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Wissenschaft
München. Die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) hat im Rahmen ihres 30. Kongresses die Wissenschaftspreise der größten europäischen erziehungswissenschaftlichen Fachgesellschaft verliehen. Der an den Münchner Universitäten stattfindende Kongress bot den festlichen Rahmen für die Verleihung der Wissenschaftspreise und Ehrungen.
Ernst-Christian-Trapp-Preis für das Lebenswerk an Ralf Bohnsack
Mit dem Ernst-Christian-Trapp-Preis der DGfE werden Mitglieder für die innovativen und unkonventionellen wissenschaftlichen Leistungen für die Erziehungswissenschaft geehrt. Den diesjährigen Preis für das Lebenswerk erhält an Prof. Dr. em. Ralf Bohnsack. Während seiner beruflichen Laufbahn war Ralf Bohnsack Professor für qualitative Methoden in den Sozialwissenschaften und Leiter des Arbeitsbereiches qualitative Bildungsforschung an der Freien Universität Berlin. In ihrer Laudatio hebt die stellvertretende Vorsitzende der DGfE, Prof. Dr. Christine Wiezorek, die wissenschaftliche Leistung des Kollegen mit Blick auf die von ihm zentral entwickelte Dokumentarische Methode hervor. Die Dokumentarische Methode ist heute nicht nur gängiges Verfahren der rekonstruktiven Sozialforschung. Sie trägt auch zu empirisch fundierten Erkenntnissen in der Kindheitsforschung, Schul- und Unterrichtsforschung, Weiterbildungsforschung und allgemein in der qualitativen Bildungsforschung bei.
Forschungspreis an Sabine Andresen
Mit dem Forschungspreis würdigt die DGfE herausragende Forschungsaktivitäten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Erziehungswissenschaft. Die ausgezeichneten Leistungen werden über nationale und internationale Publikationen sichtbar. Mit diesem diesjährigen Forschungspreis ehrt die DGfE Prof. Dr. Sabine Andresen für ihre herausragenden Beiträge zur Kindheits- und Jugendforschung. Sabine Andresen ist Professorin für Familienforschung und Sozialpädagogik an der Goethe Universität Frankfurt. Der Vorsitzende der DGfE, Prof. Dr. Michael Schemmann, hebt die Forschungsleistungen hervor: „Kollegin Andresen interessiert sich in ihren Studien insbesondere für die Bedarfe und unterschiedlichen Formen der Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen“. Schemmann fügt an, dass ein weiterer besonderer Schwerpunkt ihrer Forschung in der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche läge.
Weitere Preise
Zudem zeichnet die DGfE Matthias Bottling und Julia Katharina Weiß sowie Dr. Susanne Gottuck mit Förderpreisen aus. Der Förderpreis gilt ausgezeichneten Arbeiten von Erziehungswissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen. Des Weiteren werden Prof. Dr. Margarete Götz, Prof. Dr. Elke Kleinau und Prof. Dr. Stefan Aufenanger zu Ehrenmitgliedern der Fachgesellschaft ernannt. Mit der Ehrenmitgliedschaft werden besondere Verdienste für die DGfE geehrt.
Über die DGfE
Die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft ist eine Vereinigung der in Forschung und Lehre tätigen Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftler. Sie wurde 1964 gegründet und hat derzeit ca. 4.700 Mitglieder. Zweck der DGfE ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Pädagogik. Die Wissenschaftspreise und Ehrungen der DGfE werden traditionell im Rahmen ihres alle zwei Jahre stattfindenden Kongresses verliehen.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Pädagogik / Bildung, Philosophie / Ethik
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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