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Wissenschaft
Warum kooperieren manche mehr, andere konkurrieren stärker und was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Beim Individualisation Symposium 2026 kommen internationale Spitzenforscher*innen an die Universität Bielefeld, um zu zeigen, wie individuelle Unterschiede soziale Beziehungen bei Mensch und Tier prägen.
Das Joint Institute for Individualisation in a Changing Environment (JICE) lädt am Dienstag, 24. März 2026, zur fünften Ausgabe des Individualisation Symposiums an die Universität Bielefeld ein. Im Fokus steht die Frage, wie individuelle Unterschiede unser soziales Miteinander prägen.
In Tiergruppen wie in menschlichen Gesellschaften zeigen Individuen stabile Verhaltensunterschiede – etwa in Kooperation oder Wettbewerb. Diese beeinflussen Beziehungen, Vertrauen und Konfliktlösung. Die Forschung spricht von „Individualisierung“: der Entwicklung einzigartiger Eigenschaften im Zusammenspiel mit Umwelt und sozialen Kontakten.
„Individualität entsteht nie im luftleeren Raum“, sagt die Bielefelder Verhaltensforscherin, Professorin Dr. Barbara Caspers, Direktorin des JICE. „Wir verstehen uns selbst erst im Miteinander mit anderen. Wir bringen internationale Expertise nach Bielefeld, um gemeinsam zu diskutieren, wie individuelle Unterschiede soziale Systeme prägen und wie wir dieses Wissen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen nutzen können.“
Internationale Spitzenforschung
Zu den Gästen zählen die Evolutionspsychologin Athena Aktipis von der Arizona State University, die Kooperation von menschlichem Teilen bis Krebsbiologie erforscht, sowie der Evolutionsbiologe Michael Cant von der University of Exeter zu Kooperation und Konflikt in der Evolution. Der Neurowissenschaftler Gerd Kempermann von der Technische Universität Dresden spricht über die Entstehung neuer Nervenzellen im erwachsenen Gehirn, der Verhaltensbiologe Jens Krause über Schwarmverhalten und soziale Netzwerke bei Tieren mit Anwendungen von Medizin bis Krisenmanagement.
Das Symposium vernetzt Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften und setzt Impulse zu Kooperation, Resilienz und individueller Entwicklung. An der Universität Bielefeld wird zu Individualisierung in sich verändernden Umwelten gebündelt im Fokusbereich InChangE geforscht.
Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
Prof’in Dr. Barbara Caspers, Universität Bielefeld
Fakultät für Biologie / Verhaltensökologie
Telefon 0521 106-2194 (Sekretariat)
E-Mail: barbara.caspers@uni-bielefeld.de
https://www.uni-muenster.de/JICE/ Website des Joint Institute for Individualisation in a Changing Environment (JICE)
https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/biologie/forschung/verbuende/sfb_nc3/ Der Sonderforschungsbereich SFB/TRR 212
https://www.uni-bielefeld.de/forschung/profil/fokusbereiche/inchange/ Der Bielefelder Fokusbereich InChangE
https://www.uni-muenster.de/JICE/veranstaltungen/symposium/symposium26.html Website zur Veranstaltung
Das Individualisation Symposium an der Universität Bielefeld nimmt in den Blick, wie Beziehungen das ...
Quelle: Oliver Krüger
Copyright: Oliver Krüger
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
Biologie, Gesellschaft, Psychologie, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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