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Wissenschaft
Die Royal Aeronautical Society (Munich Branch) und die Hochschule München laden Sie herzlich zu einem hochkarätigen Vortragsabend ein, der sich mit einer der spannendsten Kontroversen der Luftfahrtgeschichte befasst
Datum: Donnerstag, 26. Februar 2026
Uhrzeit: 17:30 Uhr
Ort: Hochschule München, Lothstraße 64, "Roter Würfel"
Die Erstflug-Debatte: Ein wissenschaftlicher Krimi
Gelang dem aus Franken stammenden Gustav Weißkopf bereits am 14. August 1901 der erste Motorflug der Geschichte – mehr als zwei Jahre vor den Gebrüdern Wright? Diese Frage spaltet bis heute die Fachwelt und sorgt für kontroverse Diskussionen unter Luftfahrthistorikern.
Hauptredner: John Brown
Der renommierte Historiker, Fluglehrer und Luftfahrtsachverständige John Brown wird den aktuellen Stand der Erstflugsdebatte präsentieren. Brown hat in mehrjähriger Forschungsarbeit zahlreiche zeitgenössische Dokumente aus verschiedenen Archiven zusammengetragen, die neue Perspektiven auf diese historische Frage eröffnen.
Forschung an der Hochschule München
Begleitend werden an der Hochschule München seit mehreren Jahren unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Klemens Rother rechnerische und teils auch experimentelle Untersuchungen zur Flugfähigkeit von Weißkopfs Flugzeug durchgeführt. Dabei werden historische Forschung und moderne ingenieurwissenschaftliche Methoden miteinander verknüpft – z.B. durch Anwendung von numerischer Simulation für innovative, besonders leichte Tragwerkskonzepte.
Programm (presented in English language)
17:30 Uhr – Begrüßung
Prof. Dr. Sonja Munz, Vizepräsidentin Forschung, Hochschule München
17:45 Uhr – Eröffnung
Brian Phillipson, Chairman RAeS Munich Branch
18:00 Uhr – Hauptvortrag
John Brown: "The First Powered Flight – Evidence and Analysis"
19:00 Uhr – Forschungsprojekte
Prof. Dr.-Ing. Klemens Rother: "Motivation, Überblick und Status der Weißkopf-Projekte an der Hochschule München"
19:45 Uhr – Diskussion
20:00 Uhr – Empfang und Networking
Hintergrund: Gustav Weißkopf (1874-1927)
Gustav Albin Weißkopf wurde am 1. Januar 1874 in Leutershausen, Bayern, geboren und wanderte in jungen Jahren in die USA aus, wo er sich Gustave Whitehead nannte. Die Belege für lange Flüge Weißkopfs sind laut Forschern erheblich stärker als die für den Erstflug der Brüder Wright vom Dezember 1903, bei dem von vier Flügen drei unter 60 Meter blieben.
Die Kontroverse wird durch das Fehlen eindeutiger fotografischer Beweise und durch widersprüchliche historische Quellen befeuert. Während traditionell die Wright-Brüder als erste Motorflieger gelten, haben neuere Forschungen diese Sichtweise in Frage gestellt.
Prof. Dr.-Ing. Klemens Rother
E-Mail: klemens.rother@hm.edu
Gustav Weißkopf mit seiner Tochter (rechts) und der „Nr. 21“
Copyright: Stadt Leutershausen
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, jedermann
Geschichte / Archäologie, Maschinenbau
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
Deutsch

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