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23.02.2026 16:34

Wahl-O-Mat-Alternative „Party-Check“ für Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

Kathrin Voigt Kommunikation und Medien
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Wahlhilfe-Tool basiert auf politikwissenschaftlicher Expertise des Länder Expert Survey statt auf Selbstpositionierung von Parteien

    Am 22. März 2026 findet die Wahl zum 19. Landtag von Rheinland-Pfalz statt. Um Wählerinnen und Wähler bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, hat Politikwissenschaftler Dr. Nils Steiner von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) gemeinsam mit Dr. J. Philipp Thomeczek von der Universität Potsdam, Prof. Dr. Marc Debus von der Universität Mannheim, Prof. Dr. Christian Stecker von der TU Darmstadt und Prof. Dr. Thomas Bräuninger von der Universität Mannheim eine innovative Wahlhilfe entwickelt: den "Party-Check". Das neue Tool ist ab sofort online verfügbar und ermöglicht es herauszufinden, wie stark die eigenen Positionen mit denen von Parteien in Rheinland-Pfalz übereinstimmen. Anders als beim Wahl-O-Mat basiert die Parteipositionierung dabei auf einer Befragung politikwissenschaftlicher Expertinnen und Experten.

    Der "Party-Check" führt Nutzerinnen und Nutzer durch 16 ausgewählte Fragen zu aktuellen politischen Themen, darunter Gemeinschaftsschulen, Mietpreisbremse, Stadtbild-Debatte, Verbrenner-Aus, Klimaschutz und der Umgang mit der AfD. Am Ende erhalten die Teilnehmenden ein Ergebnis, das in Prozent angibt, inwieweit sie mit den jeweiligen Parteien in einzelnen Themenbereichen übereinstimmen. Zusätzlich wird eine Einordnung auf einer Links-Rechts-Skala berechnet. Anschließend haben die Nutzerinnen und Nutzer zwei Möglichkeiten: Sie können ihre Daten vollständig löschen oder – durch die Beantwortung weiterer Fragen, etwa zur eigenen Wahlabsicht – die wissenschaftliche Forschung unterstützen.

    Das Besondere: Die Parteipositionen stammen nicht von den Parteien selbst, sondern aus dem "Länder Expert Survey", einer Befragung politikwissenschaftlicher Expertinnen und Experten zu den Positionen der Parteien in den einzelnen Bundesländern. "Die Befragung von Expertinnen und Experten ist eine in der Forschung etablierte Methode zur Positionierung von Parteien", erklärt Dr. Nils Steiner vom Institut für Politikwissenschaft der JGU. Die Daten des "Länder Expert Survey" stehen der Forschung bereits offen zur Verfügung. "Wir verstehen das Tool als Ergänzung zum Wahl-O-Mat, bei dem sich die Parteien selbst positionieren", so Steiner weiter. An Grenzen stößt die Methode bei kleinen Parteien: Der "Party-Check" für Rheinland-Pfalz ermöglicht daher einen Abgleich mit den Positionen von SPD, CDU, Grünen, AfD, FDP, Freien Wählern, BSW und Die Linke.

    Der "Party-Check" ist ab sofort online unter https://party-check.org/ verfügbar und bietet eine anschauliche Möglichkeit, die eigenen politischen Ansichten zu erkunden und Überschneidungen mit Parteien für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zu ermitteln. Eine Version des "Party-Check" für die Landtagswahl in Baden-Württemberg steht dort ebenfalls bereit.


    Weiterführende Links:
    https://party-check.org – Party-Check 2026: Landtagswahl-Termine & Wahlhilfe
    https://doi.org/10.7910/DVN/NSPGMQ – Länder Expert Survey und Party-Check 2026: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Nils Steiner
    Vergleichende Politikwissenschaft
    Institut für Politikwissenschaft
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    55099 Mainz
    E-Mail: steiner@politik.uni-mainz.de
    https://vergleich.politik.uni-mainz.de/start-vergleichende/dr-nils-steiner/


    Weitere Informationen:

    https://• https://party-check.org – Party-Check 2026: Landtagswahl-Termine & Wahlhilfe
    https://• https://doi.org/10.7910/DVN/NSPGMQ – Länder Expert Survey und Party-Check 2026: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin


    Bilder

    Party-Check 2026: Landtagswahl-Termine & Wahlhilfe
    Party-Check 2026: Landtagswahl-Termine & Wahlhilfe


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Politik
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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