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Wissenschaft
Die Informationsinitiative Tierversuche verstehen veröffentlicht anlässlich des Tages des Versuchstiers am 24. April die sechste Auflage des „Kompass Tierversuche 2026". Das Magazin dient als Wegweiser durch ein Meer von Daten über den Einsatz von Tieren in der Forschung. Hinter diesen Zahlen- und Prozentwerten steckt mehr als nur ein bloßer Vergleich zum Vorjahr. Die detailreiche Informationsschrift bietet einen strukturierten und umfassenden Überblick über die wichtigsten Daten und Fakten zu Tierversuchen. Die Initiative feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen.
Bereits zum sechsten Mal legt die Initiative Tierversuche verstehen anlässlich des Tages des Versuchstiers am 24. April den „Kompass Tierversuche 2026“ vor. Die umfangreiche und aufwändig recherchierte Informationsbroschüre dient als Wegweiser entlang der langen Reihe von Zahlen, Fakten und Aspekten zum Thema Tierversuche. Übersichtliche Schaubilder erleichtern es, die jährlich vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) veröffentlichte Statistik zu den Versuchstierzahlen in Deutschland besser zu verstehen.
Der Kompass Tierversuche präsentiert auf rund 50 Seiten verständlich aufbereitete Daten, ergänzt durch Zusatzinformationen und Grafiken. Die Publikation richtet sich sowohl an die interessierte Öffentlichkeit als auch an Wissenschaft, Politik und Medien.
Deutschland im internationalen Vergleich
Zur Orientierung und Einordnung gehört auch der Blick über die Grenzen hinaus. Tierversuche sind kein nationales Thema, sondern Teil eines globalen Forschungs- und Wirtschaftsgefüges. Doch wie steht Deutschland im internationalen Vergleich da – und was können wir von anderen lernen? Der Kompass „Tierversuche 2026” wagt eine weltweite Bestandsaufnahme und zeigt, wie sich Deutschland zwischen hohen ethischen Ansprüchen und wachsender internationaler Konkurrenz behauptet. Ein globaler Trend sticht dabei heraus: Gesetzlich vorgeschriebene Tierversuche für regulatorische Zwecke gehen weiter zurück, neuerdings flankiert von politischen Roadmaps zur weiteren Reduktion. Diese Entwicklung erfordert ein Umdenken in der Diskussion über Tierversuche, nicht nur in Deutschland.
So wenig wie nötig, so viele wie möglich
Eine Frage rückte dabei mit wachsendem Bewusstsein für Tierwohl zunehmend in den Fokus und wird zur Herausforderung: Wie viele Tiere sind für gute Forschung erforderlich – und wie wenige reichen aus? Die Antwort ist keine rein ethische – sie ist auch eine methodische. Validität, Reproduzierbarkeit, Übertragbarkeit: Diese Kriterien entscheiden darüber, ob Forschungsergebnisse wirklich belastbar sind. So wenig Tiere wie möglich, aber so viele wie nötig – ein Leitsatz, der einfacher klingt als er ist. Die richtige Balance müssen Forschende für jedes Experiment neu abwägen.
Refinement – methodische Verfeinerung von Tierversuchen
Einen konkreten Beitrag zu dieser Balance leistet das sogenannte Refinement – die methodische Verfeinerung von Tierversuchen. Sie wird in den offiziellen Belastungskategorien nicht sichtbar, bringt aber große Veränderungen in die Labore. Automatisiertes Monitoring, KI-gestützte Verhaltensanalysen und Homecage-Testsysteme helfen, Stress und Schmerzen bei Versuchstieren frühzeitiger zu erkennen und gezielt zu reduzieren. Dabei bleibt aufmerksames und gut geschultes Personal entscheidend. Und es zeigt sich: Je besser es den Tieren geht, desto zuverlässiger sind in vielen Fällen auch die wissenschaftlichen Daten.
Xenotransplantationen – ein Herz vom Schwein
Wohin diese Forschung führen kann, zeigt kaum ein Beispiel eindrücklicher als die Xenotransplantation. Jedes Jahr sterben in Deutschland hunderte Menschen, weil kein passendes Spenderorgan verfügbar ist. Was vor wenigen Jahren noch undenkbar schien, ist längst Realität: Erste Transplantationen von Tier-Organen am Menschen haben 2022 in den USA bereits stattgefunden. Der „Kompass Tierversuche 2026” beleuchtet, wie jahrzehntelange tierexperimentelle Forschung diesen Weg geebnet hat, welche ethischen Fragen sich daraus ergeben und welche Zukunftsszenarien parallel dazu entstehen – von mechanischen Herzunterstützungssystemen bis zum 3D-gedruckten Organ.
Höhepunkte aus der Forschung
Zum Abschluss bietet der „Kompass Tierversuche 2026” einen Einblick in wegweisende Forschungsergebnisse, die nicht nur das Potenzial haben, den medizinischen Fortschritt voranzutreiben, sondern auch neue Perspektiven für den Tierschutz und die Reduktion von Tierversuchen eröffnen.
Mit dem Kompass möchte die Initiative Tierversuche verstehen eine fundierte Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema der Tierversuche fördern und einen konstruktiven Dialog über die Zukunft und die Entwicklung der Forschung unterstützen.
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Tierversuche: Deutschland im weltweiten Vergleich
Quelle: Redaktion Tierversuche verstehen
Copyright: Initiative Tierversuche verstehen
Offenheit und Dialog - Zehn Jahre Initiative Tierversuche verstehen
Quelle: Redaktion Tierversuche verstehen
Copyright: Initiative Tierversuche verstehen
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Biologie, Chemie, Medizin
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
Deutsch

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