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Die Logistik und der internationale Warenverkehr stoßen pro Jahr laut Forschenden des Massachusetts Institute of Technology (MIT) aus der Initiative Sustainable Supply Chains etwa 8 Prozent der globalen CO₂-Emissionen aus, 11 Prozent, wenn Häfen und Läger hinzugerechnet werden – Tendenz steigend. Hohe Emissionen sind für Unternehmen mit erhöhten Kosten verbunden. Diese lassen sich einsparen, wenn Ressourcen effizient eingesetzt werden. Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML hat in seiner jährlichen GILA-Marktstudie den THG-Emissionsausstoß von Logistikstandorten weltweit erhoben.
Seit 2019 wird die GILA-Marktstudie durchgeführt, die aus dem Forschungsprojekt »German, Italian & Latin American consortium for resource efficient logistics hubs & transport« (GILA), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde, entstanden ist. Diese Marktstudien werden vom Fraunhofer IML mit den GILA-Partnern Politecnico di Milano und GreenRouter fortgesetzt. Ziel ist es, die Umwelt-Performance von Logistikstandorten besser zu verstehen, Datenlücken zu schließen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die Informationen helfen aber auch den einzelnen Standorten, erklärt Dr. Kerstin Dobers, Autorin der Studie: »Transparenz zum eigenen Ressourcenverbrauch und den damit verbundenen THG-Emissionen ist ein wichtiger Schritt, um die individuelle Performance zu verstehen und zu verbessern: sowohl bezüglich Energieeffizienz als auch Emissionsintensitäten.«
Logistikstandorte sind sehr vielfältig, weil die Anforderungen der Güter eine hohe Diversität mit sich bringen. Zu den Hauptquellen der Treibhausgasemissionen in Logistikimmobilien zählt mit 41 Prozent vor allem das Temperaturmanagement. In diesem Bereich fallen zum Beispiel, je nach Güteranforderung, die Kühlung oder Heizung von Lagerflächen an. An zweiter Stelle steht die Beleuchtung der Logistikbereiche, die 18 Prozent der durchschnittlichen Emissionen verursacht. Ein ebenfalls bedeutender Verursacher ist die Intralogistik mit etwa 16 Prozent, dazu zählen Fördertechnik, Gabelstapler oder automatisierte Lagertechnik. Mittlerweile nehmen knapp 1000 Logistikstandorte weltweit an der Markstudie teil. Untersucht werden dabei vor allem die Energieeffizienz, die jährlichen Treibhausgasemissionen, die Emissionsintensität einzelner Standorte und die durchschnittliche Performance verschiedener Logistik-Hub-Kategorien.
Um die Dekarbonisierung von Logistik-Hubs weiter voranzutreiben, haben die Forschenden sechs zentrale Handlungsfelder entwickelt. Dazu gehören unter anderem die Intralogistik und Automatisierung, operative Prozesse sowie nachhaltige Gebäude und Außenflächen. Mit ausgewählten Fallbeispielen aus der Industrie zu energieeffizienten Beleuchtungssystemen, Smart-Monitoring-Systemen, Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung und Wärmepumpen werden realisierte Emissionseinsparpotenziale vorgestellt. Welche Handlungsempfehlungen am jeweiligen Standort greifen, ist individuell. Um das gezielt abzuleiten, müssen Unternehmen ihre Transparenz erhöhen: »Die diesjährige Marktstudie hat wieder gezeigt, dass ein Großteil der Standorte keine detaillierten Angaben darüber machen kann, wofür sie ihren Strom verwenden. Dies ist aber eine wichtige Information, um relevante Effizienzmaßnahmen zu identifizieren und über Investitionen zu entscheiden«, so Dobers.
Der Bericht der GILA-Marktstudie kann unter folgendem Link bezogen werden: https://store.greenrouter.it/en
Logistikstandorte sind sehr vielfältig, weil die Anforderungen der Güter eine hohe Diversität mit si ...
Copyright: Fraunhofer IML
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
überregional
Forschungsergebnisse
Deutsch

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