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Wissenschaft
KOBLENZ/ BOPPARD. Mit ihrem MINT-Mobil bringt die Hochschule Koblenz seit Jahren praxisnahe Technikbildung direkt an Schulen in Rheinland-Pfalz. Wissenschaftsminister Clemens Hoch besuchte das MINT-Mobil an der RS+ Fritz Straßmann in Boppard. Das Ministerium unterstützt das Projekt seit fast acht Jahren finanziell.
Minister informiert sich vor Ort über praxisnahe MINT-Förderung
Während seines Besuchs verschaffte sich Minister Hoch einen persönlichen Eindruck von der Arbeit des MINT-Mobils. Er beobachtete Schülerinnen und Schüler bei ihren Projekten und kam mit den studentischen Tutorinnen und Tutoren sowie mit Projektinitiator Prof. Dr. Johannes Stolz ins Gespräch.
„Die Zukunft unseres Landes hängt entscheidend von gut ausgebildeten Fachkräften ab – besonders in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Deshalb ist es für uns in Rheinland-Pfalz ein wichtiges bildungs- und hochschulpolitisches Ziel, junge Menschen frühzeitig und praxisnah für diese Fächer zu begeistern. Das MINT-Mobil der Hochschule Koblenz leistet dazu einen wertvollen Beitrag: Es bringt Wissenschaft direkt an die Schulen, macht MINT-Themen greifbar und weckt Neugier auf Studiengänge in diesen zukunftsweisenden Bereichen. So gewinnen wir junge Menschen für unsere Hochschulen und stärken zugleich die Innovationskraft des Landes“, so Wissenschaftsminister Clemens Hoch.
Das Klassenzimmer wird zum Elektrolabor
Das MINT-Mobil verfolgt einen aufsuchenden Ansatz: Statt Schulklassen an die Hochschule einzuladen, kommen zwei Studierende gemeinsam mit Prof. Stolz direkt an die Schulen. Mit Werkzeugkisten, Materialien und eigens entwickelten Bausätzen verwandeln sie jeden Klassenraum innerhalb weniger Minuten in ein voll ausgestattetes Elektro-Labor. Nach einer kurzen Sicherheitsunterweisung heißt es: „Hands on!“
„Gelernt wird über die Finger“ – Praxis statt Frontalunterricht
„Gelernt wird hier über die Finger. Einen erklärenden Unterricht in der konventionellen Form, wie ihn die Schülerinnen und Schüler sonst kennen, gibt es lediglich für Sicherheitshinweise und den ersten Bausatz. Danach wird gelötet, gebastelt und geschraubt“, erklärt Prof. Stolz, Initiator des MINT-Mobils.
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten eigenständig an Projekten wie USB-Taschenlampen, USB-Powerbanks, Lauflichtern, Putzrobotern oder Smartphone-Boomboxen. Die Bausätze wurden von der Hochschule Koblenz entwickelt oder gezielt weiterentwickelt.
Studierende als Tutorinnen und Tutoren auf Augenhöhe
Charakteristisch für das MINT-Mobil ist die besondere Lernatmosphäre: Die Tutorinnen und Tutoren begegnen den Jugendlichen auf Augenhöhe – eher im Sinne eines „großen Geschwisters“ als im klassischen Lehrer-Schüler-Verhältnis. So sollen Berührungsängste gegenüber technischen Berufen abgebaut und Interesse an einem späteren Studium im MINT-Bereich geweckt werden.
„Es kommen immer wieder neue Erstsemester an die Hochschule, die sagen: ‚Ich kenne euch vom MINT-Mobil‘“, so Prof. Stolz. Auch der Präsident der Hochschule Koblenz betont die strategische Bedeutung des Projekts: „Mit dem MINT-Mobil bringen wir die Begeisterung für Technik direkt zu den jungen Menschen ins Klassenzimmer. Unser Ansatz zeigt, dass praktisches Erleben, eigenständiges Tüfteln und eine persönliche Begleitung auf Augenhöhe nachhaltiges Interesse an einem Studium im MINT-Bereich wecken können.“
Nachhaltige Bausätze mit Alltagsbezug
Die am Projekttag gefertigten Produkte dürfen die Schülerinnen und Schüler mit nach Hause nehmen. Dabei wird bewusst auf alltagsnahe und nachhaltige Anwendungen geachtet, damit die entwickelten Geräte nicht nach kurzer Zeit in der Schublade verschwinden, sondern weiter genutzt werden können.
Kostenfreie Angebote dank Landesförderung
Dank der Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit sind sämtliche Workshops für Schulen sowie für alle Schülerinnen und Schüler kostenfrei. Dies gewährleistet einen niedrigschwelligen Zugang und schließt auch sozial benachteiligte Jugendliche ausdrücklich ein. Inklusion ist gelebte Praxis: Das MINT-Mobil kann von allen weiterführenden Schulen sowie von Förderschulen gebucht werden.
Große Nachfrage – Neue Termine ab Juni 2026
Die Nachfrage ist hoch: Kurz nach Veröffentlichung der Termine ist das MINT-Mobil in der Regel ausgebucht. Ab Juni 2026 werden die neuen Termine für das Schuljahr 2026/2027 bekannt gegeben.
Über die Hochschule Koblenz
Die Hochschule Koblenz ist mit rund 9.000 Studierenden an den Standorten Koblenz, Remagen und Höhr-Grenzhausen die größte Hochschule für angewandte Wissenschaften in Rheinland-Pfalz. Sie bietet mehr als 80 praxisorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge, Fernstudiengänge und duale Studiengänge in sechs Fachrichtungen: Bauwesen und Architektur, Ingenieurwesen und Technik, Mathematik, Informatik und Künstliche Intelligenz, Wirtschaft, Freie Kunst sowie Sozialwissenschaften. Mit engen Kooperationen zu Unternehmen und Institutionen, anwendungsnaher Forschung und einer starken internationalen Ausrichtung bereitet die Hochschule Koblenz ihre Studierenden optimal auf die Herausforderungen einer globalisierten Arbeitswelt vor.
Das MINT-Mobil. Prof. Dr. Johannes Stolz (am Tisch links stehend) und Wissenschaftsminister Clemens ...
Quelle: Bernd
Copyright: MWG
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler
Elektrotechnik
überregional
Schule und Wissenschaft
Deutsch

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