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Wissenschaft
Das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) war 2025 mit 58 Fellows und mehr als 40 Fachveranstaltungen voll ausgelastet. Mehr als 530 Gäste besuchten die öffentlichen Veranstaltungen. Die Zahl der Online-Zuschauerinnen und -zuschauer konnte sogar verdoppelt werden. 2025 startete das Wissenschaftskolleg außerdem ein Hörfunkangebot für die Öffentlichkeit und engagiert sich seitdem verstärkt auf europäischer Ebene für die Sichtbarkeit exzellenter Forschung im Nordwesten.
Am 06.02.2025 feierten mehr als 220 Gäste aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur den traditionellen Neujahrsempfang des HWK am Delmenhorster Lehmkuhlenbusch. Der Abend wurde lichtkünstlerisch erneut von der Künstlergruppe RaumZeitPiraten gestaltet.
Große Nachfrage nach Förderangeboten und Exzellenzinitiative
2025 erhielt das HWK fast 40% mehr Bewerbungen auf zukünftige Forschungsstipendien. 58 Fellows aus 26 Ländern kamen in diesem Zeitraum nach Delmenhorst, sieben von ihnen aus dem globalen Süden. Das HWK war damit voll ausgelastet. Die Fellows standen in 71 Kooperationen mit regionalen Forschungseinrichtungen, 67 Mal mit den Universitäten Bremen und Oldenburg. Mehr als 40 wissenschaftliche Veranstaltungen fanden am HWK statt.
Als Mitglied der "Northwest Alliance", dem neuen Forschungs- und Transferraum im Nordwesten Deutschlands, und Kooperationspartner im Exzellenzverbund der beiden Universitäten Bremen und Oldenburg, war das Wissenschaftskolleg 2025 Arbeitsmittelpunkt für die Ausarbeitung des Antrags für die Exzellenzinitiative.
"Das HWK ist ein Kernelement der regionalen Wissenschaftslandschaft und Motor für internationale Kooperation. Dass es als Kooperationspartner der beiden Universitäten Bremen und Oldenburg für die Exzellenzinitiative 2025 Ort der Ausarbeitung des Antrags sein durfte, trug dieser wichtigen Rolle anschaulich Rechnung und freut mich ganz besonders", so Prof. Kerstin Schill, Rektorin des HWK, in Ihrer Eröffnungsrede zum Neujahrsempfang.
Rasantes Digitalwachstum, neues Hörfunkprogramm und Themenschwerpunkt Wahl 2026
2025 zogen neun öffentliche Vorträge über 530 Besucherinnen und Besucher aus der Region an den Lehmkuhlenbusch. Vier von ihnen fanden in Zusammenarbeit mit der Delmenhorster Universitäts-Gesellschaft statt. Sie widmeten sich mit Themen wie Rechtspopulismus, Ethik der KI, oder der Zukunft der Arbeit in besonderem Maße Entwicklungen, die die Gesellschaft beschäftigen.
Die Zahl der Abonnenten des Digitalkanals "HWK digital", über den alle HWK-Vorträge abrufbar sind, wuchs 2025 auf 460, ein Wachstum von fast 30%. Die Zuschauerzahl verdoppelte sich im selben Zeitraum. Alle Vortragsaufzeichnungen sind mit Untertiteln in mehr als 25 Sprachen abrufbar, ein Angebot besonders für fremdsprachige Delmenhorsterinnen und Delmenhorster.
2026 wendet sich das öffentliche Veranstaltungsprogramm unter anderem der Geschichte des Grundgesetzes, der Medienfreiheit und dem Demokratievertrauen zu. Im September thematisiert ein Schwerpunkt zur niedersächsischen Kommunalwahl in Zusammenarbeit mit der vhs Delmenhorst die Themen Wahlverhalten und Wahlbetrug im digitalen Zeitalter.
2025 startete das Wissenschaftskolleg in Kooperation mit Radio WeserTV ein regelmäßiges Hörfunkangebot. Einmal monatlich sprechen der Leiter der Kommunikation am HWK, Bijan Kafi, oder der Geschäftsführer von Radio WeserTV, Mark Sender, in der Sendung "Wissenschaft am Hanse-Wissenschaftskolleg" mit einem HWK-Fellow oder Gast über seine oder ihre Forschung und ihre gesellschaftliche Relevanz. 2025 ging es in neun Sendungen unter anderem um Leseforschung, kindliche Entwicklung, Geschlechterforschung und die Geschichte der Demokratie.
Nachhaltigkeit der Förderung und europäisches Engagement
Die im Herbst 2024 gestartete neue Förderlinie für HWK-Alumni wurde 2025 fortgesetzt. Das neue Förderprojekt dient dazu, erfolgreiche Alumni nach längerer Abwesenheit erneut zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Einrichtungen in der Region anzuregen. So werden die Verbindungen zur Stadt Delmenhorst und den umliegenden Forschungseinrichtungen über ein Fellowships hinaus langfristig international gefestigt.
2025 richtete das HWK ein neues Dialogangebot für seine Fellows ein. Im Rahmen der "HWK After Hours" wird ihnen erstmals ein Gesprächsraum angeboten, der den Austausch über übergeordnete Themen erlaubt, die wissenschaftliche Arbeit in der modernen Welt betreffen, wie zum Beispiel Wissenschaftsfreiheit, Wissenschaft und globale Sicherheit, oder gesellschaftliches Engagement. Unter Anleitung eines namhaften Gastes gestattet dieses Format auch die Debatte über oft kontroverse Fragen.
Seit 2025 engagiert sich das HWK außerdem auf europäischer Ebene für die Sichtbarkeit der europäischen Institutes of Advanced Study (IAS). Gemeinsam mit fünf europäischen Partnern sucht es im Rahmen des Europanetzwerkes der IAS "NetIAS" den Nutzen dieser Institute für die deutsche und europäische Wissenschaftslandschaft zu unterstreichen, indem sie Teil des neuen Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union werden.
Rektorin Frau Prof. Kerstin Schill mit Fellows des Jahres 2026
Quelle: Torsten von Reeken
Copyright: HWK/Torsten von Reeken
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
fachunabhängig
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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