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09.04.2026 10:00

Neues aus der Forschung des UKE

Saskia Lemm Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    Mechanismen der Aufnahme des Hefepilzes Candida auris in Immunzellen identifiziert | Deutsche Krebshilfe fördert Verbundprojekt INTEGRATE | Forschungsgruppe SOMACROSS wird weiter gefördert

    Mechanismen der Aufnahme des Hefepilzes Candida auris in Immunzellen identifiziert

    Wissenschaftler:innen des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ist es gelungen, die Aufnahme des Krankheitserregers Candida auris und seine Verarbeitung durch Immunzellen besser zu verstehen. Dies ist entscheidend, um der Ausbreitung entsprechender Infektionen entgegenzuwirken. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden in der Fachzeitschrift Cell Reports veröffentlicht. Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

    Die Forschenden um Prof. Dr. Stefan Linder konnten zeigen, dass menschliche „Fresszellen“ (Makrophagen) bei der Aufnahme des Erregers phagozytische Podosomen ausbilden, eine spezielle Form des Zellskeletts. Mit diesen phagozytischen Podosomen umschließt die Immunzelle wie mit Fingerspitzen die eindringende Hefezelle fest. Die Podosomen fördern Erkenntnissen der Forschenden zufolge auch die Reifung des C. auris enthaltenden Organells in der Immunzelle.

    Der Hefepilz Candida auris ist ein relativ neu auftretender Krankheitserreger und verantwortlich für nosokomiale Ausbrüche. Er kann Infektionen der Haut und der Harnwege, aber auch eine Sepsis verursachen. Er ist gegen mehrere, gängige Antimykotika (Medikamente zur Behandlung von Pilzinfektionen) resistent und wird von Mensch zu Mensch übertragen. Daher wurde er vom Centers for Disease Control and Prevention, der öffentlichen Gesundheitsbehörde der USA, als „emerging health threat” (aufkommende Gesundheitsgefahr) eingestuft.

    Publikation: Linder. Phagocytic podosomes enable efficient uptake of Candida auris by primary human macrophages. Cell Reports.2026.
    DOI: http://doi.org/10.1016/j.celrep.2026.117167
    Kontakt für Rückfragen: Prof. Dr. Stefan Linder, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene

    Deutsche Krebshilfe fördert Verbundprojekt INTEGRATE

    Die Deutsche Krebshilfe fördert das wissenschaftliche Verbundprojekt „INTEGRATE“ (germlINe tesTing rEGistry pRostATe cancEr) unter der Leitung von Prof. Dr. Lars Budäus (Martini-Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf) und Prof. Dr. Alexander Volk (Uniklinik Köln) über drei Jahre mit insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. Die Fördersumme wird unter fünf Universitätskliniken aufgeteilt, auf das UKE entfallen 236.000 Euro. Ziel des Projektes ist es, Einschlusskriterien für die genetische Testung bei familiärem Prostatakrebs zu validieren und parallel ein zentrales Register aufzubauen – als Grundlage für risikoadaptierte Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen für gesunde Männer aus Familien mit Häufung von Prostatakrebs. INTEGRATE vernetzt spezialisierte Prostatakrebszentren mit erfahrenen Forschungseinrichtungen; begleitet wird das Projekt von Patient:innenorganisationen.

    Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Eine genetische Analyse bei familiärem Prostatakrebs in Deutschland wird bislang nicht flächendeckend routinemäßig angeboten, auch weil abgestimmte und in der Versorgung validierte Einschlusskriterien fehlen.

    Kontakt für Rückfragen: Prof. Dr. Lars Budäus (budaeus@uke.de), Martini-Klinik am UKE

    Forschungsgruppe SOMACROSS wird weiter gefördert

    Die Forschungsgruppe FOR 5211 unter Leitung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für weitere vier Jahre mit rund fünf Millionen Euro gefördert. In der ersten Förderphase identifizierten die Forschenden des UKE und ihre Partner zentrale Risikofaktoren und biopsychosoziale Mechanismen, die dazu beitragen, dass akute Körperbeschwerden wie Müdigkeit, Juckreiz oder gastrointestinale Symptome chronisch werden („persistierende somatische Symptome“). In der zweiten Förderphase sollen diese Mechanismen – beispielsweise dysfunktionale Symptomerwartungen – in acht Projekten gezielt therapeutisch adressiert werden. Ziel ist es, die Beschwerden der Betroffenen zu verbessern und wirksame, mechanismusbasierte sowie personalisierte Therapien zu entwickeln. Sprecher der Forschungsgruppe SOMACROSS ist Prof. Dr. Bernd Löwe, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des UKE.

    Weitere Informationen: UKE - Forschungsgruppe FOR5211
    Kontakt für Rückfragen: Prof. Dr. Bernd Löwe, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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