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Ein schwimmfähiges Kanu aus Beton? Was zunächst ungewöhnlich klingt, ist ein eindrucksvolles Beispiel moderner Ingenieurkunst, innovativer Betontechnologie und praxisnaher Lehre. Nach der erfolgreichen Premiere 2024 geht das interdisziplinäre Team „BetonBiber“ der HBC beim internationalen Wettbewerb in Brandenburg an der Havel erneut an den Start. Rund 20 Studierende aus Bauingenieurwesen, Architektur, Holzbau-Projektmanagement, Projektmanagement und BWL arbeiten gemeinsam an einem klaren Ziel: Das neue Kanu soll rund 100 kg leichter werden als das Vorgängermodell – unter anderem durch optimierte Betonrezepturen, Hanfbewährung und alternative Schalungssysteme.
Ein schwimmfähiges Kanu aus Beton mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, ist jedoch ein eindrucksvolles Beispiel für moderne Ingenieurkunst und innovative Betontechnologie. Genau darum geht es bei der Betonkanu-Regatta der Deutschen Zement- und Betonindustrie, die im Juni 2026 bereits zum 20. Mal ausgetragen wird. Der internationale Wettbewerb richtet sich an Ausbildungsstätten, Hochschulen und Universitäten, an denen Betontechnik gelehrt wird. Auch die Hochschule Biberach (HBC) ist erneut mit einem Team dabei.
Nach der erfolgreichen Premiere im Sommer 2024 nimmt die Hochschule zum zweiten Mal an der Regatta teil. Bei der ersten Teilnahme überzeugten die Studierenden nicht nur dadurch, dass beide Kanus schwimmfähig waren, sondern schafften es mit ihrem Mixed-Team sogar in die zweite Runde beim Ruderwettkampf. Auch mit einem aufwändig gestalteten Präsentationsstand konnte das Team punkten. In diesem Jahr sind die Ziele noch ambitionierter.
Interdisziplinäres Team „BetonBiber“
Unter dem Teamnamen „BetonBiber“ arbeiten aktuell rund 20 Studierende aus den Studiengängen Bauingenieurwesen, Architektur, Holzbau-Projektmanagement, Projektmanagement und Betriebswirtschaftslehre gemeinsam an dem Projekt. Die Projektleitung liegt vollständig in studentischer Verantwortung. Fachlich betreut wird das Team von Prof. Dr.-Ing. Christian Kulas (Konstruktiver Ingenieurbau, Massivbau). Unterstützt wird das Projekt unter anderem durch das Wasserbaulabor, und die Baubetonprüfstelle z.B. bei der Entwicklung der Betonrezeptur.
„Wir gehen nun in die zweite Runde und ich bin zunächst mal froh, dass wir wieder ein motiviertes und gut strukturiertes Team gefunden haben“, freut sich Prof. Kulas über die erneute Teilnahme. „Ich bin mir sicher, dass wir im Juni wieder bei der Betonkanu-Regatta dabei sind und vielleicht können wir ja unser Ergebnis vom letzten Mal sogar noch verbessern.“
Weitere Studierende sind eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen – ausdrücklich auch aus anderen Fachrichtungen wie der Biotechnologie und Architektur. Neben der technischen Umsetzung spielen nämlich auch Design, Nachhaltigkeit, Kommunikation und Social Media eine Rolle, da diese Aspekte ebenfalls in die Bewertung des Wettbewerbs einfließen.
Leichtbau, Materialforschung und Nachhaltigkeit
Technisch setzt sich das Team ehrgeizige Ziele: Das neue Betonkanu soll rund 100 Kilogramm leichter werden als das Vorgängermodell 2024. Statt etwa 220 Kilogramm strebt das Team ein Gewicht von rund 120 Kilogramm an. Dafür werden unterschiedliche Betonrezepturen, Zusatzstoffe und alternative Schalungssysteme getestet.
Wie bereits beim letzten Wettbewerb kommt erneut Hanfbewährung zum Einsatz. In Versuchsreihen stellt das Team Betonplatten mit und ohne Bewehrung her, um insbesondere das Biegeverhalten zu untersuchen. Ergänzend werden Mischungen mit Fließmitteln und Kalksteinanteilen erprobt, um Verarbeitbarkeit, Festigkeit und Oberflächenqualität weiter zu verbessern. Auch Nachhaltigkeitsaspekte spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle.
Erfahrungen weitergeben – Motivation bleibt hoch
Sechs Studierende aus dem ersten Betonkanu-Team sind erneut dabei und bringen ihre Erfahrungen in das aktuelle Projekt ein. Ida Wolbink, Studentin im Bauingenieurwesen, war bereits beim letzten Mal im Team und schätzt vor allem den Praxisbezug: „Es hat einfach Spaß gemacht, ein eigenes Projekt von Anfang bis Ende umzusetzen. Man lernt unglaublich viel – fachlich, aber auch im Team.“
Auch Valentin Zwahr, der ebenfalls bereits an der ersten Teilnahme mitgewirkt hat, betont den Mehrwert: „Wir konnten viele Prozesse aus dem letzten Projekt übernehmen und weiterentwickeln. Ohne diesen Wissenstransfer wäre der Einstieg für das neue Team deutlich schwieriger gewesen.“
Für neue Teammitglieder – darunter auch mehrere Studentinnen – ist das Projekt eine besondere Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln, Verantwortung zu übernehmen und studiengangsübergreifend zusammenzuarbeiten.
Mit Beginn des Sommersemesters - Mitte März - sollen die ersten Betonagen erfolgen. Je nach Verlauf der Tests ist geplant, erneut mit zwei Kanus im Juni an den Start zu gehen. Das Projekt steht beispielhaft für praxisorientierte Lehre, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Innovationsfreude an der Hochschule Biberach.
kulas@hochschule-bc.de
https://www.hochschule-biberach.de/betonkanu
Team BetonBiber
Quelle: Hochschule Biberach
Copyright: Hochschule Biberach
Anmischung von Beton
Quelle: Hochschule Biberach
Copyright: Hochschule Biberach
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Bauwesen / Architektur, Geowissenschaften, Umwelt / Ökologie, Werkstoffwissenschaften
überregional
Studium und Lehre, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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