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13.03.2026 12:02

Ready to transfer? Methoden, Wissen und Leitfäden für passgenaue Vermittlung von Transferkompetenzen an Hochschulen

Christiane Taddigs-Hirsch Hochschulkommunikation
Hochschule München

    „Transfer von der Theorie in die Praxis bringen und von der Pflicht zur Kür machen“ ist das Ziel der „Ready-to-Transfer“ Tool Box. Entwickelt wurde sie von einem HM-Team in einem Kooperationsprojekt zur Qualifizierung von Forschenden und Entscheiderinnen und Entscheidern kleiner und mittlerer Unternehmen. Alle Methoden, Formate und Leitfäden sind frei verfügbar.

    München, 13. März 2026 – Die Forschungswelt wandelt sich: Grundlagenforschung und angewandte Forschung rücken näher zusammen und Innovationskraft sowie Wirkung in der Gesellschaft werden für die Forschung immer wichtiger. Transfer ist als dritte Mission in den Hochschulgesetzen aller Bundesländer verankert und in zehn sogar explizit die Aufgabe von Professorinnen und Professoren.

    Die Fähigkeit von Forschenden, mit Praxispartnern aus Unternehmen und Verwaltung zusammenzuarbeiten ist eine Schlüsselkompetenz für etablierte ebenso wie für angehende Forscherinnen und Forscher. Um diese zu stärken, entwickelte das Projekt „Transferkompetenzen entwickeln“ eine „Ready-to-Transfer“ Tool Box, die alles enthält, um passgenaue Trainings für Forschende und Unternehmensleitungen anzubieten. Pragmatisch, lösungsorientiert und praxiserprobt.

    Das Kooperationsprojekt der Hochschule München (HM), des Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) sowie der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) präsentierte den modularen Trainingsbaukasten in einem Treffen der bundesweiten Fachcommunity für Transfer in Berlin unter dem Motto: „Transfer – nicht weiter wie bisher“.

    Transferkompetenzen für Forschende und Praxispartner
    Transfer meint heute nicht mehr die eindimensionale Verwertung von Forschungsergebnissen für beispielsweise Patente, Lizenzen oder Ausgründungen, sondern vor allem auch den wechselseitigen Austausch von Forschung mit der Gesellschaft. In der Praxis jedoch – so das Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2026 – wird Transfer „vielfach noch
    nicht als Kernaufgabe behandelt“. Zudem fehlen systematische Programme, um diese Schlüsselqualifikationen bei Forschenden innerhalb und außerhalb von Universitäten, an Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie auf Seiten der Praxispartner zu fördern.

    Zentrale Zielgruppe der Transfer-Box sind bei den Forschenden Promovierende und Forschende in frühen Karrierephasen. Bei Praxispartnern liegt der Fokus vor allem auf die bisher im Transfer unterrepräsentierten kleinen und mittelständischen Unternehmen. Beide Gruppen werden im Rahmen der Formate auch in Kontakt mit Forscherinnen und Forschern der Fraunhofer Gesellschaft auf die Voraussetzungen einer erfolgreichen Zusammenarbeit vorbereitet. „So lange Transfer nur als zusätzliche Aufgabe erlebt wird, werden wir mit unseren Bemühungen um die Intensivierung von Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nicht erfolgreich sein. Transfer ist eine Haltung“, sagt HM-Professorin Anke van Kempen von der Fakultät für technische Systeme, Prozesse und Kommunikation.

    Trainings-Box: Ready-to-Transfer
    Den Beitrag der HM an der Transfer-Box entwickelte van Kempen mit ihrem Team auf Basis von qualitativen und quantitativen Befragungen und mehreren Erprobungszyklen. Dabei entstanden Formate für Angebote „vor Ort“ und online, die je nach Trainingskonstellation kombinierbar sind. Das ermöglicht trainingserfahrenen Personen ad hoc passende Schulungen mit interaktivem, co-kreativem und interdisziplinärem Austausch umzusetzen. Angewandt wurden die Module bereits in der Graduate School der HM sowie im Rahmen der Zertifikation der Abschlüsse für die Berliner University Alliance (BUA).

    Im Rahmen des Fachgesprächs „Transfer – nicht weiter wie bisher“ entwickelten arrivierte Gestalterinnen und Gestalter von Transfer und dessen Rahmenbedingungen Perspektiven für die Weiterentwicklung und Gestaltung einer Transferkultur in Deutschland. Die Teilnehmenden erprobten selbst die Transfer-Box und sind begeistert: „Nicht weiter wie bisher – das bedeutet für uns, Transfer offen zu denken. Inhaltlich vielfältig, mit diversen Kooperationspartnern und ganz unterschiedlichen Zielen. Nur wenn wir das schaffen und transferaktive Forscherinnen und Forscher ernsthaft und pragmatisch unterstützen, können wir es schaffen, dass Wissenschaft zur unüberhörbaren Stimme in Politik und Gesellschaft wird“, sagt Prof. Dr. Martina Schraudner, Professorin an der Technischen Universität Berlin und Wissenschaftliche Leiterin des CeRRI.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Anke van Kempen
    anke.van_kempen@hm.edu


    Weitere Informationen:

    https://ready-to-transfer.de/ Die „Ready-to-Transfer-Box“ lässt sich auf der Webseite des Projekt abrufen.


    Bilder

    Transferkompetenzen sind Schlüsselkompetenzen: HM-Professorin Anke van Kempen und Teilnehmende erproben in Berlin die Transfer-Box, ein Baukastensystem für das Training von Transferkompetenzen
    Transferkompetenzen sind Schlüsselkompetenzen: HM-Professorin Anke van Kempen und Teilnehmende erpro ...
    Quelle: Lizanne Burkardt
    Copyright: CeRRI


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


     

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