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18.03.2026 09:43

Neues Forschungsprojekt stärkt Lebensmittelsicherheit und unterstützt gesundheitsbezogene Risikobewertung

Anita Winkler Marketing & Öffentlichkeitsarbeit / Marketing and Public Relations
IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems GmbH

    Im März 2026 startet an der IMC University of Applied Sciences Krems (IMC Krems) ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung von Anna Malyshenko, PhD, MSc, Senior Lecturer und Forscherin im Institut Applied Chemistry. Ziel ist es, toxische und hormonell wirksame Pestizidrückstände in Lebensmitteln und Umweltproben noch zuverlässiger nachzuweisen – selbst in sehr geringen Konzentrationen. Solche Substanzen können die menschliche Gesundheit beeinträchtigen und sind auch im pharmazeutischen sowie im medizinproduktbezogenen Kontext relevant, weshalb zuverlässige analytische Nachweismethoden erforderlich sind.

    IMC Krems entwickelt innovative Materialien und Methoden zur Detektion hormonell aktiver Pestizidrückstände

    Präzisere Analytik für mehr Sicherheit

    Bestehende Überwachungsverfahren stoßen insbesondere bei komplexen Lebensmittelproben an ihre Grenzen. Das Projekt setzt daher auf innovative Materialien für die Probenvorbereitung, die eine selektive Anreicherung relevanter Substanzen vor der Analyse ermöglichen.

    Im Mittelpunkt stehen neuartige funktionelle Sorbentmaterialien, darunter molekular geprägte Polymere (MIPs) sowie neu entwickelte nanostrukturierte Sorbentien, die darauf ausgelegt sind, Selektivität und Anreicherungseffizienz zu verbessern. Als selektive Extraktionsmaterialien ermöglichen diese Sorbentien eine gezielte Anreicherung von Pestizidrückständen bei gleichzeitiger Reduktion störender Matrixbestandteile. Dadurch werden die analytische Zuverlässigkeit sowie die Nachweisempfindlichkeit verbessert.
    Kombiniert werden diese neuartigen Materialien mit hochauflösenden Analyseverfahren wie Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie (LC-MS) und Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS). So können selbst Spuren problematischer Substanzen innerhalb moderner analytischer Workflows zuverlässig identifiziert werden.

    „Unser Ziel ist es, analytische Methoden so weiterzuentwickeln, dass selbst geringste Mengen hormonell wirksamer Pestizide zuverlässig nachgewiesen werden können. Damit schaffen wir eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für verbesserte Risikobewertungen in lebensmittel- und gesundheitsbezogenen Kontexten und leisten einen Beitrag zum langfristigen Schutz von Konsumentinnen und Konsumenten sowie Patientinnen und Patienten“, erklärt Anna Malyshenko, Projektleiterin am IMC Krems.

    Innovation durch nanostrukturierte Materialien

    Ergänzend kommen nanoskalige Varianten der Polymere sowie weitere nanostrukturierte Materialien als Bestandteil neu entwickelter Sorbentsysteme zum Einsatz. Durch ihre große Oberfläche erhöhen sie die Effizienz der Anreicherung und verbessern die Nachweisempfindlichkeit – insbesondere bei Pestiziden mit endokriner Wirkung im Ultra-Spurenbereich.

    Von der Methodenentwicklung zur praktischen Anwendung

    Das Projekt erweitert die analytische Forschung am IMC Krems in den Bereichen Lebensmittel, Umweltproben sowie pharmazeutische und medizinische Produkte. Aufbauend auf bestehender Expertise in Trenntechnologien, enantiomerer Analyse und Sensorentwicklung werden robuste, selektive und standardisierbare Methoden entwickelt, die perspektivisch in Routine-Workflows analytischer Labore überführt werden können.

    Laufzeit und Förderung

    Das Projekt läuft von März 2026 bis Dezember 2028. Gefördert wird es vom Land Niederösterreich und kofinanziert von der Europäischen Union im Rahmen der Förderaktion „Forschung für morgen“ (Förderschiene „Forschung & Technologieentwicklung Qualität“).


    Bilder

    Anna Malyshenko, Projektleiterin am IMC Krems, forscht an innovativen Methoden zur Detektion hormonell aktiver Pestizide.
    Anna Malyshenko, Projektleiterin am IMC Krems, forscht an innovativen Methoden zur Detektion hormone ...

    Copyright: (c) IMC Krems


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Chemie
    regional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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