idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
04.02.2026 09:49

Universitätsmedizin Halle erhält Stiftungsprofessur der Deutschen Krebshilfe für „Onkologische Pflegepraxis“

Jonas Machner Stabsstelle Presse und Unternehmenskommunikation
Universitätsmedizin Halle

    Wenn Krebstherapien komplexer werden, steigt auch der Anspruch an die Pflege. Um dieser Entwicklung zu begegnen, fördert die Deutsche Krebshilfe eine Stiftungsprofessur für „Onkologische Pflegepraxis“ an der Universitätsmedizin Halle mit 1,5 Millionen Euro. Ziel ist es, die onkologische Fachpflege in den Bereichen Versorgung, Forschung und Lehre besser auf die besonderen Anforderungen von Krebspatient:innen vorzubereiten.

    Die Stiftungsprofessur wird am Krukenberg Krebszentrum, einem zertifizierten onkologischen Zentrum der Universitätsmedizin Halle, angegliedert. Dadurch ergibt sich ein besonders enger Kontakt zur Krankenversorgung. Unter Leitung der Professur entsteht eine neue Arbeitsgruppe, die Angebote der supportiven Pflege in der Onkologie ausbauen und weiterentwickeln soll. Solche Angebote helfen dabei, Nebenwirkungen von Krebstherapien zu lindern und die Lebensqualität sowie die psychische Stabilität der Patient:innen zu verbessern.

    Um die Forschung näher an die klinische Praxis zu rücken, ist ein Programm für „Clinical Nurse Scientists“ vorgesehen. Darin erhalten studierte Pflegefachpersonen die Möglichkeit, sich parallel zu ihrer Arbeit in der Praxis wissenschaftlichen Fragestellungen zur onkologischen Pflege zu widmen.

    Erweitertes Studienangebot geplant

    Ein weiterer zentraler Bestandteil der Stiftungsprofessur ist die Entwicklung eines maßgeschneiderten Studienangebots. Aufbauend auf dem in Halle bereits etablierten Masterstudiengang „Gesundheits- und Pflegewissenschaften“ ist eine Spezialisierung im Bereich der onkologischen Pflege vorgesehen. Dabei sollen Elemente der Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“ mit wissenschaftlichen Methoden verbunden werden, um evidenzbasiertes und reflektiertes Handeln in der Praxis zu fördern. Neben Halle erhält nur noch die Universität Freiburg eine entsprechende Förderung für diesen bisher einzigartigen Lehrstuhl. Die Konzeption des neuen Studienangebots erfolgt in Zusammenarbeit beider Stiftungsprofessuren.

    „Die Deutsche Krebshilfe reagiert auf einen bestehenden Nachholbedarf in der Lehre und Forschung zur onkologischen Pflege. Dass wir uns im Wettbewerb um diese einzigartige Stiftungsprofessur, die sonst nur an der Universität Freiburg eingerichtet wird, durchgesetzt haben, verdeutlicht die sehr guten Voraussetzungen in Halle, Forschung, Lehre und Pflegepraxis in der Onkologie nahtlos zu verbinden. Mein Dank gilt allen Beteiligten der Universitätsmedizin Halle aus der Forschung, den Kliniken und der Pflegedirektion, die an der Vorbereitung dieser Stiftungsprofessur mitgewirkt haben“, erklärt Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

    Die Förderung durch die Deutsche Krebshilfe ist auf fünf Jahre angelegt und dient dem nachhaltigen Aufbau entsprechender Strukturen in der onkologischen Pflege.


    Weitere Informationen:

    https://www.krebshilfe.de/informieren/presse/neues-aus-der-forschung/deutsche-kr... PM der Deutschen Krebshilfe zur Förderung


    Bilder

    Die onkologische Fachpflege soll in den Bereichen Forschung, Versorgung und Lehre besser auf die besonderen Anforderungen von Krebspatient:innen vorbereitet werden. (Symbolbild)
    Die onkologische Fachpflege soll in den Bereichen Forschung, Versorgung und Lehre besser auf die bes ...

    Copyright: Universitätsmedizin Halle


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Personalia, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).