idw - Informationsdienst
Wissenschaft
BVL veröffentlicht Jahresstatistik 2025 zum Portal lebensmittelwarnung.de
323 Rückrufe haben die Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im Jahr 2025 auf dem gemeinsamen Portal „www.lebensmittelwarnung.de“ veröffentlicht. Bei knapp einem Drittel waren Krankheitserreger Grund der Meldung. Darunter waren mit 43 Meldungen Listerien die häufigste Ursache, gefolgt von Salmonellen (27). Beide Bakterien können schwere Erkrankungen auslösen.
„In den Vorjahren lagen Salmonellen in der Liste der Krankheitserreger vorn, die zu Lebensmittelrückrufen geführt haben“, sagt BVL-Präsidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl. „Seit dem Jahr 2024 stehen nun Listerien an der Spitze dieser Liste.“ Während gesunde Menschen eine Infektion mit dem Bakterium Listeria monocytogenes in der Regel nicht bemerken, kann sie vor allem bei abwehrgeschwächten Menschen, wie Älteren, Neugeborenen, chronisch Kranken, und bei Schwangeren zu schweren Krankheitsverläufen führen. Listerien können sich auch im Kühlschrank weiter vermehren. Höhere Temperaturen wie beim Kochen, Frittieren oder Grillen töten die Bakterien ab.
Neben Krankheitserregern veranlassten unter anderem Allergene, Fremdkörper sowie gesundheitsschädliche Substanzen, Rückstände und Kontaminanten die Lebensmittelunternehmen dazu, ihre Produkte zurückzurufen. Die auf lebensmittelwarnung.de veröffentlichten Meldungen bezogen sich in 90 Prozent der Fälle auf Lebensmittel. Von diesen 291 Meldungen konnte gut ein Drittel den Produktkategorien „Obst und Gemüse“ (38), „Fleisch und Wurstwaren“ (37) sowie „Eis und Süßwaren“ (32) zugeordnet werden. Auf Bedarfsgegenstände wie Kleidung, Spielwaren oder Lebensmittelverpackungen entfielen rund 7,5 Prozent der Meldungen, während die restlichen knapp 2,5 Prozent kosmetische Mittel betrafen.
Ausführliche Informationen zu den auf lebensmittelwarnung.de veröffentlichten Meldungen sind abrufbar unter: http://lebensmittelwarnung.de/statistik
Hintergrund:
lebensmittelwarnung.de ist die offizielle Plattform, die Verbraucherinnen und Verbraucher deutschlandweit über Rückrufe und sonstige relevante Meldungen zu Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Mitteln zum Tätowieren informiert. Das Angebot steht als Webseite und App für mobile Endgeräte zur Verfügung. Die zuständigen Behörden der 16 Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) publizieren hier im Rahmen ihrer Zuständigkeiten Informationen zu Produkten, die möglicherweise gesundheitsgefährdend bzw. aus anderen Gründen für den Verzehr oder Gebrauch ungeeignet sind oder Verbraucherinnen und Verbraucher täuschen können.
Weiterführende Informationen
• Portal Lebensmittelwarnung: http://lebensmittelwarnung.de
• App für Android (Google Play Store): https://play.google.com/store/apps/de-tails?id=de.bund.bvl.lmwapp
• App für iOS (App Store): https://apps.apple.com/app/lebensmittelwarnung-de/id6453756233
• Informationen zum Portal: http://bvl.bund.de/DE/Aufgaben/07_Lebensmittelwarnungen/LMwarnungen_node.html
• Aktuelle Statistik: http://lebensmittelwarnung.de/statistik
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Tier / Land / Forst
überregional
Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).