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Wie wirken sich Elternzeit, Arbeitszeit oder Pflegeleistungen in Deutschland auf die Gesundheit von Menschen und den Arbeitsmarkt aus? Das untersucht Prof. Dr. Daniel Kühnle von der Universität Duisburg-Essen. Seit Oktober forscht er als neuer Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Arbeitsmarkt- und Gesundheitsökonomik, an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften; zuvor war er dort bereits als Juniorprofessor tätig.
Aktuell arbeitet Prof. Dr. Daniel Kühnle an einer Studie zur Optimierung der Leistungen für die Langzeitpflege. „Wir möchten herausfinden, welche Pflegeleistungen welche Wirkung haben – auf Gesundheit, Sterblichkeit und Erwerbstätigkeit der Menschen“, erklärt er und ergänzt erfreut: „Damit können wir einen Beitrag zu einer effizienten und gerechten Pflegepolitik leisten.“ Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit 325,000 Euro. „Ich möchte verstehen, wie sich politische Maßnahmen im Pflegebereich auch auf unseren Alltag auswirken. Und wie man sie – wenn nötig – besser gestalten könnte“, so der 42-Jährige.
In einer weiteren Studie untersucht Professor Kühnle an der Universität Duisburg-Essen (UDE) Regulierungen der Arbeitszeit und wie sie sich auf die Gesundheit von Beschäftigten sowie auf das Leben von Familien auswirken. Wenn Eltern und Kinder zusammenwohnen und es berufliche Probleme gibt, seien bisher meist die Frauen zuhause geblieben. Der dreifache Vater weiß, wie stark berufliche Vorgaben einschränken können. „Am Berufsleben der Menschen kann ich natürlich nichts ändern. Ich möchte aber Impulse für politischen Konzepte und Entscheidungen geben. Aus unserer Forschung lässt sich belastbar ableiten, dass eine verbindliche tägliche Obergrenze der Arbeitszeit die Gesundheit von Beschäftigten schützt – und zwar nicht nur kurzfristig, sondern über den gesamten Lebensverlauf hinweg.“
Daniel Kühnle studierte Politik- und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Leeds (2003-2007, England) und Lund (2005-2006, Schweden). Nach seinem Master-Abschluss (2008) war er von 2009 bis 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der australischen University of Melbourne und wurde 2014 an der Universität Erlangen-Nürnberg mit einer Arbeit über Gesundheit und Lebenszufriedenheit promoviert.
Für die Presse:
Ein Foto von Prof. Dr. Daniel Kühnle (© UDE / Fabian Strauch) finden Sie zur Publikation unter folgendem Link:
https://mediaportal.uni-due.de/search
Weitere Informationen:
Prof. Dr. rer. pol. Daniel Kühnle, Tel. 0201/18-36968, daniel.kuehnle@uni-due.de
Redaktion: Dr. Alexandra Nießen, Tel. 0203/37-91487, alexandra.niessen@uni-due.de
Lehrstuhl für VWL, insb. Arbeitsmarkt und Gesundheit: Prof. Dr. rer. pol. Daniel Kühnle, Tel. 0201/18-36968, daniel.kuehnle@uni-due.de
Wie hängen Politik, Arbeit und Gesundheit zusammen? Prof. Dr. Daniel Kühnle untersucht es.
Copyright: UDE/Fabian Strauch
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Gesellschaft, Wirtschaft
überregional
Personalia
Deutsch

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