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05.02.2026 15:09

RCT belegt Wirksamkeit der digitalen Intervention mylovia bei weiblicher sexueller Dysfunktion

Larissa Host Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
MSH Medical School Hamburg - University of Applied Sciences and Medical University

    Sexuelle Funktions- und Schmerzstörungen sind für viele Frauen Realität, aber immer noch ein Tabuthema. Das Fehlen spezialisierter therapeutischer Angebote geht mit einer erheblichen Unterversorgung bei weiblicher sexueller Dysfunktion einher. Ein Forschungsteam von GAIA, als Public Health Unternehmen weltweit führend in der Entwicklung evidenzbasierter digitaler Therapiesysteme, untersuchte in Kooperation mit Wissenschaftler:innen u.a. der MSH die digitale Intervention „mylovia“. Die randomisierte, kontrollierte klinische Studie (RCT), deren Ergebnisse aktuell in npj Digital Medicine veröffentlicht wurden, zeigt eine statistisch signifikante und klinisch relevante Wirksamkeit von mylovia.

    Sexuelle Funktions- und Schmerzstörungen sind für viele Frauen Realität, aber immer noch ein Tabuthema. Das Fehlen spezialisierter therapeutischer Angebote geht mit einer erheblichen Unterversorgung bei weiblicher sexueller Dysfunktion einher. Ein Forschungsteam von GAIA, ein Public Health Unternehmen, das weltweit führend in der Entwicklung evidenzbasierter digitaler Therapiesysteme ist, untersuchte in Kooperation mit Wissenschaftler:innen der MSH Medical School Hamburg, der Universität zu Lübeck und dem Institut für Sexual-, Psycho- und Traumatherapie München die digitale Intervention „mylovia“. Die randomisierte, kontrollierte klinische Studie (RCT), deren Ergebnisse aktuell in npj Digital Medicine veröffentlicht wurden, zeigt eine statistisch signifikante und klinisch relevante Wirksamkeit von mylovia.

    In der Studie mit 252 Frauen ab 18 Jahren, bei denen eine sexuelle Funktions- oder Schmerzstörung vorlag, zeigte sich nach drei Monaten Nutzung von mylovia in der Interventionsgruppe im Vergleich zu einer Kontrollgruppe eine statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserung der Symptome. Es zeigte sich bei der Nutzung von mylovia signifikante Verbesserungen in Bezug auf das sexuelle Verlangen, die sexuelle Zufriedenheit sowie in Bezug auf Gedanken und Verhalten im Kontext sexueller Schmerzen. Die digitale Intervention zeigt ähnliche Effektstärken wie Face-to-Face Psychotherapie bei weiblichen sexuellen Funktionsstörungen. Als selbstgeleitete Intervention bietet mylovia damit die Chance auf eine Behandlung betroffener Frauen und trägt dazu bei, den Gender Health Gap zu verringern.

    Wiebke Blaszcyk, Sexualtherapeutin und Studienleitung für mylovia bei GAIA, erklärt: „Wir haben in Deutschland ein massives Versorgungsproblem im Bereich sexueller Funktionsstörungen bei Frauen. Auch Gynäkolog:innen stehen bei Libido-, Erregungs-, Orgasmus- und Schmerzstörungen oft vor einem Fragezeichen, wenn organische Ursachen ausgeschlossen werden können. Deshalb freuen wir uns besonders, dass mylovia diese Frauen wirksam unterstützen kann.“

    mylovia ist eine digitale therapeutische Anwendung, die auf wissenschaftlich fundierten psychotherapeutischen Verfahren basiert. mylovia gibt Betroffenen alltagsnahes Wissen sowie konkrete Übungen an die Hand. Die Hauptfunktion besteht in einem virtuellen Dialog. Das bedeutet, dass mylovia der Nutzerin kurze Informationen anbietet und die Nutzerin dann aus einer festgelegten Anzahl von vorgegebenen Antwortmöglichkeiten diejenige auswählt, die sie am meisten interessiert und/oder am besten zur individuellen Situation passt. mylovia geht empathisch auf diese Antwort ein und vermittelt nachfolgend die nächste Information, auf die die Nutzerin dann wiederum reagieren kann. Auf diese Weise entsteht ein adaptiver Interaktionsprozess, der in seiner Struktur einem therapeutischen Gespräch nachempfunden ist.

    Aufgrund der positiven Studienergebnisse wurde mylovia zur Kostenerstattung beim BfArM eingereicht. Im Falle einer Zulassung wäre die Intervention über den Weg der Digitalen Gesundheitsanwendung (DiGA) von Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen verordnungsfähig.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Wiebke Blaszcyk, M.Sc. Psych.
    GAIA AG
    Hans-Henny-Jahnn-Weg 53
    22085 Hamburg
    Telephon: +49 40 3510520
    E-mail: wiebke.blaszcyk@gaia-group.com

    Prof. Dr. Johanna Schröder
    Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie
    MSH Medical School Hamburg
    University of Applied Sciences and Medical University
    Am Kaiserkai 1
    20457 Hamburg
    Telefon: +49 40 - 3612264 - 9263
    E-mail: johanna.schroeder@medicalschool-hamburg.de


    Originalpublikation:

    Blaszcyk, W., Büttner, M., Betz, L. T., Riepenhausen, A., Jacob, G. A., & Schröder, J. (2026). Digital intervention mylovia improves sexual functioning in women with sexual dysfunction in randomized controlled trial. npj Digital Medicine, 9, 115. https://doi.org/10.1038/s41746-026-02385-z


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Psychologie
    überregional
    Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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