idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
02.02.2026 06:30

Außergewöhnliche Verdienste: Ehrennadel für Professorin Ute Mackenstedt

Dorothea Elsner Pressearbeit, interne Kommunikation und Social Media
Universität Hohenheim

    Uni Hohenheim ehrt die langjährige Gleichstellungsbeauftragte und Parasitologin für ihr herausragendes Engagement

    Mit der Ehrennadel würdigt die Universität Hohenheim in Stuttgart Professorin Ute Mackenstedt für ihren außergewöhnlichen Einsatz für Gleichstellung, Diversität und Chancengerechtigkeit. „Mit der Verleihung dieser Auszeichnung möchte die Universität ihre Wertschätzung und ihren Dank für die langjährigen, herausragenden Verdienste und besonderen Leistungen als Universitätsgleichstellungsbeauftragte zum Ausdruck bringen“, so Rektor Christoph Schneider bei der Verleihung der Ehrennadel im Rahmen des jährlich stattfindenden traditionsreichen Professoriums am 30. Januar 2026.

    „Frau Professorin Mackenstedt hat sich über viele Jahre hinweg weit über das übliche Maß hinaus für Gleichstellung, Diversität und Chancengerechtigkeit an der Universität Hohenheim eingesetzt – mit großer Leidenschaft, Ausdauer und auch gegen Widerstände und Schwierigkeiten,“ so Rektor Schneider in seiner Laudatio. „Ihr Wirken war stets von dem Ziel geprägt, nachhaltige strukturelle Verbesserungen für die gesamte Universität zu erreichen.“

    Sie hat zahlreiche erfolgreiche Initiativen angestoßen und maßgeblich begleitet. Beispiele dafür sind das Mentoring-Programm MentHo, der Karrierebus, die Audits „familiengerechte Hochschule“ und „vielfaltsgerechte Hochschule“, der Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeiten sowie der neu geschaffene Raum der Stille.

    „Ein besonderes Anliegen war es für Frau Professorin Mackenstedt, die Interessen und Rechte von Frauen im Zuge der Diversity-Entwicklungen an der Universität zu stärken“, fährt der Laudator fort. „Insbesondere das Professorinnen-Programm sowie die Förderung von Forschenden früher Karrierestufen lagen ihr besonders am Herzen.“

    Unermüdliche Kämpferin für die Interessen und Rechte von Frauen

    „Erreichte Zielmarken, wie zum Beispiel ein bestimmter Frauenanteil unter den Studierenden oder bei den Professuren, verstand sie nie als Endpunkt, sondern machte konsequent auf bestehende Defizite und weiteres Verbesserungspotenzial aufmerksam – unter anderem regelmäßig bei der Vorstellung des Gleichstellungsberichts in den Sitzungen von Universitätsrat und Senat. Nicht nur hier nutzte sie jede Gelegenheit, um weitere Verbesserungen zu fordern und die Universität anzuspornen sich nicht auf den Erfolgen bis dato auszuruhen“, so Rektor Schneider.

    Neben ihren Aufgaben als Universitätsgleichstellungsbeauftragte engagierte sich Professorin Mackenstedt zudem als Ansprechperson für Antidiskriminierung und Fragen der sexuellen Belästigung und Diskriminierung, als Vorsitzende der Gleichstellungskommission sowie in zahlreichen weiteren Gremien und Netzwerken innerhalb und außerhalb der Universität. Auch auf Landesebene brachte sie ihre Expertise in gleichstellungspolitische Prozesse ein.

    „Durch ihr sicheres Gespür für Anfragen aus Fernsehen und Politik repräsentiert sie – nicht nur als international renommierte Zeckenexpertin – die Universität Hohenheim – immer im Sinne der gesamten Gemeinschaft der Universität“, unterstreicht Rektor Schneider. „Aufgrund ihres Engagements kann die Universität von einem großen, über Jahrzehnte aufgebauten Netzwerk im Bereich Gleichstellung und Diversität profitieren.“

    „Lassen Sie mich das Gesagte auf den Punkt bringen: ‚Wenn die Uni ruft, ist Frau Mackenstedt da.‘ Mit der Verleihung der Ehrennadel bringt die Universität Hohenheim ihre besondere Wertschätzung und ihren herzlichen Dank für die außergewöhnlichen Leistungen und das unermüdliche Engagement von Frau Professorin Ute Mackenstedt zum Ausdruck“, beendet der Rektor seine Rede.

