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27.03.2026 12:23

Forschungsinfrastrukturen der nächsten Generation: WR empfiehlt Umsetzung von DALI, HBS-I und PETRA IV

Georg Scholl Geschäftsstelle
Wissenschaftsrat

    Drei Strahlenquellen sollen Wissenschaftsstandort Deutschland stärken.

    Der Wissenschaftsrat hat zur Umsetzung der ersten drei Vorhaben Stellung genommen, die das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) 2025 auf die nationale Shortlist für Forschungsinfrastrukturen aufnahm. Er empfiehlt die baldige Umsetzung der drei Vorhaben:

    Dresden Advanced Light Infrastructure (DALI) des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf

    DALI plant den Betrieb beschleunigerbasierter Terahertz-Lichtquellen. Diese sollen die Analyse von Materie unter hochintensiven elektromagnetischen Feldern ermöglichen und neue Einblicke in kurzlebige Zustände von Materie auf ultraschnellen Zeitskalen eröffnen. DALI ist als internationale User Facility konzipiert, die ab dem Jahr 2035 wissenschaftlichen Communitys und industriellen Nutzenden für anspruchsvolle, multidisziplinäre Experimente offenstehen soll. Die Anlage soll neue Forschungsansätze in den Materialwissenschaften, der Festkörperphysik und Halbleiterforschung ermöglichen und damit zum Erkenntnisgewinn in der Physik, Chemie, Biologie, Elektronik und Medizin beitragen.

    High Brilliance Neutron Source – Phase I (HBS-I) des Forschungszentrums Jülich und des Helmholtz-Zentrums Hereon

    HBS-I plant die Bereitstellung einer Neutronenquelle auf Basis gepulster Hochstrom-Protonenstrahlen. Mithilfe von hochbrillanten Neutronenstrahlen mit kleinem Durchmesser sollen Struktur, Dynamik und Magnetismus von Materialien auf atomarer und molekularer Ebene untersucht werden, was insbesondere für die Material- und Biowissenschaften von Relevanz ist. HBS-I hat zum Ziel, sich in die europäische Neutronenlandschaft einzugliedern und der knappen Verfügbarkeit von Neutronenstrahlzeit in Deutschland und Europa entgegenzuwirken, indem es ab 2033 den Zugang zu Neutronenexperimenten für Wissenschaft und Industrie ermöglicht und medizinische Radioisotope bereitstellt.

    PETRA IV – the Ultimate 4D X-Ray Microscope des Deutschen Elektronen-Synchrotrons

    PETRA IV ist das Upgrade der bestehenden Synchrotronstrahlungsquelle PETRA III zu einer hochbrillanten 4D-Röntgenmikroskopiequelle. Ziel ist es, Materialanalysen, Echtzeit-Visualisierung und datengetriebenes Materialdesign auf einem neuen Leistungs­niveau zu ermöglichen. Dafür werden bis zu 36 Strahlführungen für Experimente zur Verfügung gestellt, insbesondere für Forschende in Materialwissenschaften, Biowissenschaften, Chemie, Erd- und Umweltforschung sowie Informationstechnologie. PETRA IV hat zum Ziel, eine Führungsposition in der europäischen und globalen Synchrotronforschung einzunehmen.

    Den Stellungnahmen liegt die Bitte des BMFTR zugrunde, die 2025 auf die Shortlist aufgenommenen Vorhaben evaluativ zu begleiten und Empfehlungen zur Umsetzung sowie zum weiteren Aufbau der Vorhaben abzugeben. Neben DALI, HBS-I und PETRA IV werden im Laufe dieses Jahres weitere fünf der neun Vorhaben auf der Shortlist evaluativ begleitet. Dazu zählen die deutschen Beteiligungen am Teilchenphysikexperiment LEGEND-1000 und dem Neutrinodetektor IceCube-Gen2, digitale Forschungsinfrastrukturen für die Sozialwissenschaften (RIDLOP) sowie die Informationstechnologien (SLICES-DE) und Einrichtungen für die Gen- und Zelltherapie (CREATION).


    Originalpublikation:

    https://doi.org/10.57674/qw8h-ra23 - Stellungnahme / Statement zu DALI
    https://doi.org/10.57674/xrw5-9551 - Stellungnahme / Statement zu HBS-I
    https://doi.org/10.57674/nvav-ge49 - Stellungnahme / Statement zu PETRA IV


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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