idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
26.03.2026 08:16

Forschungsprojekt der Uni Osnabrück: Zwangsmigration und Spitzensport in Deutschland

Cornelia Achenbach Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Universität Osnabrück

    Wie gelingt Athletinnen und Athleten mit Fluchterfahrung der Zugang zum deutschen Spitzensportsystem? Mit dieser Frage beschäftigt sich das neue Forschungsprojekt „Zwangsmigration und Spitzensport in Deutschland: Integrationsbedingungen aus Athlet:innen- und Sportsystemperspektive“, das am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück durchgeführt wird.

    Die Forschungsergebnisse des Projekts sollen dazu beitragen, Handlungsempfehlungen zu entwickeln, die eine bessere Integration von Athletinnen und Athleten ermöglichen, die aufgrund von Verfolgung, Krieg oder Gewalt unfreiwillig aus ihrem Land geflohen sind. Geleitet wird die vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderte Studie von PD Dr. Enrico Michelini von der Universität Osnabrück. Kooperationspartnerin ist Prof. Dr. Astrid Schubring vom Institut für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthochschule Köln.

    „Sport gilt oft als Raum der Chancengleichheit – tatsächlich hängen Karrieremöglichkeiten jedoch stark von sozialen Voraussetzungen, Netzwerken und institutionellen Zugängen ab. Für Spitzensportlerinnen und -sportler mit Fluchterfahrung entstehen hier zusätzliche Hürden, die bislang kaum systematisch untersucht wurden“, sagt Enrico Michelini.
    Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen zunächst die sportlichen Lebenswege und Netzwerke von Athletinnen und Athleten mit Fluchthintergrund aus den Sportarten Schwimmen, Wasserball, Leichtathletik und Cricket. Ergänzend werden zentrale Organisationen des Spitzensports analysiert. Grundlage der Studie bilden biografisches Mapping und Netzwerkanalysen für die Athletinnen und Athleten sowie leitfadengestützte Interviews und Dokumentenanalysen auf Ebene von Verbänden und Vereinen. Die erhobenen Daten werden unter anderem inhaltsanalytisch ausgewertet und vor dem Hintergrund von Pierre Bourdieus Feldtheorie interpretiert.

    Weitere Informationen für die Medien:
    Dr. Enrico Michelini, Universität Osnabrück
    Institut für Sport und Bewegungswissenschaften
    E-Mail: enrico.michelini@uni-osnabrueck.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Sportwissenschaft
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).