idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Deharde-Firmenchef und Industrie-Club-Präsident Dr. Kai Brüggemann ist der Geschäftsführer Wirtschaft der 134. Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte vom 17. bis 20. September in der Congress Halle Bremen. Im Interview analysiert er Stärken und Herausforderungen des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Bremen.
Dr. Kai Brüggemann hat das Amt des Geschäftsführers im Bereich Wirtschaft für die nächste Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) in Bremen vom 17. bis 20. September übernommen. „Ich bin beeindruckt von der großartigen Geschichte der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. Sie existiert seit mehr als zweihundert Jahren und bringt die Crème de la Crème der Wissenschaft zusammen“, begründet er sein Engagement. „Was mir auch gefällt, ist das interdisziplinäre Anliegen und das Motto der diesjährigen Tagung ‚Wissen schafft Nutzen, Wissenschaft nutzen‘. Wissenschaft und Wirtschaft sollen zusammengebracht werden – das ist etwas, was Deutschland gerade dringend braucht und wofür Bremen steht.“
Bremen sei eine Stadt, in der Wirtschaft und Wissenschaft gut zusammenarbeiten. Es gebe eine hochkarätige Wissenschaftslandschaft mit drei namhaften Hochschulen und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, dem Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie und mehreren Fraunhofer-Instituten. „Stolz sind wir auch“, sagt Kai Brüggemann, „auf unseren europaweit einzigartigen Fallturm für Experimente in der Schwerelosigkeit am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation der Universität Bremen.“ Wer noch das Bild von der Uni Bremen als roter Kaderschmiede mit fragwürdigem wissenschaftlichem Rang im Kopf habe, werde überrascht sein. Brüggemann: „Unsere Universität ist 2012 erstmals Exzellenzuni geworden und bewirbt sich gerade erneut um den Titel. Die Wissenschaftsstadt Bremen hat so viele Attraktionen und wir freuen uns darauf, sie der GDNÄ zeigen zu können.“
Die Bremer Wirtschaft leide als stark exportorientierte, global vernetzte Wirtschaft unter den US-Zöllen und den Lieferkettenabbrüchen infolge kriegerischer Auseinandersetzungen, sagt Kai Brüggemann. Das betreffe praktisch alle Schwerpunktbereiche: Automobil, Luft- und Raumfahrt, Hafen und Logistik und die traditionsreiche Bremer Nahrungsmittelindustrie. „Im Grunde haben wir hier aber eine stabile wirtschaftliche Basis mit Hidden Champions im Mittelstand, einer zunehmend digitalen Ausrichtung und interessanten Neugründungen.“
Allerdings plane seine Firma, die Deharde GmbH, zur Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit die bestehende Zusammenarbeit mit einem Unternehmen in Bangalore im indischen Silicon Valley auszubauen und weitere Kooperationen zu prüfen. „In Deutschland können wir die Hightech-Bauteile für Kunden wie Airbus nicht mehr kostengünstig produzieren und leiden unter dem Mangel an Fachkräften", sagt Kai Brüggemann. Der sei in Indien kein Thema. Einige Hochschulen des Landes hätten Weltniveau erreicht und bildeten hervorragende Ingenieure in großer Zahl aus. In Deutschland dagegen sinke das Interesse an den MINT-Fächern seit Jahren – „das wird uns noch zu schaffen machen."
Im MINT-Bereich sieht Kai Brüggemann die Naturforschergesellschaft als wichtigen Akteur. Er wolle „diese tolle Gesellschaft“ ein bisschen bekannter machen. Kürzlich habe er deren Versammlung im Herbst im Industrie-Club angekündigt: „Viele Mitglieder hatten vorher noch nie von der GDNÄ gehört, waren aber begeistert, als sie von ihrer Geschichte und den heutigen Aktivitäten erfuhren. “
Zur Person
Dr. Kai Brüggemann hat Wirtschaftsingenieurwesen studiert und wurde im Bereich Maschinenbau promoviert. Vor Antritt seiner heutigen Position als Vorsitzender der Geschäftsführung der Deharde GmbH in Varel war er als Vorstandsmitglied der DB Fernverkehr AG in Frankfurt am Main und als Geschäftsführer der ÖBB Technische Services in Wien tätig. Davor war er insgesamt fast zwanzig Jahre in führenden Positionen bei Airbus in Bremen und Hamburg tätig, unterbrochen durch ein zweijähriges Intermezzo bei der schweizerischen RUAG-Aerospace. Seit 2012 ist Kai Brüggemann Vorstandsmitglied im Industrie-Club Bremen und seit 2019 dessen Präsident. Das GDNÄ-Amt als Geschäftsführer Wirtschaft übt er bis zur 134. Versammlung der Naturforschergesellschaft vom 17.-20. September 2026 aus.
Über die GDNÄ:
Die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) wurde 1822 in Leipzig von dem Naturphilosophen und Arzt Lorenz Oken gegründet und ist die älteste interdisziplinäre wissenschaftliche Gesellschaft im deutschsprachigen Raum. Der Name der GDNÄ hat sich aus dieser Zeit erhalten. Die GDNÄ bringt Expertinnen und Experten aus Naturwissenschaften, Medizin, Technik und Informatik zusammen – mit dem Ziel, wissenschaftlichen Austausch zu fördern und die Wissenschaft für die Gesellschaft erlebbar zu machen. Die nächste Versammlung der GDNÄ (Nr. 134) findet vom 17. bis 20. September 2026 in Bremen statt und steht unter dem Motto: „Wissen schafft Nutzen – Wissenschaft nutzen“.
Weitere Informationen zur GDNÄ: https://www.gdnae.de/ueber-uns/
Ansprechpartner für Medienvertreter:
Prof. Dr. Michael Dröscher Schatzmeister und Generalsekretär
presse@gdnae.de
Allgemeine Anfragen:
Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte e.V.
Geschäftsstelle: Sylvia Landeck u. Katja Diete
info@gdnae.de
Tel: +49 (0)2224 90148-0
Hauptstraße 5
53604 Bad Honnef
https://www.industrie-club-bremen.de
https://www.gdnae.de
https://www.deharde.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Elektrotechnik, Maschinenbau, Verkehr / Transport, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Personalia
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).