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27.03.2026 09:51

IOS-Jahrestagung beleuchtet Politik in Ost- und Südosteuropa – Neuer Arbeitsbereich Politik präsentiert sich

Franz Kurz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg (IOS)

    Wie verändert der Krieg gegen die Ukraine die internationale Rechtsordnung? Welche neuen Formen der Abschreckung entstehen in Europas Osten? Und wie missbrauchen autoritäre Regime Geschichte für ihre Machtpolitik? Darüber diskutiert die 13. Jahrestagung des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) vom 22. bis 24. April 2026 in Regensburg. Weitere Themen sind demokratische Erosion und autoritäre Resilienz im östlichen Europa, Erinnerungspolitik, digitale Transformation und De-Oligarchisierung. Die Tagung markiert zudem einen wichtigen Schritt für die deutsche Forschung zum östlichen Europa: Auf ihr präsentiert sich erstmals der neue Arbeitsbereich Politik des IOS.

    Umstrittene Geschichtsnarrative, Demokratien unter Druck, neue Sicherheitsarchitekturen – das östliche Europa steht vor tiefgreifenden Umbrüchen, die weit über die Region hinausstrahlen. Die 13. Jahrestagung des IOS nimmt unter dem Titel „From Contested Pasts to (In)Secure Futures: Politics in East and Southeast Europe“ diese Dynamiken in den Blick. In sechs Panels, zwei Keynotes und einem interdisziplinären Gespräch diskutieren internationale Wissenschaftler*innen über autoritäre Resilienz, Sicherheit und Souveränität, politische Mobilisierung und Widerstand und digitale Transformation.

    Die Tagung markiert zugleich einen Meilenstein für das IOS: Erstmals präsentiert sich der im April 2025 neu eingerichtete Arbeitsbereich Politik auf einer eigenen Tagung der Fachöffentlichkeit. Unter Leitung von Prof. Dr. Cindy Wittke-Hohlfeld ist damit am IOS eine der deutschlandweit größten politikwissenschaftlichen Forschungseinheiten mit Schwerpunkt östliches Europa entstanden. Zu seinen Themenfeldern gehören unter anderem Friedens- und Konfliktforschung, Internationale Beziehungen mit besonderen Bezügen zum Völkerrecht und vergleichende Politikwissenschaft. Das inhaltliche Profil des neuen Arbeitsbereichs schlägt sich unmittelbar im Tagungsprogramm nieder.

    Die Tagung spiegelt die interdisziplinäre Ausrichtung des IOS wider, das Politik, Geschichte, Wirtschaft und Gesellschaft in Ost- und Südosteuropa zusammen denkt: Die Beiträge greifen zentrale aktuelle Herausforderungen der Region aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln auf, etwa die serbische Studentenbewegung im Kontext demokratischer Regression, die Rolle von Interessengruppen in der Ukraine im Krieg, politische Selbstzensur in sozialen Medien in der Türkei oder De-Oligarchisierungsprozesse in Moldau, Georgien und der Ukraine. Auch Fragen der Erinnerungspolitik in Albanien, Kroatien und Montenegro werden diskutiert. Ein interdisziplinäres Gespräch zu transnationaler Repression und demokratischer Resilienz mit Prof. Eva Pils (FAU) ergänzt das Programm.

    Die Keynotes halten zwei renommierte Wissenschaftlerinnen der Universität Kopenhagen: Prof. Iryna Marchuk analysiert in ihrem Vortrag „Regionalization of International Law, Great Powers and the Global Order“, wie Großmächte das Völkerrecht zunehmend regionalisieren und damit die internationale Ordnung herausfordern – eine Entwicklung, die am Beispiel Russlands, aber auch in der Arktispolitik und im Umgang mit internationalen Gerichtshöfen sichtbar wird. Prof. Maria Mälksoo widmet sich in „The New Deterrence Agents from Europe’s East“ den neuen Akteuren der Abschreckungspolitik an der NATO-Ostflanke und der Frage, wie sich Abschreckungsstrategien seit der russischen Annexion der Krym grundlegend weiterentwickelt haben.

    Zeit:
    Mittwoch, 22., bis Freitag, 24. April 2026; Eröffnungsabend am 22. April um 17 Uhr.

    Ort:
    Eröffnungsabend: Auditorium H24 (Vielberth-Gebäude), Universität Regensburg, Universitätsstraße 31, 93053 Regensburg.
    Tagung: Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, IOS (Raum 319, 3. Stock), Landshuter Straße 4, 93047 Regensburg.

    Die Tagung ist mit Ausnahme des Eröffnungsabends am 22. April 2026 öffentlich, die Veranstaltungssprache ist Englisch. Anmeldungen an: annualconference@ios-regensburg.de

    Aktuelles Programm und weitere Informationen: www.leibniz-ios.de/Conference2026

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    Hinweis für Redaktionen: Medienanmeldungen für den Eröffnungsabend und die weiteren Tage mit Platzreservierungen und weitere Informationen unter: presse@ios-regensburg.de

    Mit mehr als 80 Mitarbeiter*innen aus über einem Dutzend Ländern ist das Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) mit Sitz in Regensburg eine der größten Einrichtungen seiner Art. Aufgabe ist die Analyse historischer und gegenwärtiger Dynamiken in Ost- und Südosteuropa – und zwar aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Am IOS forschen Geschichts-, Wirtschafts- und Politikwissenschaftler*innen gemeinsam. Daneben veröffentlicht das Institut Fachzeitschriften und Buchreihen, fördert den akademischen Nachwuchs und beherbergt eine international führende Fachbibliothek. Mehr auf: www.leibniz-ios.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:
    Prof. Dr. Cindy Wittke-Hohlfeld
    Leiterin Arbeitsbereich Politik
    Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung
    Tel.: +49 941/943-5415
    E-Mail: wittke@ios-regensburg.de


    Weitere Informationen:

    https://www.leibniz-ios.de/Conference2026


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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