idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
19.03.2026 14:47

Neuer Prozess auf bewährten Maschinen: Buckelschweißen von Kupfer auf Batteriezellen

Sophia Judith Bächle Kommunikation
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

    Ein Konsortium aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE sowie der Smart Battery Solutions GmbH gelang es, die Stahl-Verbinder zur Verschaltung von Batteriezellen beim Widerstandsbuckelschweißen durch Kupfer zu ersetzen. Damit demonstrierte das Team etwas, das in der Batterie-Branche lange als unmöglich galt: Bisher mussten Batteriehersteller, die auf leistungsfähigere, Kupfer-verschaltete Batterien umrüsten, dafür ihre Buckelschweißanlagen durch Laserschweißanlagen ersetzen.

    Batterien bestehen aus einzelnen Batterie-Zellen, die untereinander elektrisch verbunden werden, aktuell meist, indem Stahl aufgeschweißt wird. Buckelschweißen ist ein günstiger, etablierter Prozess, Stahl-Verbinder sind jedoch in ihrer elektrischen Leitfähigkeit beschränkt. Stahl- durch Kupfer-Verbindungen zu ersetzen, macht Batterien leichter und damit leistungsfähiger.

    »Deutsche Batteriehersteller stehen vor der Herausforderung, dass sie mit den Batteriezellen arbeiten müssen, die sie von ihren Zulieferern bekommen«, erklärt Dr. Achim Kraft, Abteilungsleiter Modultechnologie am Fraunhofer ISE. »Diese werden immer größer und effizienter. Entsprechend müssen die Stahl-Verbindungen immer dicker und schwerer werden. Für die Batteriebranche ist deshalb schon länger klar, dass mittelfristig alle Verschaltungen auf Basis von Kupfer sein sollten.«

    Einem Forschungsteam des Fraunhofer ISE in Zusammenarbeit mit dem deutschen Batteriehersteller Smart Battery Solutions GmbH gelang nun eine Prozessentwicklung auf Anlagen zum Buckelschweißen, so wie sie in der Batteriefertigung heute gängig eingesetzt werden. »Das Kupfer muss dafür nicht verzinnt oder anderweitig vorbehandelt werden«, sagt Christian Schiller, Wissenschaftler am Fraunhofer ISE und Projektleiter des Forschungsvorhabens. »Und vor allem: Batteriehersteller müssen für die Verschaltung nicht auf Laserschweißanlagen umstellen, um die Kupfer-Verbindungen elektrisch zu einem Batteriemodul zu verbinden.«

    Smart Battery Solutions wird den neuen Prozess auf seiner Fertigungslinie nun als erster Batteriehersteller einführen. »Die neuen Batterien mit Kupfer-Verbindungen werden Teil unserer UniPower Produktfamilie«, sagt Monika Mertig bei Smart Battery Solutions. »Dass wir unseren erprobten Verschaltungsprozess dafür nur anpassen und nicht mit neuen Anlagen komplett ersetzen müssen, erleichtert uns den Umstieg sehr. Wir sehen diesen FuE-Erfolg als eine große Chance für deutsche, oft mittelständische Batteriehersteller.«

    Die Forschung findet im Rahmen des Projekts »BatCO₂tiv – Batterieverschaltung: automatisiert, CO₂-senkend, kollaborativ. Teilvorhaben Prozessentwicklung und Prozessbewertung zum Buckelschweißen« statt und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziert.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Christian Schiller christian.schiller@ise.fraunhofer.de


    Weitere Informationen:

    https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2026/neue...


    Bilder

    Widerstandbuckelschweißen von Batterien mit Kupfer-Verbindern
    Widerstandbuckelschweißen von Batterien mit Kupfer-Verbindern
    Quelle: Felix Thurn
    Copyright: Fraunhofer ISE


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Energie, Maschinenbau, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).