idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Wiederbelebungsmaßnahmen an einer Simulationspuppe, Blutzuckermessung, Impfberatung, Zahnputzübungen oder Rückenschule – das sind Beispiele, wie Gesundheitsämter am Tag des Gesundheitsamtes am 19. März gemäß dem diesjährigen Motto „Vielfalt für Gesundheit“ ihre facettenreiche Arbeit der Öffentlichkeit vorstellen. Eine Übersicht der Aktivitäten ist auf der RKI-Internetseite zu finden.
„Um die Bevölkerung vor Krankheiten zu schützen und ihren Gesundheitszustand zu verbessern, sind wir auf Vielfalt angewiesen“, betont RKI-Präsident Prof. Dr. Lars Schaade. Unterschiedliche Herkunft, Lebensweise, Altersgruppen, Geschlechteridentitäten, soziale Lage und gesundheitliche Beeinträchtigungen sind für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) eine ständige Herausforderung. So formulierte die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen zum Leitthema „Diversität im ÖGD. Mehr Perspektiven, bessere Versorgung“ in ihrer Zeitschrift Blickpunkt Öffentliche Gesundheit: „Um dieser Vielfalt gerecht zu werden, braucht es Strukturen und Mitarbeitende, die sensibel, kompetent und diskriminierungsfrei agieren“.
Das Gesundheitsamt vor Ort ist eine zentrale Säule für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Im Unterschied zu Krankenhäusern oder Arztpraxen, die vorwiegend individualmedizinisch ausgerichtet sind, stehen im ÖGD bevölkerungsbezogene Aspekte im Mittelpunkt, außerdem Bevölkerungsgruppen, für die kein oder ein erschwerter Zugang zur gesundheitlichen Regelversorgung gegeben ist. 2020 beschlossen Bund und Länder den Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst 2021 – 2026, insbesondere für Personalaufbau und Digitalisierung.
Vielfalt prägt auch die Arbeit des Robert Koch-Instituts, bei Aufgaben, Methoden und Mitarbeitenden: „Vielfalt und Wertschätzung sind wesentliche Voraussetzungen für Wissenschaft und Forschung und damit auch für die Gesundheit der Bevölkerung“, so Prof. Dr. Lars Schaade. Im RKI arbeiten rund 1.500 Menschen aus 50 verschiedenen Nationen und 90 verschiedenen Berufen.
Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt hat sich das Robert Koch-Institut bereits 2017 zu einer Kultur bekannt, die Diversität als Chance sieht. Die Charta der Vielfalt führt sieben Vielfaltsdimensionen auf: Alter, Migrationsgeschichte und Nationalität, Geschlecht und geschlechtliche Identität, körperliche und geistige Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexuelle Orientierung und soziale Herkunft. In diesem Sinne setzt sich das RKI für eine Stärkung von Diversität im Arbeitsumfeld und in der Public-Health-Arbeit ein.
Den Tag des Gesundheitsamtes hat das Robert Koch-Institut erstmals 2019 ausgerufen, um die Arbeit der Gesundheitsämter zu würdigen und auf ihre Situation und den Unterstützungsbedarf hinzuweisen. Der 19. März ist der Geburtstag von Johann Peter Frank, der Mitte des 18. Jahrhunderts geborene Arzt und Sozialmediziner gilt als Begründer des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Heute sind leistungsfähige lokale Gesundheitsbehörden überall auf der Welt das Rückgrat der öffentlichen Bemühungen um die Gesundheit der Bevölkerung.
Weitere Informationen: https://www.rki.de/tag-des-gesundheitsamtes
--------------------------------
Herausgeber
Robert Koch-Institut
Nordufer 20
D-13353 Berlin
https://www.rki.de
Soziale Medien: https://www.rki.de/socialmedia
Newsletter: https://www.rki.de/newsletter
Pressestelle
Susanne Glasmacher (Pressesprecherin)
Marieke Degen (stellv. Pressesprecherin)
Katharina Nothnick
Claudia Paape
Judith Petschelt
Kontakt
Tel.: 030-18754-2239, -2562 und -2286
E-Mail: presse@rki.de
Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Organisatorisches
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).