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Wissenschaft
Die Vorsitzende im Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag, Dr. Tanja Machalet (SPD) setzt sich für eine Verbesserung der Frauengesundheit in Deutschland ein. Konkret wirbt sie für einen „Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit.“
Berlin, im Januar 2026 – Als klaren politischen Akzent in der Arbeit des Gesundheitsausschusses benennt die Vorsitzende Tanja Machalet das Thema Frauengesundheit. Im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt wirbt sie ganz konkret für einen „Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit“.1 In dem Beitrag heißt es: „Mir geht es um die Versorgung bei Herzinfarkt, Brustkrebs, HPV-Impfungen sowie die Medikamentenforschung, die Frauen zu oft außen vorlässt.“
Gendergesundheit in den Blick nehmen
Machalet zufolge müsse auch die Gendergesundheit in den Blick genommen werden, wozu auch die Männergesundheit zähle. Zudem müsse der Prävention zu mehr Aufmerksamkeit verholfen werden.
Die Ausschussvorsitzende kritisiert die ineffizienten Strukturen im Gesundheitssystem und spricht sich für eine Beschleunigung der Digitalisierung aus. Dies, um etwa Doppeluntersuchungen vermeiden zu können.
„Wir danken Tanja Machalet, dass sie sich mit so viel Nachdruck für einen Aktionsplan für Frauengesundheit in Deutschland einsetzt und freuen uns sehr auf die Fortführung unseres Dialogs.“ Prof. Dr. Gert Naumann, DGGG-Präsident
Machalet war zu Gast beim Parlamentarischen Abend der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Auf der Veranstaltung wurden im Dialog mit der Politik Fachempfehlungen für die Verbesserung der Frauenheilkunde in Deutschland für Klinik und Praxis präsentiert.
„Frauenärztinnen und Frauenärzte begleiten Frauen oft über alle Lebensphasen hinweg und übernehmen damit eine zentrale Rolle in der primärärztlichen Versorgung. Da sich Frauen- und Männerkörper in Symptomen, Krankheitsverläufen und Therapien unterscheiden, muss Frauengesundheit in Versorgung und Forschung systematisch verankert werden. Ein Nationaler Aktionsplan Frauengesundheit ist dafür ein notwendiger und längst überfälliger Schritt.“
Markus Haist, 2. Vorsitzender BVF
Zu den dringendsten gesundheitspolitischen Herausforderungen zählen laut BVF und DGGG:
Die Gleichstellung der frauenärztlichen Versorgung im Primärarztsystem
Eine nachhaltige Sicherung der ambulanten fachärztlichen Versorgung
Eine Einführung einer Bagatellgrenze bei Regressprüfungen
Eine stärkere Berücksichtigung frauenspezifischer Erkrankungen wie Endometriose und Wechseljahresbeschwerden
Der Ausbau präventiver Angebote und Förderung von Gesundheitskompetenz
Die Neustrukturierung der Geburtshilfe mit Fokus auf Sicherheit und Facharztverfügbarkeit
Adäquate Strukturen für ambulante Operationen
Eine bessere Integration gynäkologischer Krebserkrankungen im Krankenhausstrukturgesetz (KHSG)
Die Anpassung des Reproduktionsrechts an den Stand der Wissenschaft
Die Finanzierung und Absicherung ärztlicher Weiterbildung
Die Fachverbände sehen in diesen Maßnahmen zentrale Stellschrauben für eine zukunftsgerichtete Frauengesundheitspolitik und appellieren an die Politik, nun zügig konkrete Reformschritte einzuleiten.
Das zugehörige Positionspapier finden Sie hier: https://www.dggg.de/fileadmin/data/Stellungnahmen/GBCOG/2025/Positionspapier_Bun...
Quellen
1 https://www.aerzteblatt.de/news/ich-werbe-fur-einen-nationalen-aktionsplan-fraue...
2 https://www.dggg.de/presse/pressemitteilungen-und-nachrichten/parlamentarischer-...
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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