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10.04.2026 09:34

Regionale Arbeitsmarktprognosen für 2026: In den meisten Bundesländern sinkt die Beschäftigung

Laura Deckbar, Tim Goppelt und Christine Vigeant Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

    Das IAB erwartet 2026 in zehn der 16 Bundesländer und mehr als der Hälfte der Agenturbezirke einen Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Die Arbeitslosigkeit wird voraussichtlich in 13 der 16 Bundesländer und rund drei Viertel der Agenturbezirke weiter steigen. In Ostdeutschland wird ein Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 8,0 Prozent prognostiziert, für Westdeutschland eine Stagnation bei 6,0 Prozent. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Regionalprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

    Für 2026 rechnet das IAB erstmals seit 2009 mit einem Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Anstiege werden demnach nur noch in Hamburg mit 0,5 Prozent, Niedersachsen mit 0,3 Prozent sowie Nordrhein-Westfalen und Brandenburg mit jeweils 0,1 Prozent erwartet. Die stärksten Rückgänge werden für das Saarland mit 1,2 Prozent und Sachsen-Anhalt mit 1,0 Prozent prognostiziert. Die Beschäftigung stagniert 2026 voraussichtlich in kreisfreien Großstädten. In städtischen Kreisen und dünn besiedelten ländlichen Kreisen geht der Beschäftigungsrückgang weiter.

    Die größten relativen Anstiege bei den Arbeitslosenzahlen gibt es der Prognose zufolge in Berlin mit 3,3 Prozent und Sachsen mit 3,0 Prozent. Rückgänge werden in Schleswig-Holstein mit 0,5 Prozent, in Niedersachsen mit 0,4 Prozent und im Saarland mit 0,3 Prozent prognostiziert. Während in Bayern weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote mit 4,1 Prozent vorliegt, weisen die Stadtstaaten Bremen mit 11,6 Prozent, Berlin mit 10,6 Prozent und Hamburg mit 8,4 Prozent die höchsten Quoten auf. Einen Rückgang der Arbeitslosenquote wird es voraussichtlich in keinem Bundesland geben. „Das bekannte regionale Gefälle bleibt erhalten. Die Arbeitslosenquoten der süddeutschen Bundesländer sind weiter niedriger als im Rest Deutschlands“, so IAB-Forscherin Sarah Kuhn.

    Einzig Niedersachsen weist 2026 eine steigende Beschäftigung bei sinkender Arbeitslosigkeit auf. Auf Ebene der Agenturen gilt dies lediglich für 23 von 144 Bezirken. „Auch wenn sich in einzelnen Regionen steigende Beschäftigung bei sinkender Arbeitslosigkeit zeigt, ist insgesamt keine deutliche Erholung der regionalen Arbeitsmärkte zu erwarten“, so IAB-Forscherin Anja Rossen.

    Die IAB-Regionalprognose ist abrufbar unter: https://doku.iab.de/kurzber/2026/kb2026-06.pdf.

    Eine Übersicht zur Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, der Arbeitslosen differenziert nach Rechtskreisen und der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sowie der Arbeitslosenquote für Bundesländer und Arbeitsagenturbezirke finden Sie hier: https://iab.de/daten/regionale-arbeitsmarktprognosen/.

    Ein begleitendes Interview mit Anja Rossen zur Regionalprognose lesen Sie hier: https://iab-forum.de/regionalprognose-2026-flaechendeckender-beschaeftigungsaufb....


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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