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Die deutsche Sprache ist keine leichte und schon gar nicht in literarischen Texten. Wie Schüler:innen dennoch Zugang zu Sprache und Literatur bekommen können, erforscht Prof. Dr. Magdalena Kißling. Die neuberufene Professorin für germanistische Literaturdidaktik untersucht an der Fakultät für Geisteswissenschaften, wie diskriminierend einige Erzählweisen sind und was das für die Ausbildung von Lehrkräften in einer Migrationsgesellschaft bedeutet.
Wie funktioniert literarisches Lernen unter den heutigen medialen Bedingungen? Was bedeutet das für die Auswahl, Deutung und Vermittlung von Literatur an Schulen der Sekundarstufen I und II? Prof. Dr. Magdalena Kißling möchte das herausfinden. „Mich interessiert, wie herausfordernd bestimmte Arten des Erzählens für Schüler:innen sind – etwa rassistische Sprache in Texten oder TV-Serien. Und wie Lehramtsstudierende bereits früh für den Umgang damit geschult werden können“, sagt die Didaktikerin der Universität Duisburg-Essen (UDE).
Aktuell erhebt Professorin Kißling empirisch, wie Schüler:innen der Sekundarstufen mit Erzählungen in digitalen Medien umgehen. „Der Konsum von Geschichten läuft bei vielen inzwischen meist digital und multimedial über Streaming-Dienste, Lernplattformen oder E-Books. Auf dieser Basis möchte ich ermitteln, wie sie mit Geschichten im Serienformat umgehen. Erinnern sie sich an den Erzählstrang oder konsumieren sie ihn nur? Und wie anders nehmen sie Serien im Vergleich zu Texten auf?“ Im Projekt ‚Mit Postmigrantischer Literatur(-didaktik) zur Selbstermächtigung‘ (PoLiS) analysiert sie derzeit mit der PH Schwäbisch Gmünd zudem die optimale Ausbildung von Deutschlehrer:innen. „Lehrkräfte sollten neue fiktionale Erzählweisen über Migration kennenlernen und jede Art von Diskriminierung im Unterricht bewusst unterbinden“, so die UDE-Wissenschaftlerin. Gefördert wird die Studie bis 2027 mit 345.700 Euro vom Bundesbildungsministerium und der Europäischen Union.
Kißling studierte Germanistik und Sozialwissenschaften auf Lehramt (2007-2012) an der Universität Istanbul (Türkei) und der Universität Köln, wo sie anschließend Wissenschaftliche Mitarbeiterin (2013-2019) war. Nach der Promotion (2018) mit dem Titel „Weiße Normalität. Perspektiven einer postkolonialen Literaturdidaktik“ war sie Referendarin an einem Kölner Gymnasium (2019/2020) und lehrte im Ausland an drei Universitäten (2023/2024): der University Cerrahpaşa (Türkei), der Lucian Blaga University (Rumänien) und der Universität Klagenfurt (Österreich). Zurück in Deutschland war sie Juniorprofessorin für Literatur- und Mediendidaktik (2020-2025) an der Universität Paderborn und erhielt dort 2021 den Lehrpreis.
Für die Presse:
Ein Foto von Prof. Dr. Magdalena Kißling (© UDE / Alexandra Roth) finden Sie zur Publikation unter folgendem Link:
https://mediaportal.uni-due.de/search
Weitere Informationen:
Prof. Dr. phil. Magdalena Kißling, Tel. 0201/18-33414, magdalena.kissling@uni-due.de
Redaktion: Dr. Alexandra Nießen, Tel. 0203/37 9-1487, alexandra.niessen@uni-due.de
Wie läuft Literaturunterricht an Schulen? Prof. Dr. Magdalena Kißling erforscht es.
Copyright: UDE/Alexandra Roth
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Kunst / Design, Pädagogik / Bildung, Sprache / Literatur
überregional
Personalia, Schule und Wissenschaft
Deutsch

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