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17.03.2026 18:37

Neues Elektronenstrahl-Mikrosonden-Labor an der JGU eingeweiht

Jonas Siehoff Kommunikation und Medien
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Heute ist das neue Elektronenstrahl-Mikrosonden-Labor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Beisein von Clemens Hoch, Wissenschaftsminister von Rheinland-Pfalz, offiziell eingeweiht worden. Herzstück des neuen Labors ist eine Feldemissions-Elektronenstrahl-Mikrosonde der neuesten Generation. Das auch EPMA-Sonde („electron probe micro analysis“) genannte Gerät basiert auf einem Raster-Elektronen-Mikroskop und ermöglicht es, mit extrem hoher Präzision die Zusammensetzung fester Materialien, zum Beispiel von Gesteinsproben, Edelsteinen, Metallen, Knochen und Zähnen, zerstörungsfrei zu untersuchen.

    Extrem hohe Präzision in der Elementanalytik eröffnet breites Anwendungsspektrum

    Heute ist das neue Elektronenstrahl-Mikrosonden-Labor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) im Beisein von Clemens Hoch, Wissenschaftsminister von Rheinland-Pfalz, offiziell eingeweiht worden. Der Vizepräsident für Forschung und wissenschaftliche Karrierewege der JGU, Prof. Dr. Stefan Müller-Stach, sprach das Grußwort. Herzstück des neuen Labors ist eine Feldemissions-Elektronenstrahl-Mikrosonde der neuesten Generation. Das auch EPMA-Sonde („electron probe micro analysis“) genannte Gerät basiert auf einem Raster-Elektronen-Mikroskop und ermöglicht es, mit extrem hoher Präzision die Zusammensetzung fester Materialien, zum Beispiel von Gesteinsproben, Edelsteinen, Metallen, Knochen und Zähnen, zerstörungsfrei zu untersuchen. Mit ihm können bereits winzige Materialmengen, von Bruchteilen eines Kubikmikrometers, umfassend auf ihre Haupt-, Neben- und Spurenelemente analysiert werden. Diese sehr hohe Präzision eröffnet ein breites Anwendungsspektrum: So lassen sich etwa durch die Analyse von Kristallen in vulkanischen Schmelzen Rückschlüsse auf die Aufstiegsgeschwindigkeit des Magmas ziehen, was wiederum eine bessere Gefahrenabschätzung ermöglicht. Oder es lassen sich durch die Untersuchung von Mineralen, die Seltene Erden enthalten, Hinweise auf deren Entstehung und dadurch wiederum auf mögliche Lagerstätten gewinnen.

    Das neue Gerät ist aber nicht nur für die Geowissenschaften von Bedeutung, sondern etwa auch für die Chemie, die Materialwissenschaften, die Archäologie und die Medizin. Über das zentrale Core-Facility-Projekt der JGU, „core4u“, das die breite Anwendung von Forschungsinfrastruktur unterstützt und Forschenden unterschiedlicher Bereiche den Zugang zu hochspezialisierten Geräten erleichtert, wird es dieser großen Nutzerschaft zugänglich gemacht.

    Vom rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministerium und der DFG gefördert

    Die Einrichtung des neuen Labors wurde vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit jeweils 800.000 Euro gefördert.

    „Es freut mich sehr, dass heute nicht nur ein hochmodernes Analysegerät offiziell eingeweiht worden ist, sondern dass die Sonde bereits von zahlreichen Arbeitsgruppen für Forschungszwecke genutzt wird. Perspektivisch soll sie als Teil unserer Core Facilities einem noch größeren Nutzerkreis zugänglich gemacht werden, insbesondere unseren Partnern in Mainz und in der strategischen Allianz der Rhein-Main-Universitäten, aber auch darüber hinaus“, sagt Vizepräsident Prof. Dr. Müller-Stach.

    „Ich freue mich, dass die Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Umsetzung ihres Core-Facility-Konzepts weiter vorantreibt. Core Facilities bieten unseren Forschenden Zugang zu hochmoderner Infrastruktur, spezialisierten Technologien und fachlicher Expertise. Sie sind damit ein wichtiger Bestandteil einer modernen Forschungsumgebung und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Wissenschaft. Das Land unterstützt diesen Ausbau gezielt, um damit wichtige Impulse für innovative Forschungsansätze zu ermöglichen, die über die bloße Bereitstellung einzelner Methoden hinausgehen“, sagt Wissenschaftsminister Clemens Hoch.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Stephan Buhre
    Elektronenstrahl-Mikrosonden-Labor
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    55099 Mainz
    Tel.: 0170 5803244
    E-Mail: buhre@uni-mainz.de
    https://www.geowiss.uni-mainz.de/petrologie/elektronenstrahl-mikrosonde/


    Weitere Informationen:

    https://core4u.uni-mainz.de/ – Core-Facility-Projekt „core4u“


    Bilder

    Clemens Hoch, Wissenschaftsminister von Rheinland-Pfalz (r.), und Laborleiter Dr. Stephan Buhre bei der Einweihung des neuen Elektronenstrahl-Mikrosonden-Labors der JGU
    Clemens Hoch, Wissenschaftsminister von Rheinland-Pfalz (r.), und Laborleiter Dr. Stephan Buhre bei ...
    Quelle: Peter Pulkowski
    Copyright: JGU

    Das neue Elektronenstrahl-Mikrosonden-Labor der JGU
    Das neue Elektronenstrahl-Mikrosonden-Labor der JGU
    Quelle: Peter Pulkowski
    Copyright: JGU


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Chemie, Geowissenschaften, Geschichte / Archäologie, Medizin
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


     

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