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10.04.2026 10:23

Pflege neu gedacht: Projekt „sustain2care.ruhr“

Judith Merkelt-Jedamzik Dez. 3 - Kommunikation
Hochschule Bochum

    Das Projekt „sustain2care.ruhr“ sucht konkrete Maßnahmen, um die Pflegewirtschaft im Ruhrgebiet nachhaltiger zu machen, ihren CO₂-Ausstoß zu reduzieren und ihre Zukunftsfähigkeit langfristig zu stärken.

    Mit dem Forschungsprojekt „sustain2care.ruhr“ arbeiten die Hochschule Bochum, MedEcon Ruhr und das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung seit Januar 2026 gemeinsam daran, die Pflegewirtschaft im Ruhrgebiet nachhaltiger zu gestalten. Das Projekt wird von der Europäischen Union und vom Land Nordrhein-Westfalen mit rund einer Million Euro gefördert und läuft bis 2028. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, umzusetzen und wissenschaftlich zu evaluieren, um den ökologischen Fußabdruck der Pflegebranche messbar zu reduzieren und gleichzeitig ihre Zukunftsfähigkeit zu stärken.

    Hoher Handlungsbedarf in einer wachsenden Branche

    Der Gesundheitssektor gehört zu den größten Ressourcenverbrauchern. Pro Pflegeplatz entstehen beispielsweise jährlich rund 7,4 Tonnen CO₂. Gleichzeitig steht die Pflegebranche bislang weniger im Fokus klimapolitischer Maßnahmen. Genau hier setzt das Projekt sustain2care.ruhr an, indem es die Pflegewirtschaft als wichtigen Akteur im Transformationsprozess adressiert und gezielt in nachhaltige Entwicklungen einbindet.

    Das Projekt verfolgt einen systematischen, mehrstufigen Ansatz, der Wissenschaft, Industrie und Versorgung eng miteinander verknüpft. In themenspezifischen Think Tanks erarbeiten regionale Akteure praxisnahe Lösungen, die anschließend in Pflegeeinrichtungen erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Dabei stehen vor allem konkrete Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen im Mittelpunkt.

    Die Ergebnisse werden in praxisorientierte Leitfäden überführt, die eine eigenständige Umsetzung in weiteren Einrichtungen ermöglichen. Ergänzend entsteht ein Methodenkoffer, der den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis sowie zwischen den Einrichtungen systematisch unterstützen und eine Übertragbarkeit über die Region hinaus sicherstellen soll.

    Projekt nimmt Fahrt auf

    Ein erster wichtiger Meilenstein war das Kick-off-Treffen Ende Februar 2026, bei dem die Projektpartner erstmals in Präsenz zusammenkamen und die inhaltliche Zusammenarbeit starteten. „Im nächsten Schritt präsentieren wir sustain2care.ruhr Mitte April auf der Altenpflegemesse in Essen und treten damit erstmals öffentlich in den Dialog mit Fachpublikum und Praxis“, so Prof. Dr. Frank Schmitz, Projektbeteiligter von der Hochschule Bochum.

    Die Konsortialführung des Projektes übernimmt MedEcon Ruhr, das Netzwerk der Gesundheitswirtschaft in der Metropole Ruhr, wissenschaftlicher Partner ist das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Von Seiten der Hochschule Bochum sind der Fachbereich Wirtschaft (Prof. Dr. Stephan Sommer) und der Fachbereich Gesundheitswissenschaften (Prof. Dr. Frank Schmitz) vertreten. Gemeinsam bündeln die Partner ihre Expertise, um die Pflegewirtschaft im Ruhrgebiet nachhaltig weiterzuentwickeln und langfristig resilient aufzustellen.


    Weitere Informationen:

    https://www.hochschule-bochum.de/forschung/sustain2careruhr/ Projektwebsite der Hochschule Bochum
    https://medecon.ruhr/projekte/sustain2care-ruhr/ Projektwebsite bei MedEcon Ruhr
    https://www.linkedin.com/showcase/112586360/ LinkedIn-Seite des Projektes


    Bilder

    Gruppenfoto der Projektbeteiligten beim Kick-off Meeting im Februar 2026.
    Gruppenfoto der Projektbeteiligten beim Kick-off Meeting im Februar 2026.

    Copyright: HSBO


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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