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25.03.2026 14:22

Was können bionische Prothesen leisten? Regensburger Projekt zur Prothesenversorgung ausgezeichnet

Matthias Dettenhofer Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

    Ein interdisziplinäres Forschungsteam des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) und der Universität Regensburg (UR) erhält eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro für ein innovatives Projekt zur Wissenschaftskommunikation rund um die Prothesenversorgung der Zukunft. Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen des Hochschulwettbewerbs im Wissenschaftsjahr 2026. Ausstellung zum Thema am 11. Juli 2026 im Degginger in Regensburg.

    Das ausgezeichnete Projekt geht einer sehr zentralen Frage moderner Medizintechnik auf den Grund. Was können bionische Prothesen im 21. Jahrhundert leisten und wo liegen ihre Grenzen? Dabei untersuchen die Wissenschaftler, wie Anwender bionische Prothesen wahrnehmen, welche Biosignale aus der Muskulatur zur Steuerung genutzt werden und welche Lernprozesse erforderlich sind, um diese Technologien effektiv einzusetzen.

    Erkenntnisse werden in einer Ausstellung am 11. Juli 2026 im Degginger präsentiert

    Die Ergebnisse des Projekts werden in einer öffentlichen Ausstellung am 11. Juli 2026 im Kulturzentrum Degginger in Regensburg präsentiert. Die Ausstellung verbindet Einblicke in moderne Medizintechnologie mit künstlerischen und interaktiven Elementen. Besucher erhalten die Möglichkeit, Biosignale selbst zu erleben und mit Forschenden sowie Prothesenanwendern ins Gespräch zu kommen.

    Ziel ist es, den aktuellen Stand der Forschung zu bionischen Prothesen verständlich und erlebbar zu vermitteln. Im Mittelpunkt steht die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Besucher der Ausstellung sollen nachvollziehen können, wie Muskelaktivität elektrische Biosignale erzeugt und wie diese Signale moderne Prothesen steuern. Gleichzeitig wird erläutert, welche Rolle plastisch-chirurgische Verfahren dabei spielen und wie die Verarbeitung der Signale aus physikalischer, physiologischer und psychologischer Perspektive verstanden werden kann.

    Technischen Fortschritt voranbringen und Stigmatisierung abbauen

    Neben den technologischen Aspekten thematisiert das Projekt auch die persönlichen Erfahrungen von Menschen mit Amputationen. Fragen nach Körperbild, gesellschaftlicher Teilhabe und möglichen Formen der Stigmatisierung werden dabei bewusst in den Dialog mit der Öffentlichkeit eingebracht.

    Das Projekt wird von einem interdisziplinären Team aus Medizin, Psychologie und Physik getragen. Beteiligt sind Professor Dr. Silvan Eisenmann, PD Dr. Marc Rüwe und Doktorand Luis Sturz vom Hochschulzentrum für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie. Ebenfalls Teil des Projekts sind Francisca Horn (Lehrstuhl für Medizinische Psychologie) sowie Dr. Stephan Giglberger (Lehrstuhl für Physik). Unterstützt wird das Vorhaben von Professor Dr. Frank Schweda (Lehrstuhl für Physiologie II). Das Hochschulzentrum für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Regensburg steht unter der Direktion von Professor Dr. Dr. Lukas Prantl.


    Bilder

    Das Forscherteam zur Prothesenversorgung der Zukunft (v.li.): Dr. Stephan Giglberger, Prof. Silvan Eisenmann, PD Dr. Marc Rüwe, Lisa Wagner, Luis Sturz, Cassandra Ecklmaier und Prof. Frank Schweda. Nicht im Bild: Francisca Horn.
    Das Forscherteam zur Prothesenversorgung der Zukunft (v.li.): Dr. Stephan Giglberger, Prof. Silvan E ...
    Quelle: Vincent Schmucker
    Copyright: © UKR


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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