzens haben. Dabei geht es sowohl um das Infarktgebiet als auch um das wieder durchblutete Herzgewebe. Langfristig soll geprüft werden, ob sich Immuncheckpoints als Biomarker eignen, also als messbare Hinweise auf einen bestimmten Krankheitsverlauf oder eine Prognose, und ob sie neue therapeutische Ansatzpunkte bieten könnten.

    Die Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglicht zudem die gezielte Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses: So wird eine PhD-Stelle sowie eine medizinische Doktorarbeit damit finanziert, um junge Forschende frühzeitig in das Projekt einzubinden.

    Für das Projekt arbeitet der Essener Wissenschaftler auch mit externen Partner:innen zusammen, unter anderem mit Prof. Dr. Albert Sickmann vom Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V. in Dortmund. Sickmann ist Vorstandsvorsitzender und leitet die Abteilung Bioanalytik sowie die Arbeitsgruppe Proteomicsist.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    PD Dr. Lars Michel, Klinik für Kardiologie und Angiologie des Universitätsklinikums Essen, lars.michel@uk-essen.de, Tel. 0201/723-84841


    Weitere Informationen:

    https://kardiologie.uk-essen.de/wissenschaftliche-arbeitsgruppen/Immune-checkpoi...


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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