idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Team der TH Köln gewinnt RoboCup German Open 26 – Qualifikation für RoboCup-WM 2027 gesichert
Gleich bei seiner ersten Teilnahme hat das Team der TH Köln die RoboCup German Open 26 gewonnen. In der Smart Manufacturing League hatten die Ingenieur*innen vom Campus Gummersbach in zwei von drei Wettbewerben die Nase vorn und sicherten sich den Gesamtsieg und die Kategorie „Assembly“. Damit qualifizierte sich das Team für die RoboCup-WM 2027 in Nürnberg.
Die Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2027 war das anvisierte Ziel, doch mit dem Podium bei den RoboCup German Open hatte im Vorfeld niemand gerechnet. Dass sich das Team GM-Force Cologne vom Campus Gummersbach bei seiner Premiere durchgesetzt hat, ist eine Überraschung. Zumindest auf dem Papier. Denn während der sechs Challenges, die an vier Tagen in den Messehallen in Köln-Deutz stattfanden, zeigte sich bald: Auf die neuen Wettbewerbsregeln konnten sich die Newcomer besser einstellen als die etablierte Konkurrenz.
Die Smart Manufacturing League ist die industrielle RoboCup-Liga, bei der autonome Roboter typische Aufgaben aus Produktionsumgebungen erfüllen müssen. Die mobilen Roboter lokalisieren verschiedene Bauteile in einer Arena und bringen sie zu einer Montagestation. Dort werden automatisiert Beispielprodukte zusammengebaut und zum „Kunden“ ausgeliefert. Alte Produkte werden zurückgenommen, demontiert und die Einzelteile eingelagert. Da in diesem Jahr zum ersten Mal Aufgaben rund um die Montage von Bauteilen zu bewältigen waren, wurde mit einfach zu handhabenden, verschieden farbigen Duplo-Bausteinen gearbeitet. Das Team der TH Köln war das einzige, das bereits zu Beginn der German Open auf das Handling von Bausteinen vorbereitet war.
Konkurrenzlos an der Assembly Station
Außerdem beeindruckten die Ingenieure damit, dass sie einen zweiten autonomen Roboter an der Assembly Station (Werkbank) einsetzten, der die Bauteile, die der mobile Roboter brachte, montieren konnte. Damit war das Team konkurrenzlos.
Der Erfolg ist ein Zusammenspiel von Maschinenbau und Elektrotechnik der Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften und des Innovation Hubs Bergisches Rheinland e.V. Die Studierenden und wissenschaftliche Mitarbeiter des Robotiklabors entwickelten komplexe KI- und Machine-Learning-Software für die Autonomie des robotischen Systems und integrierten die Elektronik, Sensoren und Kommunikationshardware. Die Unterkonstruktion des mobilen Roboters wurde von Maschinenbau-Studenten konstruiert und alle Bauteile selbst gefertigt, zum Beispiel die Mecanum-Wheels oder die spezielle Federung gegen Bodenunebenheiten.
Teammitglieder
Die GM-Force Cologne-Teammitglieder sind: Martin Cavazos de la Garza, Sebastian Pütz, Hartmut Köhn, Augustin Raju, Yuvesh Aubeeluck, Abilash Madavath, Ahmad Traboulssy. Betreut wurde das Team von Prof. Dr. Elena Algorri, Prof. Dr. Nicolas Pyschny, Prof. Dr. Florian Zwanzig und Prof. Dr. Felix Hackelöer.
„Das Motto des RoboCup ist ‚Technologie und Leidenschaft‘. Unsere Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiter haben gezeigt, dass Leidenschaft hier sehr großgeschrieben wird. Deren tausende Stunden Arbeit mit unermüdlicher Motivation haben uns den Sieg gebracht,“ sagte Professorin Algorri, die dem KI Forschungscluster der TH Köln angehört.
Die TH Köln setzte sich durch gegen die Technische Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm, die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt, die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die FH Aachen, die Universität Duisburg-Essen und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Über den RoboCup
Die RoboCup German Open war Teil der Bildungsmesse didacta in Köln und stand unter Schirmherrschaft von Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Der RoboCup ist der jährlich an unterschiedlichen Orten stattfindende weltweit größte Wettbewerb für intelligente Robotik. Ursprünglich nur als Fußballwettbewerb ausgetragen, finden mittlerweile Wettbewerbe in den Sparten Rescue-, Industrial- oder Home-Robotik statt. Der RoboCup gilt als eine Plattform für Wissenschaftler*innen und Studierende aus den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz.
Die TH Köln zählt zu den innovativsten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Sie bietet Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland ein inspirierendes Lern-, Arbeits- und Forschungsumfeld in den Sozial-, Kultur-, Gesellschafts-, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Zurzeit sind über 21.000 Studierende in mehr als 90 Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Die TH Köln gestaltet Soziale Innovation – mit diesem Anspruch begegnen wir den Herausforderungen der Gesellschaft. Unser interdisziplinäres Denken und Handeln, unsere regionalen, nationalen und internationalen Aktivitäten machen uns in vielen Bereichen zur geschätzten Kooperationspartnerin und Wegbereiterin.
(v.l.) Martin Cavazos de la Garza, Matthias Härle, Sebastian Pütz, Prof. Dr. Elena Algorri, Hartmut ...
Copyright: Bild: Monika Probst/TH Köln
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende
Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau
überregional
Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).