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Studie zur Reduktion politischer Feindseligkeiten | Bundesforschungsministerium fördert Projekt zum Blutdruckmanagement und Delir mit knapp 4,5 Millionen Euro | Dr. Maria Rosenthal neue UKE-Professorin für Strukturelle Virologie
Studie zur Reduktion politischer Feindseligkeiten
Ein Metakognitives Training (MKT) kann einer Studie von Forschenden des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Universität Augsburg zufolge Feindseligkeiten zwischen Anhänger:innen politisch gegensätzlicher Parteien messbar verringern. Zugleich wurde die jeweils andere Partei im Anschluss an die Intervention als etwas demokratischer eingeschätzt als vorher. Rund 70 Prozent der rund 1000 Studien-Teilnehmenden gaben an, durch die Studie neue Perspektiven gewonnen zu haben. Die Intervention basiert auf dem sogenannten MKT, das ursprünglich zur Behandlung von Wahnüberzeugungen entwickelt und mittlerweile in die Behandlungsleitlinien der Schizophreniebehandlung aufgenommen worden ist. In einem kurzen Online-Format wurden die Studien-Teilnehmenden mit scheinbar einfachen Fragen konfrontiert, die typische Vorurteile gegenüber der jeweils anderen Partei aktivieren. Anschließend erhielten sie faktenbasierte, stereotype-widerlegende Antworten – kombiniert mit einer Reflexion über ihre eigene Sicherheit im Urteil.
Publikation: Moritz, S. et al. Bridging the divide: Using metacognitive training to reduce hostility between the political left and right. Political Psychology. 2026.
DOI: https://doi.org/10.1111/pops.70118
Kontakt für Rückfragen: Prof. Dr. Steffen Moritz, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Bundesforschungsministerium fördert Projekt zum Blutdruckmanagement und Delir mit knapp 4,5 Millionen Euro
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert die multizentrische, randomisiert-kontrollierte ASPIRE-85 Studie zum Thema „Intraoperatives Blutdruckmanagement und postoperatives Delir“ von UKE-Forschenden mit knapp 4,5 Millionen Euro. In der ASPIRE-85 Studie wird die Hypothese getestet, dass bei älteren Patient:innen mit Bluthochdruck das Aufrechterhalten eines höheren Blutdrucks während der Operation das Risiko für ein Delir nach der Operation im Vergleich zum derzeitigen Routine-Management reduziert. Ein Delir ist durch plötzliche Störungen in der Aufmerksamkeit und Denkfähigkeit gekennzeichnet und beeinflusst somit direkt die Gesundheit, Lebensqualität und Lebenserwartung der Patient:innen. Vor allem ältere Menschen entwickeln nach einer Operation ein Delir. Ein Delir nach einer Operation kann verschiedene Ursachen haben. Eine vermeidbare Ursache könnte ein zu niedriger Blutdruck während der Operation sein, der zu einer schlechten Durchblutung des Gehirns führt.
In die Studie sollen in den kommenden Jahren knapp 3500 Patient:innen an 16 deutschen Universitätskliniken eingeschlossen werden. Die Studie wurde von einem Team von UKE-Forschenden um Prof. Dr. Bernd Saugel, Priv.-Doz. Dr. Karim Kouz (beide Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie) und Priv.-Doz. Dr. Marlene Fischer (vormals UKE, seit Januar 2026 Medizinische Universität Innsbruck) konzipiert.
Kontakt für Rückfragen: Prof. Dr. Bernd Saugel, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie
Dr. Maria Rosenthal neue UKE-Professorin für Strukturelle Virologie
Dr. Maria Rosenthal hat zum Jahresbeginn ihre Professur für Strukturelle Virologie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) angetreten. Die Professur wird im Rahmen des Leibniz-Professorinnenprogramms gefördert. Rosenthal und ihr Team erforschen neue Therapieansätze gegen Bunyaviren – eine Gruppe von RNA-Viren mit hohem Pandemiepotenzial. Rosenthal konzentriert sich in ihrer Forschung auf das Lassavirus und verwandte Erreger, für die es bislang keine zugelassenen Medikamente gibt. Ihr Ansatz: Die virale Polymerase – ein zentrales Enzym der Virusvermehrung – soll mit präzisen Wirkstoffen gezielt blockiert werden. Dafür kombiniert ihre Arbeitsgruppe Methoden der Virologie, Strukturbiologie, Biochemie und Wirkstoffentwicklung. Die Gruppe wird in das Centre for Structural Systems Biology (CSSB) auf dem DESY-Campus in Hamburg-Bahrenfeld einziehen. Ab dem Sommersemester 2026 wird sie sich zudem in die Lehre der Biochemie und Virologie im UKE einbringen.
Prof. Rosenthal leitete seit 2020 eine durch das BMFTR geförderte erfolgreiche Nachwuchsgruppe. Diese wurde nun als Arbeitsgruppe "Strukturelle Virologie" am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) etabliert.
Kontakt für Rückfragen: Prof. Dr. Maria Rosenthal, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, rosenthal@bnitm.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Medizin
überregional
Forschungsprojekte, Personalia
Deutsch

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