idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
01.04.2026 14:21

Starke Fundamente für den ländlichen Raum: DFG fördert Greifswalder Forschungsgruppe AdaptInfra

Anne Junia Ziemann Hochschulkommunikation
Universität Greifswald

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue interdisziplinäre Forschungsgruppe. „AdaptInfra – Adaptionsprozesse von Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen“ untersucht, wie sich Infrastrukturen in ländlich-peripheren Räumen an veränderte gesellschaftliche, wirtschaftliche, technische und ökologische Bedingungen anpassen. Ziel ist es, Adaptionsprozesse zu beschreiben und zu erklären, die Anpassungsfähigkeit verschiedener Infrastrukturen zu bewerten und allgemeine Prinzipien für adaptive Infrastrukturen zu entwickeln.

    „Infrastrukturen der Daseinsvorsorge sind Fundamente des Zusammenhalts der Gesellschaft. Gefährlich wird es, wenn Fundamente bröckeln, ins Rutschen geraten oder ganz wegbrechen. Nur eine aufmerksame Beobachtung und rechtzeitige Anpassung können die Funktions- und Leistungsfähigkeit von Infrastrukturen nachhaltig aufrechterhalten und damit den langfristigen Zusammenhalt der Gesellschaft sichern“, sagt Prof. Dr. Volker Beckmann, Sprecher der Forschungsgruppe.

    Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen Infrastrukturen der Daseinsvorsorge. Sie sichern die Grundversorgung der Bevölkerung mit Gütern und Leistungen und erbringen dafür zentrale Vorleistungen. Dazu zählen Infrastrukturen für Gesundheit, Sicherheit und politische Willensbildung ebenso wie das Agrar- und Ernährungssystem, kommunale und zivilgesellschaftliche Infrastrukturen sowie grüne Infrastruktur.

    Interdisziplinär zu tragfähigen Lösungen

    Wissenschaftler*innen aus Ökonomie, Geographie, Kriminologie, Psychologie, Theologie, Medizin und Politikwissenschaft analysieren diese Bereiche aus soziotechnischer und systemdynamischer Perspektive. Jede Disziplin untersucht mindestens eine Infrastruktur und trägt zu einem gemeinsamen Verständnis von Anpassungsprozessen bei. Daraus entstehen politikrelevante Empfehlungen zur Sicherung der Grundversorgung in ländlich-peripheren Räumen.

    Die Forschungsgruppe geht aus dem Konsortium „Think-Rural!“ der Universität Greifswald hervor. Seit Jahren arbeiten dort Forschende aller fünf Fakultäten disziplinübergreifend und problemorientiert zusammen. Außer Wissenschaftler*innen der Universität Greifswald sind zudem Forschende der Universitätsmedizin Greifswald, der Universität Rostock und der RPTU Kaiserslautern-Landau beteiligt. Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) und das Alfried Krupp Kolleg Wissenschaftskolleg Greifswald unterstützen die Arbeit.

    Profilbildung für den Greifswalder Forschungsschwerpunkt Ostseeraum

    „Uns eint eine dezidiert ländliche Perspektive. Die Forschungsgruppe gibt uns jetzt herausragende Möglichkeiten, diese einzigartige Zusammenarbeit zu vertiefen und zu erweitern“, sagt Beckmann. Mit AdaptInfra stärkt die Universität Greifswald ihr Profil in der Spitzenforschung zu ländlichen Räumen, zum Ostseeraum und zu OneHealth.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Volker Beckmann
    Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Landschaftsökonomie
    Universität Greifswald
    Soldmannstr. 15, 17489 Greifswald
    Telefon: +49 3834-420-4122
    volker.beckmann@uni-greifswald.de

    Verantwortliche

    Prof. Dr. Volker Beckmann, AVWL und Landschaftsökonomie, Universität Greifswald
    Prof. Dr. Paula Prenzel, Stadt- und Regionalökonomie, RPTU Kaiserslautern-Landau
    Prof. Dr. Daniel Schiller, Wirtschafts- und Sozialgeographie, Universität Greifswald
    Prof. Dr. Stefan Harrendorf, Kriminologie, Strafrecht, Strafprozessrecht und vergleichende Strafrechtswissenschaften, Universität Greifswald
    Prof. Dr. Silke Schmidt-Schuchert, Gesundheit und Prävention, Universität Greifswald
    Prof. Dr. Samuel Tomczyk, Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsmedizin Rostock
    Prof. Dr. Tobias Braune-Krickau, Praktische Theologie, Universität Greifswald
    Prof. Dr. Steffen Fleßa, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement, Universität Greifswald
    Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Institut für Community Medicine, Universitätsmedizin Greifswald
    Prof. Dr. Neeltje van den Berg, Institut für Community Medicine, Universitätsmedizin Greifswald
    Prof. Dr. Christine Tamásy, Humangeographie, Universität Greifswald
    Prof. Dr. Jochen Müller, Politische Soziologie und Methoden, Universität Greifswald


    Weitere Informationen:

    https://DFG-Forschungsgruppen sind Arbeitsbündnisse mehrerer herausragender Wissenschaftler*innen, die gemeinsam Forschungsaufgaben bearbeiten. Die Förderung soll mittelfristige enge Kooperationen ermöglichen und ist auf vier Jahre mit der Option der Verlängerung auf weitere vier Jahre ausgelegt.
    https://Vermutlich zehn Doktorand*innen, ein*e Post-Doktorand*in, drei Mercator-Fellows und 12 Professor*innen werden ab dem 1. Juli 2026 intensiv zusammenarbeiten.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Medizin, Psychologie, Recht, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).