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Wissenschaft
Wissenschaftlich tätige Mütter unterschiedlicher Fakultäten und Statusgruppen sind an der Pädagogischen Hochschule Freiburg aktiv, um die Herausforderungen und Bedürfnisse von Müttern im Wissenschaftsbetrieb sichtbar zu machen und deren Arbeitsbedingungen zu verbessern. Hierzu wird ein Raum geschaffen, in dem sich Wissenschaftlerinnen mit Kind(ern) bzw. Kinderwunsch austauschen, vernetzen und gemeinsam Lösungen für ihre Herausforderungen finden können.
Der Wissenschaftsbetrieb ist geprägt von Projekten, die nicht nur fachliche Qualifikationen, sondern auch zeitliche und geografische Verfügbarkeit sowie Flexibilität erfordern. Viele müssen ihre Karriere einschränken und ihre wissenschaftlichen Ambitionen aufgeben. Insbesondere in den Qualifizierungsphasen haben Mütter nachweislich größere Schwierigkeiten, die Anforderungen der wissenschaftlichen Tätigkeit mit familiären Verpflichtungen zu vereinbaren, als Wissenschaftlerinnen ohne Kinder sowie Wissenschaftler mit oder ohne Kinder.
Deutsche Hochschulen und Universitäten fallen durch einen hohen Anteil kinderloser Professorinnen sowie eine zunehmende Kinderlosigkeit unter Wissenschaftler/-innen in den Qualifizierungsphasen auf. Im europäischen Vergleich belegen sie eine Schlussposition hinsichtlich der Integration von Frauen in die Wissenschaft. Gleichzeitig finden Mütter in der Wissenschaft häufig kreative und innovative Wege, um Familie und wissenschaftliche Karriere erfolgreich zu vereinbaren.
Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Lisa Tölle, Carolin Quenzer-Alfred und Franka Metzner-Guczka von der Fakultät I, die selbst Mütter sind und seit Mai 2025 im 3-jährigen Projekt „Moms@Science“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) tätig sind, haben die Gründung der Lokalgruppe initiiert. Die Initiative dazu geht auf das deutschlandweite Netzwerk „Wissenschaft und Mutterschaft“ zurück. Dieses wurde 2021 von Sarah Czerney von der Universität Magdeburg und Lena Eckert von der Europa-Universität Frankfurt (Oder) ins Leben gerufen und umfasst mittlerweile über 30 Lokalgruppen an Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Lokalgruppe strebt nun an, ein fester Bestandteil der Hochschule zu werden. Ziel ist es, eine ständige Arbeitsgruppe zu etablieren und eine stärkere Vernetzung zwischen Akteur/-innen aller Statusgruppen, die sich mit dem Thema Mutterschaft und Wissenschaft beschäftigen, anzubahnen.
http://www.mutterschaft-wissenschaft.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Pädagogik / Bildung
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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