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Die Hochschule für Künste (HfK) Bremen hat ihr internationales Kooperationsprojekt „Design Department Sulaimania: The Future of Design in Iraq“ auf der diesjährigen TNB-Tagung in Berlin vorgestellt. Als einziges geistes- und kulturwissenschaftliches Projekt innerhalb der Förderung sowie als einzige Kunst- und Musikhochschule war die HfK Bremen eingeladen, ihr Vorhaben im Rahmen der Konferenz zu präsentieren.
Die TNB-Tagung fand vom 13. bis 15. April 2026 unter dem Titel "Verantwortung und Perspektive - transnationale Bildungsangebote im internationalen Vergleich" statt. Über den Deutschen Akademischen Austauschdienst fördert die Bundesregierung weltweit Programme der transnationalen Bildung mit starkem Deutschlandbezug.
Im Mittelpunkt der Berliner Konferenz standen die Rolle transnationaler Bildung im Kontext von Fachkräftemangel, geopolitischem Wandel und globaler Hochschulkooperation. Teilgenommen haben Vertreter:innen von sieben binationalen Hochschulen, die Teil des DAAD-geförderten Netzwerks sind. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt unterstützt über den DAAD derzeit sieben binationale Hochschulen und ein Hochschulzentrum sowie mehr als 300 Studiengänge mit deutscher Beteiligung weltweit.
Die HfK Bremen war auf der Tagung mit Prof. Samuel Nyholm, Te I Um und Dr. Kathrin Gollwitzer-Oh vertreten. Gemeinsam mit dem Projektpartner Dr. Shirwan Can stellte sie das „Design Department Sulaimania“ in Berlin vor.
„Für die HfK Bremen ist es eine große Auszeichnung, unser Projekt auf dieser internationalen Plattform vorgestellt zu haben“, sagt Dr. Kathrin Gollwitzer-Oh. „Die Einladung zeigt, dass Kunsthochschulen einen wichtigen Beitrag zu innovativen, gesellschaftlich relevanten und zukunftsorientierten Bildungskooperationen leisten.“
Designstudium für den Irak
Das Projekt „Design Department Sulaimania: The Future of Design in Iraq“ ist eine Kooperation der HfK Bremen, der University of Sulaimani und des Goethe-Instituts. Ziel ist der Aufbau einer nachhaltigen Designausbildung im Irak und die Entwicklung international vernetzter Studienangebote.
Die Stadt Sulaimania gilt als Kultur- und Bildungszentrum der Region Kurdistan. Gleichzeitig wächst dort – wie in vielen Teilen des Iraks – der Bedarf an qualifizierten Ausbildungsangeboten für junge Menschen. Rund 65 % der Bevölkerung des Landes sind unter 30 Jahre alt.
Zwei Bedarfsanalysen in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut zeigten, dass trotz Angeboten in Malerei, Skulptur und Keramik bis heute Studienmöglichkeiten für Grafik- und Mediendesign fehlen. Darauf aufbauend wurden seit 2021 drei internationale Summer Schools unter dem Titel „Design Academy Iraq (DAI) erfolgreich umgesetzt.
2023 wurde das Netzwerk auf Jordanien und den Libanon erweitert. Seit 2024 besteht an der University of Sulaimani der vierjährige Bachelor-Studiengang „Visuelle Kommunikation“, der in Zusammenarbeit mit der HfK Bremen entwickelt wurde.
Die HfK Bremen auf der TNB-Tagung in Berlin.
Quelle: David Ausserhofer
Copyright: DAAD / David Ausserhofer
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Kulturwissenschaften, Kunst / Design
überregional
Kooperationen, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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