idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
25.03.2026 10:51

Storytelling mit Forelle: h_da startet Workshop-Labor für ökologisches Erzählen – Anmeldungen ab sofort möglich

Simon Colin Hochschulkommunikation
Hochschule Darmstadt

    Nicht allen dürfte geläufig sein, dass die Forelle zu den Lachsartigen zählt. Ebenso wenigen dürfte bekannt sein, dass sich diese Wasserlebewesen auch als Forschungsobjekte zum ökologischen Erzählen eignen. An der Hochschule Darmstadt (h_da) läuft hierzu das Forschungsprojekt „Talking Salmon“ in Kooperation mit der norwegischen OsloMet-Universität. Die h_da startet im Rahmen dieses Projekts nun ein Labor für ökologisches Erzählen, das sich mit Workshops und Schreibwerkstätten auch an die interessierte Öffentlichkeit wendet. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich bei torsten.schaefer@h-da.de. Das Reallabor startet am Mittwoch, 15.04. und läuft wöchentlich bis Anfang Juli.

    Nun mag man anmerken, dass die flinke Forelle oder der lange Wegstrecken gewöhnte Lachs nicht unbedingt für ihr Artikulationstalent bekannt sind. Was also prädestiniert die lachsartigen Fische dazu, als Musterobjekt für ökologisches Erzählen zu dienen? „Diese Tiere verbinden seit Jahrtausenden weltweit Ozeane, Flüsse und Wälder. In Zeiten ökologischer Krisen und zunehmender Entfremdung vom Natürlichen können sie, so unsere These, zu Trägern von Erzählungen werden, die neue Perspektiven auf unser Verhältnis zur Umwelt eröffnen“, erläutert Prof. Dr. Torsten Schäfer, der am Mediencampus der h_da zu Klimajournalismus lehrt. Kürzlich ist sein Buch „Die Wildnis in uns. Von ungezähmter Natur und inneren Landschaften“ erschienen (Oekom Verlag, 2026), in dem die bisherigen Forschungen als Reportagen zusammengefasst sind.

    Das bevorstehende Reallabor richtet sich an alle, die am ökologischen Erzählen und der Frage von Mensch-Natur-Beziehungen interessiert sind und einen Einblick in die künstlerische Forschung zum Thema erhalten möchten. Zusammen mit Studierenden aus dem Studiengang Onlinejournalismus tauschen sie sich darüber aus, wie neue Formen ökologischen Erzählens dazu beitragen könnten, über drängende Themen wie den Klimawandel, das Artensterben und die ökologische Transformation zu sprechen und zu informieren. Dabei entstehen verschiedenste Erzählformate in Text und Film, als Literatur und Kunst mit Fokus Lachs, Forelle und Co. Die Ergebnisse werden im Rahmen des Forschungsprojekts „Talking Salmon“ verwertet, aufbereitet und veröffentlicht.

    Das Reallabor für ökologisches Erzählen startet am Mittwoch, 15.04., von 16.30 Uhr bis 18.45 Uhr im neuen Green Office der h_da (Hochhaus, EG, Schöfferstraße 3). Danach läuft es bis einschließlich 08.07 immer mittwochs zur selben Uhrzeit. Eine Fortsetzung im nächste Semester ist geplant. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung aber erforderlich bei torsten.schaefer@h-da.de. Neue Öffnungszeiten hat das Green Office der h_da, das auch für die Stadtgesellschaft zum Thema Nachhaltigkeit ansprechbar ist: ab Montag, 13.04., immer montags und donnerstags von 10-15 Uhr.

    Zum Forschungsprojekt „Talking Salmon“
    Das interdisziplinäre Forschungsprojekt von Hochschule Darmstadt und OsloMet University widmet sich der Frage, wie Forellen und andere lachsartige Fische als kulturelle und ökologische Mittler zwischen Mensch und Natur dienen können. Hierbei wird sich auch kritisch mit Umweltzerstörungen und Massentierhaltung wie der Lachszucht auseinandergesetzt. Die medienethnografische Feldforschung geschieht in Deutschland, Norwegen, Lappland und Kanada. Vor Ort werden die jeweiligen Formen des Zusammenlebens mit lachsartigen Fischen dokumentiert und ausgewertet. Die gesammelten Materialien – dazu zählen auch die Ergebnisse des Reallabors für ökologisches Erzählen an der h_da – fließen in multimediale Produktionen ein, die der Wissenschaftscommunity und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

    Hochschule Darmstadt (h_da)
    Die Hochschule Darmstadt (h_da) ist eine der größten deutschen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Sie bietet ihren aktuell 14.000 Studierenden ein praxisnahes und anwendungsorientiertes Studium in den Bereichen MINT, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Architektur, Medien und Design. Viele Projekte und Inhalte in Studium, Forschung und gesellschaftlichem Transfer beschäftigen sich mit den Zukunftsthemen Nachhaltige Entwicklung, Mobilität und Digitalisierung. Die h_da betreibt ein eigenes Promotionszentrum Nachhaltigkeitswissenschaften und vergibt als erste und einzige deutsche Hochschule den akademischen Grad eines Doktors der Nachhaltigkeitswissenschaften. Visionär ist die europäische Hochschulallianz „European University of Technology (EUT+)“, der die h_da angehört: Gemeinsam mit acht weiteren Hochschulpartnern und gefördert von der EU-Kommission möchte die h_da zu einem neuen Hochschultyp zusammenwachsen – zur „Europäischen Universität“.

    Website h_da: https://h-da.de
    Website EUT+: https://www.univ-tech.eu


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Medien- und Kommunikationswissenschaften, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).