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27.01.2026 07:02

Eine Hommage und Begegnung der besonderen Art

Dipl.-Ing. Mario Steinebach Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
Technische Universität Chemnitz

    Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Ellen Fricke gestaltet am 5. Februar 2026 den „Sprachklangabend – das Davor der Artikulationen im hör- (und sichtbaren) Danach“ gemeinsam mit den Kunstsammlungen Chemnitz und erinnert dabei an den Künstler Carlfriedrich Claus (1930–1998) und den Komponisten Peter Ablinger 1959–2025)

    Als Lautdichter und Mitbegründer der visuellen Poesie ist Carlfriedrich Claus (1930–1998), der in Annaberg-Buchholz und Chemnitz lebte, international vernetzt und anerkannt. Die Kunstsammlungen Chemnitz rücken aktuell besonders das phonetische Werk des Avantgarde-Künstlers ins Zentrum einer neuen Ausstellung. Die Schau „Am Rand des Jetzt am Rand des Hier“ ist bis zum 1. März 2026 im Haus am Chemnitzer Theaterplatz zu sehen. Mittelpunkt der Ausstellung ist die Soundinstallation „Lautprozessraum“ von Carlfriedrich Claus im großen Oberlichtsaal, die über Bewegungsmelder ausgelöst wird.

    Sprachklangabend schafft besondere Zugänge

    Am 5. Februar 2026 kommt es ab 18:30 Uhr im Rahmen des „Sprachklangabends – Das Davor der Artikulationen im hör- (und sichtbaren) Danach“ in den Kunstsammlungen am Theaterplatz zu einer besonderen Begegnung des sächsischen Avantgarde-Künstlers mit dem österreichischen Komponisten Peter Ablinger (1959–2025). „Persönlich sind sich beide nie begegnet, doch lassen sich in ihren Arbeiten markante Korrespondenzen und zugleich komplementäre Zugänge zum Hören, zur Sprache und zu ihren Grenzbereichen erkennen”, sagt Prof. Dr. Ellen Fricke. Sie ist Inhaberin der Professur Germanistische Sprachwissenschaft, Semiotik und Multimodale Kommunikation an der Technischen Universität Chemnitz. In ihrem Einführungsvortrag erläutert sie, wie sogenannte Sprachschichtungen entstehen und was diese mit Claus, Ablinger und ihrer eigenen Forschung zu Sprache und Sprachentwicklung zu tun haben.

    Im Anschluss beginnt das eigentliche Konzert. Es wird gestaltet von der in Berlin lebenden Künstlerin Natalia Pschenitschnikova und der italienisch-schwedischen Stimmakrobatin Anna Clementi. Gemeinsam mit Fricke wird auch das an der TU Chemnitz entstandene Werk Soundscapes of Europe: Babel 5 für drei Sprecherinnen und KI-Chor uraufgeführt (www.babelmanufaktur.org). Das Projekt wurde von der Fritz Thyssen Stiftung und der TU Chemnitz in Kooperation mit dem Zentrum für Mensch und Technik (MeTech) im Rahmen von TUCculture2025 gefördert.

    Der Sprachklangabend ist eine vorgezogene Auftaktveranstaltung des Konzertsymposiums „Schichtungen: Chemnitz, Berlin, Wien. In memoriam Peter Ablinger (1959–2025)“, das für Ende Mai 2026 als gemeinsame Veranstaltung der TU Chemnitz und der Kunstsammlungen Chemnitz geplant ist.

    Programm des Sprachklangabends und Vorstellung der Akteurinnen: https://www.kunstsammlungen-chemnitz.de/event/05-02-2026-14708


    Bilder

    Carlfriedrich Claus sitzt in seiner Soundinstallation „Lautprozessraum“ (1995).
    Carlfriedrich Claus sitzt in seiner Soundinstallation „Lautprozessraum“ (1995).

    Copyright: Bild: VG Bild-Kunst, Bonn 2025 / Kunstsammlungen Chemnitz/László Tóth


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wissenschaftler
    Kunst / Design, Musik / Theater, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Kooperationen
    Deutsch


     

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