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21.04.2026 10:17

UNESCO zeichnet Energieseminar der TU Berlin erneut für Bildung für nachhaltige Entwicklung aus

Stefanie Terp Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
Technische Universität Berlin

    Selbstorganisiert, interdisziplinär und praxisnah: Im Energieseminar der TU Berlin erarbeiten Student*innen Projekte zu Energie, Umwelt und Gesellschaft und gestalten Bildung für nachhaltige Entwicklung aktiv mit

    Das Energieseminar der Technischen Universität Berlin ist im Jahr 2026 erneut ausgezeichnet worden: Die Deutsche UNESCO-Kommission und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend verliehen ihm die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ im Rahmen des UNESCO-Programms BNE 2030. Die feierliche Verleihung fand am 16. April 2026 in Dresden statt. Bereits 2008 war das Seminar von der UNESCO als offizielles Dekadenprojekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gewürdigt worden.

    Von der studentischen Initiative zum etablierten Lehrformat
    Das Energieseminar ist ein besonderes Lehrformat mit langer Tradition: Es wurde in den 1980er Jahren von Studierenden im Kontext der Anti-Atombewegung als Alternative zu klassischen Lehrveranstaltungen gegründet. Bis heute ist es ein studentisch selbst organisiertes Projektseminar geblieben, das innovative Formen des Lernens und Forschens ermöglicht.

    Lernen an der Schnittstelle von Energie, Umwelt und Gesellschaft
    Im Zentrum stehen interdisziplinäre Projekte, die jedes Semester von Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen entwickelt und durchgeführt werden. Die Angebote richten sich sowohl an Hochschulangehörige als auch an Teilnehmende außerhalb der Universität. Inhaltlich bewegen sich die Projekte an der Schnittstelle von Energie, Umwelt und Gesellschaft und verbinden theoretische Grundlagen mit praxisorientierter Arbeit.

    Selbstorganisiert, hierarchiearm und praxisnah
    Charakteristisch für das Energieseminar ist die Arbeit in selbstorganisierten Kleingruppen. Die Teilnehmer*innen bestimmen eigenständig Themen, Methoden und Zielsetzungen ihrer Projekte. Dadurch entsteht eine erfahrbare, hierarchiearme Lernumgebung, die kritische Recherche, eigenverantwortliches Arbeiten und nachhaltiges Handeln fördert.

    Breites Themenspektrum mit gesellschaftlicher Relevanz
    Thematisch deckt das Energieseminar ein breites Spektrum ab. Dazu zählen unter anderem Energie, Ernährung, Generationengerechtigkeit, Geschlechtergleichstellung, Klima, Menschenrechte, Mobilität und Verkehr, nachhaltige Städte und Gemeinden, nachhaltiger Konsum und Produktion, nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Arbeit, Ökosysteme und Biodiversität sowie die Reduzierung globaler Ungleichheiten. Die Projekte orientieren sich dabei auch an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals). Grundsätzlich sind alle Themen rund um Energie, Umwelt und Gesellschaft möglich und werden in den Energieseminarprojekten kritisch beleuchtet.

    Im Lehrbetrieb der TU Berlin verankert
    Mittlerweile ist das Energieseminar fest in den Lehrbetrieb der TU Berlin integriert und interdisziplinärer Bestandteil des Fachgebietes „Wärmeübertragung und -wandlung“. Es verbindet studentisches Engagement mit wissenschaftlicher alternativer Lehre und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verankerung von Nachhaltigkeit in der Hochschulbildung.

    Mit der erneuten Auszeichnung würdigt die UNESCO das langjährige Engagement des Energieseminars für innovative, partizipative und praxisnahe Bildung für nachhaltige Entwicklung.

    Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
    Rosalin Blessing
    Energieseminar
    Fachgebiet Wärmeübertragung und -wandlung
    Fakultät III Prozesswissenschaften
    E-Mail: r.blessing@campus.tu-berlin.de
    https://energieseminar.de/


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Energie, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Studium und Lehre, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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