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10.04.2026 15:24

Lancet Countdown Europe: Neuer Bericht zu Gesundheit und Klimawandel

Marietta Fuhrmann-Koch Kommunikation und Marketing
Universität Heidelberg

    Die Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen macht den Kontinent nicht nur wirtschaftlich und politisch verwundbar, sondern hat auch dramatische gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung. Vor wachsender Luftverschmutzung, Hitzeschäden und der klimabedingten Ausbreitung von Infektionskrankheiten warnt der Europäische Lancet Countdown Bericht 2026 zu Gesundheit und Klimawandel, den die Co-Direktoren Prof. Dr. Joacim Rocklöv und Prof. Dr. Cathryn Tonne vorstellen. Gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutieren sie die Ergebnisse im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung an der Universität Heidelberg. Das Launch Event mit Livestream findet am 22. April statt.

    Pressemitteilung
    Heidelberg, 10. April 2026

    Lancet Countdown Europe: Neuer Bericht zu Gesundheit und Klimawandel
    Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik erläutern die dramatischen gesundheitlichen Folgen der Klimakrise und diskutieren über erfolgreichen Klima- und Gesundheitsschutz

    Die Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen macht den Kontinent nicht nur wirtschaftlich und politisch verwundbar, sondern hat auch dramatische gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung. Vor wachsender Luftverschmutzung, Hitzeschäden und der klimabedingten Ausbreitung von Infektionskrankheiten warnt der Europäische Lancet Countdown Bericht 2026 zu Gesundheit und Klimawandel, den die Co-Direktoren Prof. Dr. Joacim Rocklöv (Universität Heidelberg) und Prof. Dr. Cathryn Tonne (Barcelona Institute for Global Health) der Öffentlichkeit vorstellen werden. Gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutieren sie die Ergebnisse des Berichts im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung an der Universität Heidelberg. Den aktuellen Befunden stellen sie dabei erfolgreiche Maßnahmen des Klima- und Gesundheitsschutzes gegenüber. Das Launch Event mit Livestream findet am 22. April 2026 statt.
    Veranstaltungsposter

    Der Lancet Countdown Europe ist eine interdisziplinäre Forschungskollaboration, der 65 Expertinnen und Experten von Forschungseinrichtungen und Organisationen der Vereinten Nationen angehören. Die Kollaboration wurde 2021 als sogenanntes Regionalzentrum des weltweiten Lancet Countdown gegründet und untersucht in fünf Bereichen den Zusammenhang von Gesundheit und Klimawandel in Europa. Dazu gehören Gesundheitsrisiken und Gesundheitsauswirkungen, bereits ergriffene Anpassungs- und Abschwächungsmaßnahmen, die Bereiche Wirtschaft und Finanzen sowie die Auseinandersetzung mit den Themen Klimawandel und Gesundheit durch verschiedene gesellschaftliche Akteure. Der dritte Europa-Bericht, der in der Fachzeitschrift „Lancet Public Health“ veröffentlicht wird, umfasst insgesamt 44 Indikatoren.

    „Wir sehen sehr deutlich, dass der durch die Nutzung von fossilen Brennstoffen angetriebene Klimawandel eine wachsende Bedrohung für die Gesundheit einer immer größer werdenden Zahl von Menschen in Europa darstellt“, betont Prof. Rocklöv. Gleichzeitig gebe es aber auch positive Beispiele aus dem Klima- und Gesundheitsschutz. „Es werden national und lokal eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen, die Hoffnung machen können, dass die Klimakrise eingedämmt werden kann und sich ihre Folgen reduzieren lassen“, so der Epidemiologe, Mathematiker und Statistiker, der als Alexander von Humboldt-Professor der Universität Heidelberg in einer Reihe von großen Projekten an der Universität und am Universitätsklinikum Heidelberg zu den Auswirkungen von Klima- und Umweltveränderungen auf die öffentliche Gesundheit forscht. Seit 2024 leitet er gemeinsam mit Prof. Tonne die Forschungskollaboration Lancet Countdown Europe.

    Das Launch Event zur Vorstellung des aktuellen Europäischen Lancet Countdown Berichts zu Gesundheit und Klimawandel eröffnet Prof. Dr. Michael Boutros, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, bevor Prof. Rocklöv und Prof. Tonne die zentralen Ergebnisse präsentieren. Im Anschluss daran werden Aleksandra Kazmierczak, Koordinatorin des Europäischen Observatoriums für Klima und Gesundheit und Klima- und Gesundheitsexpertin der Europäischen Umweltagentur, sowie Francesca Racioppi, Direktorin des Europäischen Zentrums für Umwelt und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation, einige der Erfolgsgeschichten im Klima- und Gesundheitsschutz vorstellen. Expertinnen und Experten des deutschen Robert-Koch-Instituts, des österreichischen Kompetenzzentrums Klima und Gesundheit sowie der französischen Agence Nationale de Santé Publique kommentieren die Befunde und berichten über Ansätze in ihren Ländern, mit denen sie zum Beispiel auf die in den vergangenen Jahren rapide steigende Zahl von Fällen klimabedingter Infektionskrankheiten reagieren. In einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik wird es um die Frage gehen, wie Klima- und Gesundheitsschutzmaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden können.

    Die Veranstaltung am 22. April findet in der Aula der Alten Universität (Grabengasse 1, Heidelberg) sowie online mit Livestream statt und beginnt um 13.00 Uhr. Dazu ist auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Aula müssen bis 12.45 Uhr Platz nehmen. Für das englischsprachige Launch Event wird vor Ort eine Simultanübersetzung ins Deutsche angeboten. Die Teilnahme – sowohl vor Ort als auch online – erfordert eine Anmeldung unter https://pretix.eu/uni-heidelberg/lcde-rp-2026

    Hinweis für die Redaktionen:
    Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Teilnahme und Berichterstattung herzlich eingeladen. Dafür ist eine Anmeldung unter Angabe der Art der Teilnahme (vor Ort oder via Livestream) erforderlich. Die Anmeldemail ist bis zum 21. April zu senden an hedi.kriit@uni-heidelberg.de

    Kontakt:
    Pressestelle
    Tel. +49 6221 54-2311
    presse@rektorat.uni-heidelberg.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Hedi Kriit, hedi.kriit@uni-heidelberg.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Meer / Klima, Politik, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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