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16.04.2026 11:31

Mehr Jugendliche für MINT gewinnen: Easy-to-ignore-Gruppen durch außerschulische MINT-Bildungsarbeit erreichen

Gwendolyn Paul Pressestelle
Zukunft durch Innovation.NRW

    Viele Jugendliche werden von außerschulischen MINT-Angeboten (noch) nicht erreicht. Dies liegt häufig nicht an mangelnder Motivation der jungen Menschen, sondern an Barrieren wie fehlendem Geld, schwieriger Erreichbarkeit von Angeboten, fehlenden Zugängen oder auch an Sprachhürden. Die Ausarbeitung „Easy-to-ignore-Gruppen – Erkennen. Erreichen. Binden. Anregungen für die außerschulische Bildungsarbeit“ der Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation.NRW (zdi.NRW) zeigt, wie Bildungsakteur:innen sogenannte Easy-to-ignore-Gruppen erkennen und einbinden können. Praxisbeispiele aus NRW verdeutlichen: Vertrauen, niedrigschwellige Zugänge und langfristige Begleitung sind entscheidend.

    Nicht für alle Jugendlichen ist der Weg zu außerschulischen MINT-Angeboten gleichermaßen einfach. Häufig liegt das nicht an mangelndem Interesse, sondern daran, dass jungen Menschen Barrieren im Weg stehen. Fehlendes Geld, unerreichbare Orte, Sprachhürden oder das Fehlen von Vorbildern im eigenen Umfeld können Hemmnisse darstellen. Die sogenannten Easy-to-ignore-Gruppen (Eti-Gruppen) bleiben leicht unbemerkt, wenn Bildungsangebote nicht gezielt auf ihre Lebensrealität eingehen und Zugänge eröffnen.

    Die Gemeinschaftsoffensive zdi.NRW möchte mit ihren Angeboten auch diejenigen erreichen, die bisher noch keinen Zugang zu MINT-Angeboten gefunden haben:
    - Jene, deren spezifische Lebenslage oder individuelle Bildungsgeschichte Zugänge erschweren,
    - jene, die mit Hindernissen zu kämpfen haben und mehr Unterstützung benötigen,
    - jene, die in MINT-Bildungsangeboten aktuell noch unterrepräsentiert sind.

    Die Ausarbeitung „Easy-to-ignore-Gruppen – Erkennen. Erreichen. Binden. Anregungen für die außerschulische Bildungsarbeit“ von zdi.NRW bündelt Erfahrungen aus der Praxis und gibt Anregungen, wie Bildungsakteur:innen Jugendliche besser erreichen können. Sie zeigt Forschungsergebnisse, Praxiserfahrungen und Beispiele aus NRW.

    Drei zentrale Erkenntnisse:
    - Barrieren abbauen: Jugendliche bleiben nicht fern, weil sie kein Interesse haben, sondern weil strukturelle Hürden wie Mobilität, Finanzen oder Sprache den Zugang erschweren.
    - Vertrauen aufbauen: Angebote wirken vor allem dann, wenn sie über vertraute Personen wie Lehrkräfte oder Sozialarbeiter:innen vermittelt werden.
    - Langfristig begleiten: Kontinuität, Partizipation und sichtbare Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen der Jugendlichen und fördern nachhaltige Bildungswege über die gesamte Bildungskette hinweg.

    Die Ausarbeitung zeigt: Es ist nicht ausreichend, gute Angebote bereitzustellen. Entscheidend ist, dass MINT-Angebote so gestaltet werden, dass alle Jugendlichen teilnehmen können. Praxisbeispiele aus NRW zeigen, wie es gelingen kann, Barrieren abzubauen und neue Zugänge zu MINT zu schaffen.

    MINT-Angebote für alle leisten einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem und langfristig auch zur Fachkräftesicherung im MINT-Bereich.

    Mehr Informationen:
    Das Paper „Easy-to-ignore-Gruppen – Erkennen. Erreichen. Binden. Anregungen für die außerschulische Bildungsarbeit“ enthält Tipps und Gute Praxis-Beispiele. Es steht hier zum Download zur Verfügung:
    https://zdi-portal.de/wp-content/uploads/2025/09/Aufbereitung_Eti_zdi.NRW_080925...

    Ein umfassender Beitrag zum Thema „Easy-to-ignore-Gruppen und MINT-Bildung“ ist hier zu finden:
    https://zdi-portal.de/blog/unter-der-lupe-easy-to-ignore-teil-1/

    Über zdi.NRW:

    zdi.NRW steht für „Zukunft durch Innovation.NRW“ und ist mit über 5.700 Partnerschaften mit Akteur:innen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Schule, Politik und Gesellschaft europaweit das größte Netzwerk zur Förderung des MINT-Nachwuchses. Flächendeckend gibt es zdi-Angebote in allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. Über 2.000 Schulen in NRW machen mit – das sind rund 20 % der Grundschulen und 65 % der weiterführenden Schulen in NRW. In über 20 Jahren hat zdi.NRW über 4,5 Millionen junge Menschen erreicht. Über 100 zdi-Schüler:innenlabore bieten Kindern und Jugendlichen Räume, um MINT zu erleben, ihrer Begeisterung für MINT nachzugehen und sich über MINT-Ausbildungs- und Studiengänge zu informieren. Die Kurse und Angebote von zdi.NRW tragen auch zum Transfer aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse aus den Hochschulen heraus bei. Koordiniert wird zdi.NRW vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Landesweite Partner:innen sind unter anderem die Ministerien für Schule und Bildung und für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.

    Weitere Informationen: www.zdi-portal.de und https://mint-community.de

    Pressekontakt:
    zdi-Kommunikation
    Gwendolyn Paul
    paul@matrix-gruppe.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Magdalena Hein hein@matrix-gruppe.de
    Katharina Glowalla glowalla@matrix-gruppe.de


    Originalpublikation:

    https://zdi-portal.de/wp-content/uploads/2025/09/Aufbereitung_Eti_zdi.NRW_080925...


    Bilder

    Mit aufsuchender MINT-Bildung unterschiedliche Kinder und Jugendliche erreichen.
    Mit aufsuchender MINT-Bildung unterschiedliche Kinder und Jugendliche erreichen.
    Quelle: Boris Loehrer
    Copyright: zdi.NRW


    Anhang
    attachment icon Easy-to-ignore-Gruppen Erkennen. Erreichen. Binden

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Informationstechnik, Maschinenbau, Pädagogik / Bildung, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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