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27.04.2026 08:41

Mikrobiome für die weltweite Forschung: Leibniz-Institut DSMZ erweitert Produktspektrum

Dr. Manuela Schüngel Stabsstelle Presse und Kommunikation
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

    Definierte mikrobielle Gemeinschaften aus drei Mikrobiomen jetzt verfügbar

    Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH aus Braunschweig hat sein Portfolio um repräsentative Gemeinschaften verschiedener Mikrobiome erweitert. Diese stehen Forschenden weltweit ab sofort über die Website des Instituts zur Verfügung.

    Mikrobiome von Maus, Mais und Süßgras
    Hervorzuheben sind dabei drei definierte mikrobielle Gemeinschaften aus den Mikrobiomen von Maus, Mais und einem Süßgras. Diese speziellen Produkte umfassen eine Auswahl von Bakterien aus dem jeweiligen Mikrobiom, die als Paket erworben werden können und somit vergleichbare Studien ermöglichen. Bisher standen die Bakterien eines Mikrobioms nur als Einzelprodukte zur Verfügung. Neben diesen ausgewählten Gemeinschaften stellt das Leibniz-Institut DSMZ auch eine große Auswahl entsprechender Vertreter weiterer Mikrobiome, beispielsweise aus dem menschlichen Darmtrakt, aus dem Schwein und Huhn sowie der Pflanzenart Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana), auch Gänserauke genannt, als Einzelprodukte zur Verfügung. Auch diese Bioressourcen können von Forschenden weltweit für ihre Experimente genutzt werden. Alle Informationen zu den verfügbaren Mikrobiome gibt es jetzt auf der Website des Leibniz-Instituts DSMZ unter https://www.dsmz.de/collection/catalogue/microorganisms/microbiota.

    Trend Mikrobiomforschung
    Ein Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen (vor allem Bakterien), die in einem Lebensraum beispielsweise auf bestimmten Bereichen unseres Körpers, leben, sowie deren Genome, Stoffwechselprodukte und die funktionale Interaktion mit dem Wirt oder der Umgebung. Die Erforschung von Mikrobiomen und der darin lebenden Mikrobiota (Gesamtheit der Mikroorganismen) hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Hintergrund ist, dass das Zusammenspiel von beispielsweise dem Menschen mit seinem Darm- oder Hautmikrobiom einen Einfluss auf die Gesundheit hat. Das gilt nicht nur für Mensch und Tier, sondern auch für Pflanzen. Daher ist das Untersuchen und Verstehen von Mikrobiomen ein Schlüssel zu neuen Präventions- und Behandlungsansätzen für Mensch, Tier und Pflanze.

    DSMZ-Pressekontakt
    PhDr. Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
    Tel.: 0531/2616-300
    E-Mail: press@dsmz.de

    Über das Leibniz-Institut DSMZ
    Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 93.600 Bioressourcen und hat rund 210 Beschäftigte. https://www.dsmz.de

    Über die Leibniz-Gemeinschaft
    Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, vernetzen sich in übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, insbesondere mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf technologisch relevanter Forschung und aktivem Technologietransfer: Leibniz-Institute bringen innovative Entwicklungen gezielt in die Anwendung und fördern durch Kooperationen mit Wirtschaft und Industrie die Umsetzung neuer Technologien in die Gesellschaft. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – unter anderem in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 21.400 Personen, darunter 12.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Finanzvolumen liegt bei gut 2,3 Milliarden Euro. https://www.leibniz-gemeinschaft.de


    Bilder

    Lichtmikroskopische Bilder von Bakterien aus dem Darm-Mikrobiom der Maus
    Lichtmikroskopische Bilder von Bakterien aus dem Darm-Mikrobiom der Maus

    Copyright: DSMZ


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Biologie, Medizin, Meer / Klima, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

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