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27.03.2026 14:30

Einsatz landwirtschaftlicher Maßnahmen kann die Produktivität und Nachhaltigkeit in Usbekistan stärken

Daniela Schimming Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)

    Der IAMO Policy Brief 48 fasst die Ergebnisse einer aktuellen Studie des IAMO und ICARDA zusammen und zeigt auf, warum die Kombination verschiedener Maßnahmen zu besseren Ergebnissen führen kann als die isolierte Förderung einzelner Technologien.

    Usbekistan ist bestrebt, seinen Agrarsektor zu modernisieren, während der Druck auf die Land- und Wasserressourcen zunimmt. Der IAMO Policy Brief 48, der auf einer gemeinsamen Studie des Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) und des International Center for Agricultural Research in the Dry Areas (ICARDA) (Discussion Paper Nr. 203) basiert, hebt hervor, dass nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken (SAPs) als Bündel kombinierter Maßnahmen und nicht als isolierte Interventionen gefördert werden sollten. Die Publikation basiert auf einer gezielten Studie und stützt sich auf die UzFarmBarometer-Umfrage unter 1.225 Manager und Managerinnen kommerzieller landwirtschaftlicher Betriebe in vier Regionen Usbekistans.

    Die Studie untersuchte vier nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken (SAPs): Fruchtfolge, Gülleausbringung, Tropfbewässerung und Laser-Bodenplanierung. Die Fruchtfolge ist die am weitesten verbreitete Praxis und wird von etwa der Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe angewendet, während die Akzeptanz der meisten anderen Technologien unter 20 % liegt. Unter den vier Praktiken sticht die Tropfbewässerung als diejenige hervor, die am konsequentesten mit höheren Erträgen pro Hektar und verbesserten Ergebnissen hinsichtlich der landwirtschaftlichen Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht wird. Die Akzeptanzmuster der vier SAPs stehen in einem konsistenten Zusammenhang mit den wahrgenommenen Vorteilen und Herausforderungen dieser Praktiken sowie mit dem Zugang zu Schulungen und Beratungsunterstützung. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass gebündelte Kombinationen von Maßnahmen, insbesondere solche, die sich auf Tropfbewässerungstechnologien konzentrieren, zu höheren landwirtschaftlichen Erträgen, ökologischen Vorteilen und gerechteren Arbeitsbedingungen führen können als einzelne Maßnahmen.

    Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse empfiehlt der Policy Brief, SAP-Maßnahmen anstelle einzelner Technologien zu fördern, die Tröpfchenbewässerung als Basistechnologie einzusetzen, genauer zu definieren, wo und wie die Lasernivellierung gefördert wird, und die Rentabilität der Einführung für Landwirte und Landwirtinnen transparenter und besser überprüfbar zu machen. Außerdem fordert er einen verstärkten Erfahrungsaustausch unter Landwirten und Landwirtinnen, praxisorientierte Schulungen und Beratungsdienste, bessere lokale Daten für eine gezielte Unterstützung sowie eine stärkere Berücksichtigung von Umwelt- und Gleichstellungszielen bei der Gestaltung der Agrarpolitik.

    Der IAMO Policy Brief 48 „Bundled sustainable agricultural practices as a pathway to economically, environmentally and socially inclusive development in Uzbekistan” ist in der englischen und usbekischen Sprache erschienen. Die Ausgaben können auf der folgenden Webseite kostenfrei heruntergeladen werden: https://www.iamo.de/iamo-policy-briefs.

    Über das IAMO

    Das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) widmet sich der Analyse von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungsprozessen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie in den ländlichen Räumen. Sein Untersuchungsgebiet erstreckt sich von der sich erweiternden EU über die Transformationsregionen Mittel-, Ost- und Südosteuropas bis nach Zentral- und Ostasien. Das IAMO leistet dabei einen Beitrag zum besseren Verständnis des institutionellen, strukturellen und technologischen Wandels. Darüber hinaus untersucht es die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Agrar- und Ernährungssektor sowie die Lebensumstände der ländlichen Bevölkerung. Für deren Bewältigung werden Strategien und Optionen für Unternehmen, Agrarmärkte und Politik abgeleitet und analysiert. Seit seiner Gründung im Jahr 1994 gehört das IAMO als außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft an.

    Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)
    Theodor-Lieser-Straße 2
    06120 Halle (Saale)
    https://www.iamo.de


    Originalpublikation:

    https://www.iamo.de/fileadmin/documents/IAMOPolicyBrief48_en.pdf


    Weitere Informationen:

    https://www.iamo.de/presse/pressemitteilungen/artikel/ein-gebuendelter-einsatz-n...


    Bilder

    Laser-Nivelliergerät in Usbekistan
    Laser-Nivelliergerät in Usbekistan
    Quelle: Nodir Djanibekov
    Copyright: IAMO


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Politik, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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