idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
27.02.2026 11:34

Neue Impulse für die Zukunft des dualen Studiums - Verbundprojekt Dual³ unter der Leitung der DHBW Karlsruhe gestartet

Susanne Diringer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Duale Hochschule Baden Württemberg Karlsruhe

    Projektvorstellung: Bundesweite Zusammenarbeit stärkt Theorie Praxis Verzahnung

    Das Verbundprojekt Dual³, das im Rahmen der Ausschreibung „Lehrarchitektur“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre im April 2025 zur Förderung ausgewählt wurde, ist im Oktober 2025 offiziell gestartet. Es zählt zu den 119 Vorhaben, die sich unter insgesamt 227 eingereichten Anträgen durchsetzen konnten. Das Projekt verfügt über ein Fördervolumen in Millionenhöhe und wird von einem Team mit mehr als 20 Mitarbeitenden umgesetzt. Im Februar 2026 wurde Dual³ im Rahmen des Forschungskolloquiums der DHBW Karlsruhe hochschulöffentlich vorgestellt.

    Unter der Projektleitung der Dualen Hochschule Baden Württemberg (DHBW) Karlsruhe (Professor Dr. Roland Küstermann) arbeiten die Duale Hochschule Sachsen, die Hochschule Bielefeld sowie die Technische Hochschule Ostwestfalen Lippe hochschulartenübergreifend zusammen. Unterstützt wird der Verbund durch den Verband Duales Hochschulstudium Deutschland e. V. sowie den ILIAS open source e Learning e. V. Ein Lenkungsausschuss unter Beteiligung des DHBW Vizepräsidenten für Lehre begleitet die strategische Ausrichtung.

    Zusammenspiel von Hochschule und Praxis weiter stärken

    Ziel von Dual³ ist es, den Transfer zwischen den Lernorten Hochschule und Unternehmen systematisch weiterzuentwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, informell und non formal erworbene Kompetenzen von Studierenden sichtbar zu machen und ihre Anrechenbarkeit zu verbessern. Darüber hinaus sollen bundesweite Austauschmöglichkeiten für besondere Studienangebote geschaffen und deren Anerkennung als Studienleistungen erleichtert werden.
    Gleichzeitig werden sowohl Theorie als auch Praxisphasen im Hinblick auf Wissenschaftlichkeit und Praxisnähe weiterentwickelt. Damit adressiert Dual³ die drei zentralen Akteursgruppen dualer Studienformate: Studierende, Unternehmen sowie Hochschulen mit ihren internen und externen Lehrenden.

    Breites Partnernetzwerk aus Hochschulen und Unternehmen

    Die beteiligten Hochschulen bilden die Hauptpartner des Verbunds, während duale Praxispartner als assoziierte Partner eingebunden sind. Zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen werden aktiv am Projekt beteiligt sein.
    Konkrete Maßnahmen und Arbeitspakete
    Im Rahmen verschiedener Arbeitspakete (AP) werden konkrete Maßnahmen entwickelt und erprobt. Dazu zählen:
    • AP 1 stärkt non-formal und informell erworbene Kompetenzen und entwickelt ein Reflexionsportfolio, um diese sichtbar zu machen.
    • AP 2 fokussiert die Qualitätsentwicklung in der Praxisphase und erarbeitet ein anpassbares Modell sowie ein Begleitinstrument zur Organisation, Betreuung und Qualitätssicherung der Praxisphasen.
    • AP 3 erhebt Ausgangslagen und Veränderungsbedarfe für Mobilität in den Curricula dualer Studiengänge der Verbundpartner und entwickelt einen „Baukasten Mobilisierung“, um studentische Mobilität zwischen den Hochschulen zu ermöglichen.
    • AP 4 widmet sich der digitalen Infrastruktur für Lehren, Lernen und Kompetenzerwerb und entwickelt ein Konzept zur Bereitstellung von Lehr-/Lernmaterialien sowie einen Framework zur Kompetenzbeschreibung und -dokumentation.
    • AP 5 stärkt die Wissenschaftlichkeit und Praxisorientierung in der Lehre und entwickelt und evaluiert entsprechende Konzepte und Maßnahmen.
    • AP 6 fördert die lernortübergreifende Unterstützung der Akteur*innen im Lehr-Lern-Prozess indem ein Kompetenzmodell sowie ein Ausbildungs- und Einsatzkonzept für studentische Lehr-Lernbegleitungen (SLB) im dualen Studium entwickelt werden.

    Neben den inhaltlichen Arbeitspaketen wird das Projekt durch die querschnittlich angelegten Arbeitspakete AP 7 (Dissemination und Transfer), AP 8 (Evaluation) sowie AP 9 (agiles Projektmanagement und technische Infrastruktur) begleitet und organisatorisch gestützt.

    Transfer und nachhaltige Wirkung

    Die Ergebnisse werden über ein aufzubauendes Transfer Netzwerk interessierten Hochschulen und Praxispartnern zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise entstehen Synergien, die zur qualitativen Weiterentwicklung dualer Studienangebote beitragen und deren Zukunftsfähigkeit stärken.

    Stimmen aus der Projektleitung

    „Dual³ bietet die Chance, zentrale Herausforderungen des dualen Studiums gemeinsam und strukturiert anzugehen. Besonders wichtig ist dabei die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Hochschulen und Praxispartner“, betont Prof. Dr. Roland Küstermann, Prorektor, Dekan der Fakultät Technik an der DHBW Karlsruhe und Leiter des Verbunds.
    Dr. Anne Schreiber, Projektmanagerin und Leiterin des Education Support Centers der DHBW Karlsruhe, ergänzt: „Ein zentraler Erfolgsfaktor wird der Wissenstransfer zwischen den Partnern und in die Gesellschaft hinein sein. Unser Ziel ist es, tragfähige Lösungen zu entwickeln, die dauerhaft in die duale Bildungslandschaft integriert werden können und bundesweit Wirkung entfalten.“


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Anne Schreiber
    Projektmanagement Dual³
    Tel.: 0721 – 9735 670
    Anne.schreiber@dhbw-karlsuhe.de

    Marie Tuchscherer-Schad
    Projektmanagement Dual³
    Tel.: 0721 -9735 624
    Marie.tuchscherer@dhbw-karlsruhe.de


    Weitere Informationen:

    https://www.karlsruhe.dhbw.de/forschung-transfer/schwerpunkte-aktivitaeten/dual3...


    Bilder

    Anhang
    attachment icon Logo DualHoch3

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).