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Wissenschaft
Jährlich schreibt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) den Deutschen Medienpreis Neurologie aus. Bewerben können sich hauptberufliche Medienschaffende mit Beiträgen aus jedem Genre (Interview, Artikel, Feature, Podcast, Film- oder Hörfunkbeitrag), solange es sich um neurologische Themen handelt. Bewertet werden fachliche Richtigkeit, Tiefe der Recherche, Originalität und emotionale Ansprache. Bewerbungen können noch bis Ende Mai eingereicht werden. Die Teilnahmebedingungen sind in der Ausschreibung dargelegt (https://www.dgn.org/cms-content/Ausschreibung_Medienpreis_2026_1768543912532.pdf).
„Die Neurologie bietet eine große Bandbreite an Themen, und wir sind froh, dass viele von ihnen eine hohe Resonanz in den Medien erfahren“, erklärt DGN-Generalsekretär Prof. Dr. Peter Berlit. Um dieses Engagement, das letztlich zu einer Sensibilisierung der Bevölkerung für neurologische Erkrankungen und für ihre Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten beiträgt, zu „belohnen“, schreibt die DGN seit 2008 jährlich den Deutschen Medienpreis Neurologie aus. Der Preis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert (verteilt auf 2 Preisträgerinnen/Preisträger) und wird im November in Berlin auf der „Neurowoche“ verliehen.
Fragt man den DGN-Generalsekretär nach den Hauptkriterien, nach denen die Bewertung erfolgt, hebt er verschiedene Punkte hervor: „Als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft bewerten wir die inhaltliche Qualität, fachliche Richtigkeit und die Tiefe der Recherche.“ Wie der Experte weiter ausführt, wird es auch positiv gewertet, wenn bei kontroversen Themen verschiedene Perspektiven aufgezeigt und unterschiedliche Stimmen gehört werden. Auch stelle sich die Jury immer die Fragen: „Ist der Beitrag spannend, klar strukturiert und verständlich?“
Darüber hinaus zählt bei der Bewertung das, was den Journalismus von der Wissenschaft abhebt: Dass ein Beitrag nicht nur informiert, sondern auch berührt und das Publikum emotional „anspricht“. „Wir sind oft überrascht, wie viel ‚Gänsehautmomente‘ durch Wissenschaft erzeugt werden können und wie stark gute Beiträge ‚nachhallen‘, also auch zum Nachdenken, Diskutieren oder Handeln anregen, manchmal sogar gesellschaftliche Diskurse auslösen. Und genau diese gelungene Translation neurologischer Themen von der Forschung in die Gesellschaft ist ein Aspekt, den wir mit dem Preis honorieren möchten.“
Abschließend weist Prof. Berlit auf die offizielle Ausschreibung [1] hin, in der verschiedene Bedingungen für die Bewerbung festgelegt wurden, z. B. in welchem Zeitraum der Beitrag erschienen sein muss, und dass nur Beiträge von hauptberuflichen Journalistinnen/Journalisten, Podcasterinnen/Podcaster oder Fimschaffenden, nicht aber von Werbeagenturen, Ärztinnen und Ärzten eingereicht werden können. Auch erinnert er daran, vor Einreichung gegenzuchecken, ob es sich tatsächlich um ein neurologisches Thema handelt. „Wir legen uns in unserer Ausschreibung nicht auf Einzelthemen innerhalb der Neurologie fest. Allerdings können wir fachfremde Themen nicht berücksichtigen. Besonders die Schnittstellen zu Psychiatrie und Neuropädiatrie sind den Einreichenden oft nicht ganz klar; bei Themen wie Autismus oder Angststörungen müssen wir an die Partnerdisziplinen verweisen.“
[1] https://www.dgn.org/cms-content/Ausschreibung_Medienpreis_2026_1768543912532.pdf
Pressekontakt
Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
Pressesprecher: Prof. Dr. Peter Berlit
Leiterin der DGN-Pressestelle: Dr. Bettina Albers
Tel.: +49(0)174 2165629
E-Mail: presse@dgn.org
Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
ist mit ihren über 13.500 Mitgliedern die Stimme der Neurologie in medizinischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Verantwortung und steht für beste neurologische Versorgung und Hirngesundheit in Deutschland. Sie fördert als offene, praxisnahe, digital vernetzte, interprofessionell und interdisziplinär arbeitende Fachgesellschaft neurologischen Fortschritt, bildet kulturelle Vielfalt ab und ist sowohl wissenschaftlich als auch gesundheitspolitisch wirksam. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin. www.dgn.org
Präsidentin: Prof. Dr. Daniela Berg
Stellvertretender Präsident: Prof. Dr. Dr. Sven Meuth
Past-Präsident: Prof. Dr. Lars Timmermann
Generalsekretär: Prof. Dr. Peter Berlit
Geschäftsführer: David Friedrich-Schmidt
Geschäftsstelle: Budapester Str. 7/9, 10787 Berlin, Tel.: +49 (0)30 531437930, E-Mail: info@dgn.org
https://www.dgn.org/cms-content/Ausschreibung_Medienpreis_2026_1768543912532.pdf
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Medizin
überregional
Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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