    Zur Person: Prof. Dr. Ute Mackenstedt

    Prof. Dr. Ute Mackenstedt hat sich bereits früh und kontinuierlich in der akademischen Selbstverwaltung engagiert. Unter anderem war sie von 2002 bis 2008 Vize-Rektorin und Prorektorin für Lehre und hat in dieser Funktion die Weiterentwicklung der Universität maßgeblich mitgestaltet. Bereits zuvor war sie stellvertretende Universitätsfrauenbeauftragte und in verschiedenen Senats- und Fakultätsgremien tätig.

    Mackenstedt hat ihre Erfahrungen und ihr Engagement auch über die Universität hinaus eingebracht: Unter anderem war sie Landessprecherin der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten Baden-Württemberg und damit maßgeblich in der hochschulbezogenen Gleichstellungspolitik für ganz Baden-Württemberg aktiv.

    Ihr Einsatz für die besondere Qualität der akademischen Ausbildung und ihr Engagement in Gleichstellungsfragen stellen einen besonderen und kontinuierlichen Schwerpunkt in Mackenstedts Tätigkeiten, über ihr ebenfalls beeindruckendes wissenschaftliches Oeuvre hinaus, dar. Seit April 2008 ist sie im Vorstand des „Verbands Baden-Württembergischer Wissenschaftlerinnen“, einer unabhängigen Organisation mit dem Ziel überkommene Klischees zur Rolle von Frauen in der Wissenschaft zu beseitigen und den Anteil an Frauen in der Wissenschaft zu steigern. In jüngerer Zeit wurde sie zur Vorsitzenden des Landesfrauenrats Baden-Württemberg gewählt, einem der größten frauenpolitischen Bündnisse im Land.

    Äußerst erfolgreiche wissenschaftliche Karriere

    Ute Mackenstedt ist Professorin für Parasitologie an der Universität Hohenheim und leitet dort seit vielen Jahren das Fachgebiet Parasitologie am Institut für Biologie. Sie blickt auf eine äußerst erfolgreiche wissenschaftliche Karriere mit umfangreicher Forschungs- und Publikationstätigkeit zurück.

    Wissenschaftlich beschäftigt sich Mackenstedt mit der Ultrastruktur parasitischer Protisten, der Phylogenie von parasitischen Protisten und Helminthen sowie Wirt-Parasit-Interaktionen. In den letzten Jahren lag ihr Forschungsschwerpunkt auf der Epidemiologie von Zecken sowie den von ihnen übertragenen Pathogenen. Seit Oktober 1996 leitet sie das Fachgebiet Parasitologie am Institut für Zoologie der Universität Hohenheim. Mackenstedt habilitierte 1995 an der Ruhr-Universität Bochum mit dem Thema: „DNS-Analysen zum Nachweis von Sexualität“.

    Zuvor promovierte sie dort zum Thema: „Ultrastrukturelle und experimentelle Untersuchungen zur physiologischen Regeneration der Pulmonaten-Radula“. Ihr Studium der Biologie und Sportwissenschaften absolvierte sie zwischen 1974 und 1980 für das Lehramt an den Universitäten Köln und Bochum. Ute Mackenstedt wurde 1955 in Bremen geboren.

    HINTERGRUND: Hohenheimer Ehrennadel

    Die vergoldete Ehrennadel mit dem eingeprägten Logo der Universität Hohenheim wird in Würdigung besonderer Leistungen für die Universität verliehen. Unter den so Ausgezeichneten finden sich Mitglieder und Angehörige der Universität ebenso wie außenstehende Personen.

    HINTERGRUND: Professorium

    Jedes Jahr versammeln sich die Hohenheimer Professor:innen am Ende des Wintersemesters zum sogenannten Professorium mit einem festgeschriebenen Programm. Dazu gehören sowohl ein Jahresrückblick als auch programmatische Gedanken zum aktuellen Jahr und die Vorstellung der neu berufenen Professor:innen, die Verabschiedung derjenigen, die in Pension gehen und die Ehrung verdienter Personen. Im Anschluss lädt der Rektor zu einem Empfang ein.

    Text: Stuhlemmer


    Bilder

    Prof. Dr. Ute Mackenstedt erhält die Ehrennadel aus der Hand des Rektors der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Christoph Schneider
    Prof. Dr. Ute Mackenstedt erhält die Ehrennadel aus der Hand des Rektors der Universität Hohenheim, ...
    Quelle: Thomas Klink
    Copyright: Universität Hohenheim / Thomas Klink


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    fachunabhängig
    regional
    Personalia
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).