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15.04.2026 15:05

30 Jahre Deutscher Alterssurvey – 30 Jahre Altersforschung für Politik und Gesellschaft

Stefanie Hartmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Zentrum für Altersfragen

    Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) startet in seine 9. Erhebungsphase. Die bundesweit repräsentative Studie sammelt zentrale Erkenntnisse über das Leben von Menschen in der zweiten Lebenshälfte.

    Anlässlich des Beginns der neuen Befragung erklärt Seniorenministerin Karin Prien: „Seit 30 Jahren zeigt der Deutsche Alterssurvey, wie sich das Leben von Menschen zwischen 40 und 85 Jahren entwickelt – in Familie, Beruf und Alltag. Er macht deutlich: Älterwerden ist heute so vielfältig wie nie zuvor. Seine Erkenntnisse sind für uns ein Kompass, um die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen – damit Menschen auch im höheren Alter ihren eigenen Weg gehen, am gesellschaftlichen Leben teilhaben und gut eingebunden bleiben können. Damit ist der Deutsche Alterssurvey eine unverzichtbare Grundlage, um den demografischen Wandel verantwortungsvoll zu gestalten. Ich bin deshalb sehr froh, dass das BMBFSFJ diese zentrale Studie zum Älterwerden in Deutschland ermöglicht.“

    Die teilnehmenden Personen werden jeweils umfassend zu ihrer Lebenssituation und verschiedenen Lebensbereichen befragt, unter anderem zu ihrem beruflichen Status oder ihrem Leben im Ruhestand, zu gesellschaftlicher Partizipation und nachberuflichen Aktivitäten, zu wirtschaftlicher Lage und Wohnsituation, zu familiären und außerfamiliären Kontakten sowie zu Gesundheit, Wohlbefinden und Lebenszielen. Die erste Befragung fand 1996 statt.

    Das Besondere am Studiendesign des DEAS ist, dass es sich um eine Quer- und Längsschnittbefragung handelt, das heißt, dass immer wieder neue Stichproben von Personen ab 40 Jahren gezogen werden; aber auch alle Personen, die sich dazu bereit erklärt haben, immer wieder befragt werden - also mit dem DEAS mitaltern. So können sowohl gesellschaftliche Veränderungen, als auch individuelle Alternsverläufe analysiert werden.

    Bei gleichzeitiger Kontinuität liefert die Studie immer wieder wichtige Erkenntnisse zu aktuellen Debatten. So gab der DEAS zum Beispiel Auskunft darüber wie sich die Enkelbetreuung, das Empfinden von Einsamkeit oder die Partnerschaftsqualität während der Corona-Pandemie gestalteten. Die Erkenntnisse zu pflegenden Angehörigen liefern wichtige Impulse für die Diskussion um das Pflegezeitgesetz und die Befunde zur Verbreitung von Einsamkeit untermauern die Bedeutung von politischen Maßnahmen wie dem Kompetenznetz Einsamkeit.

    Der Datenschatz des DEAS ist vielfältig und groß – zu groß, als dass die Wissenschaftler*innen des Deutschen Zentrums für Altersfragen ihn alleine heben könnten. Daher gibt es seit 2010 ein Forschungsdatenzentrum am DZA, bei dem externe Wissenschaftler*innen die Daten für eigene Forschungszwecke beantragen können. Auf diese Weise kamen inzwischen über 1.200 Publikationen zusammen, die sich auf DEAS-Daten stützen.

    Neben Altersfragen, denen der DEAS schon lange auf den Grund geht, kommen immer wieder neue, aktuelle Themen hinzu: Beispielsweise über das Bedrohungsempfinden durch den Klimawandel oder das Vertrauen in politische Institutionen. In der Befragung, die gerade an den Start ging, wird erstmals systematisch die Lebenssituation von Menschen in Alten- und Pflegeheimen erhoben. Zudem werden verschiedene Themen breiter erfasst als zuvor, beispielsweise das lebenslange Lernen, dass auch beim Zehnten Altersbericht eine zentrale Rolle spielen wird. Für eine evidenzbasierte Senioren-, Familien- und Sozialpolitik ist der Deutsche Alterssurvey also nicht mehr wegzudenken.


    Weitere Informationen:

    https://https:/www.deutscher-alterssurvey.de Weitere Informationen zum Deutschen Alterssurvey
    https://www.dza.de/presse/download-pressegrafiken Das Comic „Jenseits von Klischees: Der Deutsche Alterssurvey“


    Bilder

    Comic „Jenseits von Klischees: Der Deutsche Alterssurvey“
    Comic „Jenseits von Klischees: Der Deutsche Alterssurvey“

    Copyright: Julia Schneider, Pauline Cremer, DZA


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Politik, Psychologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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