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Ilmenau/Rausdorf, 28. April 2026: Die Vermeidung von Einwegverpackungen ist eine der zentralen Herausforderungen für Handel und Gastronomie – insbesondere seit der Verschärfung des Verpackungsgesetzes. Gemeinsam mit dem Startup TUVAS GmbH hat das Fraunhofer IOSB-AST eine Desinfektionsschleuse entwickelt, die es ermöglicht, mitgebrachte Mehrwegbehälter hygienisch einwandfrei für die Befüllung an Verkaufstresen vorzubereiten. Das Fraunhofer IOSB-AST brachte dabei seine Expertise im Bereich UV-LED-Anwendungen ein und übernahm die Entwicklung der Elektronik sowie der Steuerungssoftware.
Die novellierte Verpackungsgesetzgebung verpflichtet Unternehmen zunehmend, Mehrwegalternativen anzubieten. Hier stehen besonders kleine und mittlere Betriebe vor der Herausforderung, praktikable Lösungen umzusetzen. Die Lösung bietet eine sogenannte Hygieneschleuse: Kunden stellen ihre mitgebrachten Behälter in das kompakte Gerät, in dem diese sekundenschnell mittels UV-C-Licht desinfiziert werden. Das Thekenpersonal kann den Behälter anschließend hygienisch einwandfrei entnehmen und befüllen – ganz ohne Reinigungsmittel oder zusätzlichen Auf-wand.
Das Funktionsprinzip basiert auf einem Drehsystem: Der eingestellte Behälter wird im Inneren der Schleuse durch energiesparende UV-C-LEDs bestrahlt, die 99,9 Prozent aller Keime abtöten. Nach der Desinfektion erfolgt die Entnahme auf der gegenüberliegenden Seite – eine räumliche Trennung zwischen Kunden- und Personalbereich ist damit gewährleistet.
Das Fraunhofer IOSB-AST arbeitet seit 2024 mit der TUVAS GmbH zusammen. Im Rahmen der Kooperation entwickelte Thomas Westerhoff die komplette Elektronik des Prototyps sowie die eingebettete Software zur Steuerung des Desinfektionsprozesses. Die langjährige Expertise des Instituts im Bereich UV-LED-Anwendungen bildete die Grundlage für die technische Umsetzung.
„Die Verbindung von Hygiene und Nachhaltigkeit ist ein wachsendes Anwendungsfeld für unsere Forschung im Bereich eingebetteter intelligenter Systeme. Mit der Desinfektionsschleuse zeigen wir, wie sich UV-C-Technologie effizient und
anwenderfreundlich in die Abläufe und Anforderungen von Handel und Gastronomie
integrieren lässt.", erläutert Thomas Westerhoff vom Fraunhofer IOSB-AST.
Die TUVAS GmbH, Mitglied in der MEHRCE-Community, bietet die Hygieneschleuse als Plug-and-Play-Lösung zum Kauf oder zur Miete an. Das Gerät eignet sich für alle gängigen Mehrwegbehältnisse – von Thermobechern über Fitness-Shaker bis hin zu Metall- und Kunststoffgefäßen. Erfolgreich im Einsatz ist die Lösung bereits bei Café & Bäckerei Bölling in Münster. Gäste nutzen dort nun häufiger eigene Behälter – was schon heute Verpackungsmaterial und Entsorgungskosten reduziert.
Über die TUVAS GmbH
Gegründet 2024 von einem interdisziplinären Team um Ideengeber Michael Böhm, hat sich TUVAS zum Ziel gesetzt, praktikable, leicht einsetzbare Technologien für den Umgang mit Mehrweg in Gastronomie und Handel zu schaffen. Die Hygiene-schleuse UV-C ist das erste marktreife Produkt und entstand in enger Kooperation mit dem Fraunhofer IOSB-AST. TUVAS steht für „Technologie für umweltverträgliche Versorgungssysteme“ – ein junges Unternehmen, das innovative Lösungen für Nach-haltigkeit im Alltag entwickelt. Als Mitglied der MEHRCE-Community treibt TUVAS die praktische Umsetzung der Mehrwegangebotspflicht mit technologischer Unter-stützung voran.
Thomas Westerhoff, 03677 461- 107, thomas.westerhoff@iosb-ast.fraunhofer.de
https://www.iosb-ast.fraunhofer.de/de/presse/pressemitteilungen/uvc-desinfektion...
Thomas Westerhoff entwickelt innovative Desinfektionsverfahren auf Basis moderner UV-LEDS
Quelle: Martin Käßler
Copyright: Fraunhofer IOSB-AST
Jens Nientiedt (Inhaber Café & Bäckerei Bölling) und Michael Böhm (TUVAS GmbH) freuen sich über den ...
Quelle: TUVAS GmbH
Copyright: TUVAS GmbH
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
Deutsch

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