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In der ifaa-TRENDSTUDIE „Zukunftstechnologien im produzierenden Gewerbe“ bewerteten die befragten Führungskräfte den Stand der Digitalisierung in ihrem Unternehmen im Schnitt nur mit „Ausreichend plus“. Hier besteht also deutlicher Nachholbedarf. „Bei den umgesetzten und geplanten Zukunftstechnologien dominieren 5G, Cloud Computing und generative KI das Feld“, erläutert Nils Feggeler vom ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Zur Studie: https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/studien/trendstudie-zukunf...
Digitalisierung hinkt hinterher
Bis zu 38 % der Befragten bewerten die Digitalisierung im administrativen Bereich ihres Unternehmens als mangelhaft oder ungenügend. Der Produktionsbereich kommt mit 33 % kaum besser weg. Als größtes Hemmnis bei der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen werden hohe Anpassungs- und Unterstützungsbedarfe bei eingekauften Softwarelösungen genannt. Anders als bei der Umsetzung von KI zeigen sich
abhängig von der Unternehmensgröße keine wesentlichen Unterschiede bei der
Digitalisierungsbewertung.
Künstliche Intelligenz führt
Vier von sechs der am häufigsten geplanten oder bereits umgesetzten Zukunftstechnologien in Unternehmen entstammen dem Feld der künstlichen Intelligenz. Große Unternehmen sind hier nach wie vor führend. 66 % haben bereits KI-Anwendungen umgesetzt. Kleine Unternehmen bilden dagegen mit 21 % das Schlusslicht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass seit der ifaa-KI-Studie im Jahr 2022* vor allem die Verbreitung von großen Sprachmodellen im administrativen Bereich zugenommen hat.
Hohe Akzeptanz für KI in der Regel nur dort, wo sie bereits genutzt wird:
51 % aller Befragten sehen mehr Chancen als Risiken beim Einsatz von KI im Unternehmen.
Bei genauerer Betrachtung, ergibt sich jedoch ein Unterschied in der Einschätzung von Risiken:
• In Unternehmen ohne geplante KI Einsätze sehen 53 % eher Risiken.
• In Unternehmen, die bereits KI nutzen, sehen nur 2 % Risiken.
Für die Akzeptanz von KI sind vor allem Sicherheit, Verständnis und Wissen entscheidende Faktoren.
Humanoide Robotik nach wie vor erklärungsbedürftig:
Allgemein wird humanoide Robotik für die Zukunft zwar als bedeutsame Technologie eingeschätzt, die Relevanz für das eigene Unternehmen jedoch als niedrig bewertet. Fehlende Kenntnis zu konkreten Anwendungsmöglichkeiten und Skepsis gegenüber dieser Technologie könnten die Ursachen hierfür sein.
Ausblick und Handlungsimpulse:
• Die Trendstudie zeigt weiterhin einen deutlichen Unterstützungsbedarf, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).
• Der Unterstützungsbedarf liegt weniger in der technischen Umsetzung von KI-Systemen als in deren soziotechnischer Einführung.
• Die Einführung von KI sollte nicht als reines Technologieprojekt verstanden werden, sondern als Change-Projekt.
• Für eine erfolgreiche KI-Einführung müssen alle relevanten Akteure im Unternehmen einbezogen werden.
Nils Feggeler, wissenschaftlicher Experte am ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V., ist überzeugt: „Zwar ist generative KI auf dem Vormarsch, für eine nachhaltige Verankerung bedarf es jedoch einer geeigneten digitalen Infrastruktur. Die Unternehmen müssen hier dringend aufholen.“
Die vollständigen Ergebnisse der im August 2025 durchgeführten Trendstudie finden Sie hier: https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/studien/trendstudie-zukunf...
* https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/studien/ki-in-produzierend...
Nils Feggeler
n.feggeler@wirksam.nrw
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Gesellschaft, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
Deutsch

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