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Wie kann Chemie zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Gesellschaft und einer nachhaltigen Industrie beitragen? Antworten vermittelt ab dem Wintersemester 2026/2027 der neue Studiengang Nachhaltige Chemie an der Ruhr-Universität Bochum.
Nachhaltigkeit ist eine der Herausforderungen unseres Jahrhunderts und gewinnt immer weiter an Bedeutung. Auch die Natur- und Ingenieurswissenschaften sind gefordert, Produkte und Verfahren so zu optimieren, dass die Erzeugung gefährlicher Stoffe reduziert oder vermieden wird.
„Unsere zukünftigen Studierenden werden sich neben den Grundlagen der Chemie auch intensiv mit der sogenannten Lebenszyklusanalyse und der Ökonomie von Prozessen beschäftigen, also mit einer systematischen Analyse der potenziellen Umweltwirkungen und der Energiebilanz von Produkten“, erklärt Prof. Dr. Bastian Mei, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Energie- und Umweltkatalyse am Lehrstuhl für Technische Chemie an der Ruhr-Universität Bochum. Die Produktvielfalt ist dabei fast unendlich, da die Herstellung von Handys, Kleidung sowie von Haushalts- und Kosmetikprodukten auf chemischen Prozessen basiert.
Brückenbauer zwischen den Disziplinen
Die Studierenden werden lernen, eine Vermittlerrolle zwischen der klassischen Chemie und den möglichen Anwendungsfeldern der Forschung einzunehmen. „Forschungsorientierte Chemikerinnen und Chemiker im Labor sprechen traditionell eine andere Sprache als Mitarbeitende in Produktionsanlagen. Wir wollen eine Brücke zwischen den Disziplinen bauen, um Aspekte der Nachhaltigkeit konsequent in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen“, so Mei.
Nachhaltige Lern- und Lehrmethoden
Eine weitere Besonderheit des Studiengangs ist die Wahl der Lernmethoden: „Wir haben gemerkt, dass wir auch das Lernen neu denken müssen und die Nachhaltigkeit des Erlernten verbessern müssen. Somit haben wir neue Lehr- und Lernmethoden in den Studiengang integriert.“
Die Studierenden werden nicht ausschließlich zuerst die theoretischen Grundlagen lernen und diese dann im Labor praktisch anwenden – die Fakultät geht erstmals den genau anderen Weg. Die Studierenden werden früh in Forschungsfragen eingebunden und erarbeiten sich in Zusammenarbeit mit den Dozierenden sowie mit Studierenden höherer Semester, die zu „Teaching Assistants“ ausgebildet werden, das theoretische Basiswissen anhand dieser Anwendungsfälle.
„Unser Studienangebot richtet sich an alle, die ein generelles Interesse an Naturwissenschaften haben und zusätzlich erfahren wollen, wie die Chemie dazu beiträgt, dass nachwachsende Rohstoffe effizient genutzt, Abfälle vermieden oder recycelt und chemische Prozesse optimiert werden können“, berichtet Mei.
Digitaler Hochschultag
Am 18. Mai 2026 ab 15 Uhr gibt es alle Infos zum gesamten Studienangebot der Fakultät für Chemie und Biochemie in der Veranstaltungsreihe Digitale Hochschultage. Über Zoom informieren die Studienfachberatung über Zugangsvoraussetzungen, Lehrinhalte und Besonderheiten der Studiengänge. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung über das Online-Formular notwendig.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Chemie
überregional
Studium und Lehre
Deutsch

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