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Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) baut ihre Aktivitäten im Bereich Transfer und Ausgründungen aus: Mit dem Inkubator „Scidea-Lab Robotik- und Assistenztechnologien für Pflege und Gesundheitsversorgung“ sollen deutlich mehr interdisziplinäre Transfer- und Gründungsprojekte an der Schnittstelle von Pflegewissenschaft, Informatik und Wirtschaftsinformatik entstehen. Das Projekt wird mit knapp 800.000 Euro vom Land Sachsen-Anhalt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von innovativen Ansätzen, um zum Beispiel Pflegekräfte zu entlasten und die Selbstständigkeit älterer Menschen zu stärken.
„Mit dem Scidea-Lab Robotik wird ein Experimentierraum geschaffen, in dem interdisziplinäre Teams ihre Ideen zur Verbesserung der Pflege und Gesundheitsversorgung technisch entwickeln, diese praxisnah erproben und den Grundstein für eine spätere Unternehmensgründung legen“, sagt Dr. Susanne Hübner, Leiterin des Transfer- und Gründungsservice der MLU. Umgesetzt wird das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der AG Pflegewissenschaften der Medizinischen Fakultät, der „Innovationsregion für digitale Transformation von Pflege und Gesundheitsversorgung“ (TPG) und den Instituten für Informatik sowie für Wirtschaftsinformatik.
Der Bedarf ist groß: Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt bundesweit kontinuierlich, besonders stark auch in Sachsen-Anhalt. Gleichzeitig verschärfen sich Fachkräftemangel und regionale Versorgungsunterschiede. Digitale und robotische Lösungen gelten daher als wichtige Bausteine, um Pflegequalität zu sichern und Angehörige wie Fachkräfte zu entlasten.
Thematischer Schwerpunkt des Inkubators ist die Unterstützung durch Robotertechnik in Pflege und Gesundheitsversorgung. Konkret geht es um Assistenzsysteme, die Routinetätigkeiten übernehmen, um Technologien für Prävention, Diagnostik und Therapie im häuslichen Umfeld oder um robotische Begleiter, die Teilhabe und Autonomie im Alltag fördern. Auch Simulationen von Versorgungsumgebungen für neue Therapieansätze oder für Ausbildungszwecke sind möglich.
„Gerade in diesen Herausforderungen liegen enorme Chancen für kreative Köpfe aus unserer Universität“, sagt Projektleiterin Susanne Hübner. „Wenn wissenschaftliche Exzellenz, technologische Kompetenz und Wissen über reale Versorgungsbedarfe zusammenkommen, können Innovationen entstehen, die in der Region Wirkung entfalten.“
Die Angebote richten sich vorrangig an Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät sowie der Institute für Informatik und Wirtschaftsinformatik. Gleichzeitig ist der Inkubator offen für weitere Fachrichtungen sowie für Interessierte aus anderen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt. Räumlich verankert ist der Inkubator sowohl im Maker- und Education Lab des TPG-Verbunds in der Innenstadt von Halle als auch am Standort des Transfer- und Gründungsservice am Weinberg Campus.
Der neue Inkubator ergänzt das Angebot des Transfer- und Gründungsservice der MLU im Bereich der Gründungsbegleitung und -sensibilisierung, für deren Umsetzung über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) bereits seit 2025 eine Projektförderung in Höhe von rund 800.000 Euro zur Verfügung steht.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
fachunabhängig
regional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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