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Wissenschaft
Anfang Februar ist die Social-Media-Kampagne „Für mehr Sehen. Entdecke das Potenzial klinischer Studien.“ gestartet. Mit der Initiative möchten die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG) sowie ein breites Bündnis aus Forschung, Industrie und Patientenorganisationen über die Inhalte, die Abläufe und die Bedeutung klinischer Studien informieren. Die Kampagne soll zudem aufzeigen, welche Chancen eine Teilnahme für die Patientinnen und Patienten bietet. Denn neue Behandlungen gelangen nur dann in die Versorgung und zu den Betroffenen, wenn ihre Wirksamkeit und Sicherheit zuvor in Studien eingehend geprüft wurden.
Gleichzeitig können Studienteilnehmende selbst profitieren – etwa durch eine enge medizinische Begleitung, den Zugang zu innovativen Therapien und strukturierte Untersuchungen.
Klinische Studien sind ein zentraler Bestandteil moderner Medizin. Mit ihnen prüfen Forschende, ob neue Behandlungsverfahren wirksam sind und sicher angewendet werden können. Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, können neue Therapien in die reguläre Versorgung aufgenommen werden. „Ohne klinische Studien gibt es keinen gesicherten Fortschritt“, betont Professor Dr. med. Katrin Lorenz, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft DOG-AG Klinische Studienzentren in der DOG. „Nur wenn neue Ansätze geprüft und bestehende Therapien unter klar definierten Bedingungen weiterentwickelt werden, können Patientinnen und Patienten langfristig davon profitieren“, erläutert die Oberärztin und Leiterin des Klinischen Studienzentrums an der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz.
Teilnahme als Schlüssel zur Umsetzung
Damit klinische Studien durchgeführt werden können, braucht es jedoch ausreichend Teilnehmende – nur so lassen sich belastbare Aussagen zur Wirksamkeit und Sicherheit neuer Verfahren treffen. „Die Bereitschaft zur Teilnahme ist entscheidend“, erklärt Dr. med. Tobias Peters, Sprecher der DOG-AG Klinische Studienzentren und Leitung der Studienzentrale Auge und Ohr am Universitätsklinikum Tübingen. „Wenn nicht genügend Patientinnen und Patienten mitwirken, können wichtige Fragestellungen nicht beantwortet werden.“
Probanden erhalten gründliche Betreuung
Für Studienteilnehmende kann der Einschluss in eine Studie große persönliche Vorteile bieten. „Sie werden im Rahmen der Studie regelmäßig untersucht und medizinisch auf höchstem Niveau begleitet“. Gleichzeitig leisten Probanden einen Beitrag dazu, neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. „Wer an einer Studie teilnimmt, hilft dabei, den wissenschaftlichen Fortschritt voranzubringen und zukünftige Therapien möglich zu machen“, sagt Dr. med. Peters. Interessierte fragen am besten nach, welche Studien an nahegelegenen Augenkliniken laufen und ob sie die Einschlusskriterien erfüllen.
Breites Bündnis für mehr Aufmerksamkeit
Die Kampagne, die im Internet, auf Instagram und Facebook läuft, geht von der Arbeitsgemeinschaft DOG-AG Klinische Studienzentren aus. Innerhalb dieser Arbeitsgemeinschaft hat sich ein Bündnis aus Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft, von Patientenorganisationen und der Industrie zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für klinische Studien zu erhöhen und verständlich über deren Ablauf und Bedeutung zu informieren. „Wir verfolgen ein gemeinsames Anliegen: den wissenschaftlichen Fortschritt in der Augenheilkunde zu stärken“, sagt Lorenz. Die DOG-AG Klinische Studienzentren koordiniert die Umsetzung der Kampagne.
Weitere Informationen und zur Website und den Social-Media-Kanälen:
Website: https://fuer-mehr-sehen.de/
Instagram: https://www.instagram.com/fuer_mehr_sehen/
Facebook: https://www.facebook.com/people/Kampagne-f%C3%BCr-mehr-Sehen/61583151866963/
Bei Veröffentlichung Beleg erbeten.
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DOG: Forschung – Lehre – Krankenversorgung
Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Sie vereint unter ihrem Dach mehr als 8.400 Mitglieder, die augenheilkundlich forschen, lehren und behandeln. Wesentliches Anliegen der DOG ist es, die Forschung in der Augenheilkunde zu fördern: Sie unterstützt wissenschaftliche Projekte und Studien, veranstaltet Kongresse und gibt wissenschaftliche Fachzeitschriften heraus. Darüber hinaus setzt sich die DOG für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Augenheilkunde ein, indem sie zum Beispiel Stipendien vor allem für junge Forscherinnen und Forscher vergibt. Gegründet im Jahr 1857 in Heidelberg ist die DOG die älteste augenärztliche Fachgesellschaft der Welt und die älteste fachärztliche Gesellschaft Deutschlands.
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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